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1.000 Euro für jeden? (Teil I)

Das „bedingungslose Grundeinkommen“ – ein infantiler Traum vom Paradies...

H5N1-Virus
H5N1-Virus
Das Internet bildet (manchmal) wirklich. Zumindest fordert es den einen oder anderen dazu auf, sich selbst zu fördern. Denn man wird gelegentlich mit Begriffen traktiert, die einem völlig neu sind. – Vor wenigen Tagen mußte ich ein Kürzel nachschlagen, das ich bis dahin noch nie gelesen hatte: BGE. Was um alles in der Welt sollte das denn nun wieder sein? Das Wort BSE kannte ich ja, obwohl der hype darum ja durch das Virus H5N1 (Vogelgrippe) und die ebenso bekannte Version H1N1 (Schweinegrippe) verdrängt worden war. Abgelöst wird das alles, phasenweise alternierend, dann mal wieder von dem Zauberwort AIDS. Und wenn dies alles nicht hilft, rettet man sich wieder gern in das dümmliche Gegreine um GAZA, ein lustvoller Dauerbrenner, der wesentlich besser zündet als „Tibet“, „Rote Khmer“, „Kurden“ oder „Darfur“. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: die Zauberwörter gründen auf altbekannte Verschwörungstheorien – ähnlich den esoterischen fakes wie HARP, Chemtrails oder jüdische Weltverschwörung – und wärmen diese auf.

Diese Kurz-und-klein-Schlagwörter wie BSE und BGE haben einfach etwas sehr Verführerisches... – sie sind leicht merkbar, sie reduzieren die quälende Informationsflut und wirken perfekt in einem schlichten Reiz-Reaktions-Muster. Genau das Richtige für Menschen mit emotio statt ratio und einem auch sonst schlichten Gemüt. Bei solchen einfachen Lösungen für komplexe Probleme kommen bildungsferne Weltretter nämlich immer gleich ins Sabbern, Pawlow auf rhetorischer Ebene konkret angewandt. Eine ejaculatio praecox der cerebralen Funktionen, sozusagen.

Denn all das sind nur Krankheiten. Auch das BGE, genauer: die Hoffnung auf eine sozusagen messianische Erlösung durch das „Bedingungslose Grundeinkommen“, zähle ich dazu. Eine Krankheit, die sich im Kopf abspielt. Das finale Stadium des Gutmenschentums sozusagen. Das Zaubermittel, das der Menschheit Frieden und Wohlstand bringt. Eine sozialistische Utopie, die endlich Schluß macht mit Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, Schwerter werden zu Pflugscharen, und die Wölfe liegen bei den Schafen. – Na, ist das nicht toll?

Bedingungsloses Grundeinkommen

Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransfermodell, nach dem jeder Bürger unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche finanzielle Zuwendung erhält, für die keine Gegenleistung erbracht werden muss (Transferleistung). Prinzipiell identisch zum „Bürgergeld“, wird das BGE jedoch meist als Finanzleistung diskutiert, die bereits ohne weitere Einkommen oder bedingte Sozialhilfe existenzsichernd wäre.

Zu den vielen in Deutschland diskutierten Modellen eines BGE gehören zum Beispiel das Solidarische Bürgergeld (Althaus-Modell), das Ulmer Modell oder das Modell der von Götz Werner gegründeten Initiative Unternimm die Zukunft. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die auf Milton Friedman zurückgehende Negative Einkommensteuer, die jedoch nur Geringverdienern und Nichtverdienern zugute käme. (...)

Quelle: Wikipedia

Die Begründung für das BGE geht meist auf die Utopisten zurück, beginnend in der Neuzeit mit Thomas Morus („Utopia“), Charles de Secondat Baron de Montesquieu, Thomas Paine, Joseph Charlier und vor allem mit dem französischen Schriftsteller Charles Fourier. Die Begründung umfaßt in der Regel mindestens zwei der vier denkmöglichen Ebenen der Argumentation:

  • ethische Argumente, die zum Teil aus (angeblich christlich-) religiösen Forderungen entwickelt sind
  • humanitäre Argumente, die sich auf die Lebenssituation der Menschen beziehen,
  • ökonomische Argumente, bei denen angebliche wirtschaftliche Vorteile für die Gesellschaft im Vordergrund stehen, oder
  • psychologische Argumente, wie zum Beispiel bei Erich Fromm

Bemerkenswert ist die politische Verortung der Forderung nach einem BGE, wie sie John Stuart Mill in der zweiten Ausgabe seines Buches Prinzipien der politischen Ökonomie vorgenommen hat: „Die geschickteste Kombination aller Formen des Sozialismus und die mit der größtmöglichen Objektivität ist allgemein als Fourierismus bekannt. Dieses System erwäge nicht die Aufhebung von Privateigentum oder gar von Erbschaften; im Gegenteil, es beziehe sie auf offene Weise mit ein – als ein Zuteilungfaktor beim Erwirtschaften von Kapital und von Arbeit. (…) In der Verteilung sei ein bestimmtes Minimum für den Lebensunterhalt jedes Mitglieds der Gesellschaft – ob arbeitsfähig oder nicht – festzulegen. Der Rest der Produktion wird in bestimmten Anteilen aufgeteilt, um im Voraus unter den drei Faktoren festgelegt zu werden: Arbeit, Kapital und Fähigkeiten.“ – (Basic Income Earth Network: About Basic Income – History of Basic Income, Part One)

Das alles kennt man doch bestens aus der DDR und aus der Sowjetunion, aus Cuba und aus Albanien, die erschreckend miserablen ökonomischen Ergebnisse solcher staatlicher Hybris darf man als bekannt voraussetzen. Wenn der Staat solche Planungen und Lenkungen vornimmt, ist deren Mißbrauch und das Scheitern ganz offensichtlich programmiert. Ludwig Erhard, einer der wesentlichen Denker der sozialen Marktwirtschaft, hat es treffend formuliert: „Der Staat ist nicht die Lösung, er ist das Problem!“ Der Effekt von mehr Staat ist stets derselbe und immer negativ: wo der Staat vorrückt, zieht sich die Gesellschaft zurück.

  • Wer es gern aktuell haben möchte: die EU ist ein solcher gigantischer staatlicher Lenkungs-Apparat, der nichts Positives produziert und vor allem eines tut: Geld, Arbeit, Energie und Zeit mißbrauchen und vernichten.
  • Wer es gern entwicklungshilfetechnisch haben möchte: Brigitte Erler hat es bereits vor einem Vierteljahrhundert nachgewiesen: Entwicklungshilfe tötet (Tödliche Hilfe - Bericht von meiner letzten Dienstreise in Sachen Entwicklungshilfe, Freiburg i. Br. 1985).
  • Wer es gern politisch haben möchte: das dauerhaft bedingungslose Grundeinkommen für die Pallis durch UN und EU hat vor allem eines gebracht: noch mehr Palli-Terrorismus im Gazastreifen, in dem laut Palloganda ja angeblich seit 1967 ein Genozid stattfindet, und eine der höchsten Fruchtbarkeitsraten der Welt. Immerhin 7 Kinder pro Gebärmutter oder, anders gesagt, 37 Geburten pro 1.000 Einwohner, viereinhalbmal soviel wie in Deutschland. – Wieso nur vermehren sich ausgerechnet die Menschen so unmäßig, die weder eine gute Bildung haben noch ihre Kinder ernähren können? In Schweden hätte das Sozialamt solchen „Eltern“ längst das Sorgerecht entzogen und die Kinder in Heimen oder Pflegefamilien untergebracht, vielleicht läge hier eine bedenkenswerte Lösungsmöglichkeit, den Terror in Gaza auszutrocknen? Ein internationales Adoptions-Programm, und der Terrorbande der Hamas wäre ihre „Hitlerjugend“ entzogen...

Das alles bedeutet offenbar, daß Thilo Sarrazin völlig recht hat, ebenso Gunnar Heinsohn: solche Modelle wie BGE, Hartz IV oder ähnlicher Unfug dienen – in Deutschland – vor allem dazu, daß bildungsferne Sozialschmarotzer sich überdurchschnittlich stark vermehren. Gleichzeitig erhöht es die Zuwanderung Unqualifizierter. Die gesellschaftlichen und ökonomischen Probleme werden also lediglich verschärft, nicht aber gelöst.

Charles de Secondat, Baron de Montesquieu
Charles de Secondat, Baron de Montesquieu
Der Staat schuldet allen seinen Einwohnern einen sicheren Lebensunterhalt, Nahrung, geeignete Kleidung und einen Lebensstil, der ihre Gesundheit nicht beeinträchtigt.“ (Montesquieu) – Im Hinblick auf die Pallis in Gaza müßte man heute natürlich ergänzen: solange sie diese Geschenke der Dauer-Sozialhilfe durch UN und EU nicht mißbrauchen. Ähnliches gilt für die Scharia-Länder Sudan, Afghanistan oder Pakistan. Oder für die Steinzeit-Kommunisten in Nordkorea.

Halten wir es vorläufig also schon einmal fest: das BGE ist eine zwangsweise durch den Staat vorgenommene gleichmachende Umverteilung, also Sozialismus pur, wie bereits John Stuart Mill erkannt hat. Eine überholte, erfolglose und altmodische Weltanschauung. Eine Zwangsneurose à la schwedischem Zwangs-Sozialstaat. – Eine Kleindkind-Traum von einer „gerechten“ Welt zum Nulltarif: alles sind friedlich, glücklich, satt und reich, aber keiner arbeitet dafür. Und die, die dafür gearbeitet haben, daß die Bundesrepublik einer der reichsten Staaten ist, die werden betrogen: denn sie haben 40 Jahre und mehr Unsummen in die Rentenkasse einbezahlt und werden um deren ohnehin magere Rendite betrogen. Denn sie bekommen weniger als die, die fürs Nichtstun 40 Jahre und mehr vom Staat alimentiert werden nach dem BGE-Modell. Eine neue Auflage des Märchens vom Schlaraffenland, wo einem sprichwörtlich „die gebratenen Tauben“ in den Mund fliegen. Das allerdings muß man auch wieder umschreiben, denn Vegetarismus wird bestimmt auch als verpflichtend festgeschrieben im zukünftigen (national?)sozialistischen BGE-Zwangsstaat...

Schlaraffenland (Pieter Bruegel d.Ä.)
Schlaraffenland (Pieter Bruegel d.Ä.)
Woher kommt dieser Unfug? Warum kommen Menschen auf solche Ideen? Vermutlich löst das BGE-Virus H1N5 diese entzündlichen Vorgänge im Hirnstoffwechsel aus, das sollte einmal genauer erforscht werden. Konstatieren kann man allerdings jetzt bereits: die Propagandisten dieses Modells machen das eher aus der Lust an der eigenen Faulheit, weniger deshalb, weil sie anderen helfen wollten. Außerdem machen sie das auf der Basis von Unkenntnis darüber, was eine Utopie eigentlich ist: eine Utopie ist ein philosophisches Modell, die Vorstellung eines Ideals. Kein vernünftiger Mensch wird je behaupten, man könne eine Utopie eins-zu-eins verwirklichen. Denn logischerweise wäre es dann ja keine Utopie mehr. Die Utopie als literarisches Werk will nichts weiter als aufrütteln, ähnlich den Propheten der christlichen und jüdischen Schriften. – Die platte Umsetzung einer Utopie läßt sich hervorragend historisch studieren: aus den Visionen und Utopien von Moses Hess, Friedrich Engels und Karl Marx wurde nichts weiter als Stalinismus. Massenmord und roter Faschismus im Dienst einer Utopie.

Utopie

Eine Utopie (griechisch utopía „die Nicht-Örtlichkeit“; aus altgriechisch ou- „nicht-“ und tópos „Ort“; vergleiche auch Dystopie, und Atopie) ist eine Wunschvorstellung, die sich dadurch auszeichnet, dass sie zwar denkbar und in vielen Fällen wünschenswert, vor dem jeweiligen historisch-kulturellen Hintergrund jedoch in vielen Fällen (noch) nicht oder nicht mehr realisierbar ist. Sie ist die Beschreibung einer Welt, eines Ortes, an dem derartige Vorstellungen verwirklicht sind. Im Sprachgebrauch wird Utopie auch als Synonym für einen von der jeweils vorherrschenden Gesellschaft vorwiegend als unausführbar betrachteten Plan, ein Konzept und eine Vision, benutzt.

Ein ähnlicher, in diesem Kontext oft verwendeter Begriff ist der Wunschtraum. Es handelt sich um eine Gesellschaftsordnung, die (...) und nur als Gedanke und Idee existiert. (...)

Quelle: Wikipedia, Hervorhebungen nicht im Original

Die sinnlose ideologische Diskussion um das BGE verdeckt im übrigen drei wichtige Themen, die in der Tat ganz dringend abzuarbeiten wären:

  • die Beseitigung der Kinderarmut in Deutschland (Armut im Sinne von Erziehung, Bildung und Lebensunterhalt), hierzu würde auch eine Änderung des StGB hinsichtlich der Strafvorschriften für Elternteile bedeuten, die sich um den Unterhalt für ihre Kinder drücken,
  • endlich eine richtige Steuerreform, die diesen Namen auch verdient (für Privatpersonen lediglich zwei Steuern: eine Einkommens- und eine Verbrauchssteuer) sowie
  • eine Rentenreform, die eine Abkehr vom 1957 eingeführten Umlageprinzip hin zu einer deckungsfinanzierten Rente (eigenes persönliches Rentenkonto wie bei jeder privaten Lebensversicherung) bedeutet.

Dies alles wäre leicht machbar und keine Utopie, wie das einfache Beispiel der KFZ-Steuer zeigt: würde man diese abschaffen und durch eine Maut ersetzen, hätte man eine gerechte Verbrauchssteuer – wer viel fährt, zahlt mehr. Jede KFZ-Versicherung berechnet heutzutage ihre Prämie nach jährlicher km-Leistung, weil mehr Fahrleistung auch mehr Risiko bedeutet. Gleichzeitig könnte man die sinnlosen und verwaltungsintensiven Steuern wie Energiesteuer, Tabaksteuer, Branntweinsteuer, Kaffeesteuer, Biersteuer, Schaumweinsteuer, Stromsteuer oder Alkopopsteuer einfach ersatzlos abschaffen. All dies ist keine Hexerei, man müßte es nur wollen und endlich mal tun. Auch die Schweiz hat ihr Rentensystem erfolgreich umgestellt, Dänemark und die Niederlande ihre Arbeitslosenversicherung, offenbar scheint es also zu gehen.

(Fortsetzung folgt)

  • Bildnachweis:
  • This transmission electron micrograph (TEM), taken at a magnification of 108,000x, revealed the ultrastructural details of two avian influenza A (H5N1) virions, a type of bird flu virus, which is a subtype of avian influenza A. At this magnification, one may note the stippled appearance of the roughened surface of the proteinaceous coat encasing each virion. – Photo Credit: Cynthia Goldsmith/Jackie Katz. Via Wikipedia, gemeinfrei
  • Charles de Secondat, Baron de Montesquieu. 18th century French school, 1728. Versailles, Musée national du Château. Via Wikipedia, gemeinfrei
  • Schlaraffenland - Gemälde von Pieter Bruegel der Ältere. Via Wikipedia, gemeinfrei

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Schlüsselwörter: René Hähnlein | BGE | bedingungsloses Grundeinkommen | Bürgergeld | Transfer | die LINKE | Sozialismus
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Kommentare

Kindergaertner
am 21.08.2010 11:45:11 (80.136.228.xxx) Link Kommentar melden
BGE würde weniger Staat bedeuten, weniger Bürokratie, weniger Regelungen.
Für mich ist das BGE ein logischer Fortschritt unserer Zivilisation.
Als Bismarck die Krankenversicherung eingeführt hat, haben auch alle gejammert, das ist natürlich beim BGE ähnlich. Gleich kommt immer dieser typische Reflex "Ja aber, das ist doch unfair, wenn der einfach das Geld bekommt" oder auch "...dann geht doch keiner mehr arbeiten". Wir sollten mal ohne Vorbehalte sachlich und vernünftig dieses Thema diskutieren.
Ich verorte die Forderung nach einem BGE im bürgerlichen Milieu (verstehe nicht warum sich die FDP nicht dem Thema animmt), würde mich selbst auch eher im bürgerlichen Lager sehen. Das BGE emanzipiert den Bürger von den überflüssigen Zwängen und Nöten, schenkt ihm ein Stück Freiheit.
Denk mal darüber nach Chaim, kann mir nicht so recht vorstellen, dass Du wirklich dagegen bist.
266
am 21.08.2010 12:16:53 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
BGE als Krankheit, als geistige Verwirrung, das leuchtet ein. Es erinnert auch etwas an den Baron Münchhausen, der sich an seinem eigenen Zopf aus dem Sumpf zog, dieses BGE.

Überhaupt fällt auf, daß eigentlich nur - außer abgeklärten ehemaligen Unternehmern ausgerechnet die ein solches Modell propagieren, die ohnehin nicht mit Geld umgehen können: Linke und offensichtlich Erfolglose. Ob ausgerechnet diese jedoch kompetent sind, die Wirtschaft zu retten und die Menschen glücklich zu machen?

Ich habe da meine Zweifel. Verschwiegen wird auch gern, daß das alles mit einer Mehrwertsteuer von 100% finanziert werden sollte. Bleiben also nicht 1.000 Euro für jeden, sondern real 500,- Euro.
424
am 21.08.2010 12:52:52 (91.20.167.xxx) Link Kommentar melden
Ich frage mich, warum man ständig versucht, die Früchte unserer Arbeit "besser" oder "gerechter" auf zu teilen!
Wie wäre es mit Vorschlägen dafür, wie jeder einzelne sich am "zu Bewältigenden" beiteiligen kann.
Anstatt BGE ( Bedingungsloses Grundeinkommen) - BAfJ (Bedingungslose Arbeit für Jedermann)
Jedes Lebewesen auf diesem Planeten muss sich um seine Lebenserhaltung bemühen. Es gibt keinen Grund, warum das bei uns Menschen anders sein sollte. Ich denke, das wäre sogar widernatürlich. Es würde uns in unserer Entwicklung hemmen.
317
am 21.08.2010 13:09:39 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Ich finde, diese ganzen Vorschläge der linken "Menschheitsbeglücker" sind völlig daneben. Wer viel arbeitet und gute Arbeit macht, soll dafür auch die Früchte ernten und genießen dürfen. Sozialistische Utopien haben genug Leid über die Welt gebracht!
Kindergaertner
am 21.08.2010 14:23:23 (217.224.41.xxx) Link Kommentar melden
Es geht doch nicht darum, dass die Leistungsgerechtigkeit infrage gestelllt wird. Wer mehr arbeitet, der soll auch mehr in der Lohntüte haben. Ich denke da sind wir uns einig.

Die Frage ist doch vielmehr, wie wir mit der knappen Ressource Arbeit umgehen. Es ist doch unfair, dass einige arbeiten dürfen und andere widerrum nicht und ihnen dadurch die gesellschaftliche Teilhabe flöten geht.
Andererseits ist es doch erfreulich, dass durch den technischen Fortschritt stupide und monotone Arbeit z.B. am Fließband abgeschafft wird. Mein Motto ist: Sozial ist was arbeitslos macht!
Wenn also strukturell bedingt nur noch ein kleiner Anteil arbeiten gehen darf, muss man die gesellschaftliche Teilhabe durch ein Bürgergeld sichern, allein schon als Absicherung um sich z.B. darauf konzentrieren zu können, gesellschaftlichen Mehrwert zu generieren. Also z.B. durch Selbstständigkeit neue Arbeitsplätze zu schaffen oder mal ein Gedicht zu schreiben. Es geht also nicht darum, nicht mehr zu arbeiten, aber darum neue Formen und Möglichkeiten zu schaffen sich gesellschaftlich einzubringen, eben weil es strukturell bedingt nicht mehr genug Arbeit gibt.


Also mosert nicht rum, sondern lasst es uns gemeinsam anpacken. Uns steht im Grunde nur der protestantische Arbeitsethos (wer nicht arbeitet soll auch nicht essen) im Wege. Aber versucht mal ohne die Vorbehalte, sachlich und emotionslos die Lage betrachten, vielleicht überzeugt ich das ja.
286
am 21.08.2010 20:28:58 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Jedes Lebewesen auf diesem Planeten muss sich um seine Lebenserhaltung bemühen. Es gibt keinen Grund, warum das bei uns Menschen anders sein sollte. Ich denke, das wäre sogar widernatürlich. Es würde uns in unserer Entwicklung hemmen.
So sehe ich das auch. Wink

Sad Sozialismus ist nicht unnatürlich, sondern widernatürlich.
Dieses bekloppte BGE ist dumm und schädlich. Angry
300
am 21.08.2010 21:20:25 (62.2.182.xxx) Link Kommentar melden
Bei solchen einfachen Lösungen für komplexe Probleme kommen bildungsferne Weltretter nämlich immer gleich ins Sabbern, Pawlow auf rhetorischer Ebene konkret angewandt. Eine ejaculatio praecox der cerebralen Funktionen, sozusagen.



Grin *fettgrins*


Ich hab bei meinem Dad gelernt:

Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, schnell und....














....falsch ist.

Dieses bescheuerte BGE gehört wohl dazu.
Kindergaertner
am 21.08.2010 23:27:52 (217.224.41.xxx) Link Kommentar melden
Hmmm.... Sozialismus und BGE haben m.E. nicht allzu viel gemein. Das erkennt man schon daran, dass in der Partei die LINKE wenig Anhänger dieser Idee zu finden sind.
Ganz im Gegenteil: Dieser Idee und seinen Anhängern wird vorgeworfen, eine unternehmerfreundliche Politik zu wollen (Abschaffung der Lohnnebenkosten - nur eine Konsumsteuer), ja gar neoliberal zu sein, weil alle sonstigen Ansprüche (ALG2, Wohngeld,...) nicht mehr existieren würden. Sondern nur noch ein BGE, dass eben jedem zustehen würde, egal ob Millionär oder Obdachloser.

Volkswirtschaftlich gesehen (deswegen sind Unternehmer durchaus angetan von der Idee) macht es Sinn, weil ein Grundeinkommen, dass einem finanzschwachen Mensch zugute kommt mit Sicherheit wieder in den Wirtschaftskreislauf reinvestiert wird (Ein Reicher würde weitere Einnahmen lediglich horten).
Also insbesondere Unternehmen deren Produktpalette sich an finanzschwache Menschen richtet, würden davon profitieren.
Man darf das BGE nicht als Alimentierung verstehen, sondern als Bürgerrecht um überhaupt gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, konkret: Zugang zu Bildung, Konsum und mehr Risikobereitschaft in Unternehmensgründungen. Alles Dinge die einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen.


Aber gut: Ich stehe der Idee des BGE auch durchaus kritisch gegenüber. Allerdings fände ich eine unvoreingenomme Diskussion darüber sehr erfrischend.

Freigeister, einen Schritt nach vorne bitte!
Kindergaertner
am 23.08.2010 15:57:52 (217.224.59.xxx) Link Kommentar melden
Die Mehrwertssteuer geht hoch, die Preise allerdings nicht. Da die Lohnnebenkosten wegfallen, kann billiger produziert werden, kann das Prdoukt billiger angeboten werden. Da gibt es aber viele unterschiedliche Konzepte und Ideen bez. der Finanzierung und Umsetzung.
Hartmut Holz
am 23.08.2010 16:40:45 (217.80.226.xxx) Link Kommentar melden
Klar ist, dass Hartz IV sofort abgeschafft werden und durch ein Bedingungsloses
Grundeinkommen ersetzt werden muss.

Und dieses hat rein gar nichts mit der ehemaligen DDR und Sozialismus zu tun.
Denn wenn ein Mensch sich bemüht Arbeit zu finden und trotzdem nichts findet, dann soll er auch mit diesem Grundeinkommen unterstützt werden .

Einigen Kommentatoren geht es ja gar nicht um das aufgeführte Thema, sondern sie hetzen nur gegen Menschen die sich für die gerechte Sache einsetzen.

Diese sollten einmal ihre Grundeinstellung gegenüber unserem Staat überprüfen. Und sie verstoßen sogar die Sakramente der Barmherzigkeit.

Ja, sie sind wie die Schriftgelehrten und Pharisäer, die nach Matthäus 23 13-22,
nur anderen Menschen schwere Lasten auf dessen Schultern legen und selber
aber keine Lasten tragen wollen.
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