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Internet: Fundstücke

Wer ist eigentlich Andreas Focke?

Gedanken über die wilde Frische von Limonen? Oder Sottisen über die wilden Frischlinge der Antifa?

...die wilde Frische
...die wilde Frische
Wer Andreas Focke ist? – Ganz ehrlich: ich habe nicht die leiseste Ahnung. Und nachdem ich vor kurzem einen seiner wenig geistvollen Ergüsse lesen durfte, möchte ich ihn auch gar nicht mehr kennenlernen, würde hinsichtlich seiner Person sehr gerne ahnungslos bleiben. Leider jedoch weiß ich jetzt bereits genug – ja mehr als genug – von diesem Andreas Focke, er hat seine cerebralen Flatulenzen nämlich völlig überflüssiger- und vor allem sinnloserweise im Internet verbreitet, und mehr gibt es über ihn eigentlich gar nicht zu sagen. Womit man einerseits auch bereits schließen könnte. Denn schon der weise Konfuzius sagte einst... – ach nein, es war der Herr Keuner, doch der Spruch ist und bleibt auch ohne Konfuzius, Buddha oder Jesus gut:

Zu Herrn K. kam ein Philosophieprofessor und erzählte ihm von seiner Weisheit. Nach einer Weile sagte Herr K. zu ihm: "Du sitzt unbequem, du redest unbequem, du denkst unbequem." Der Philosophieprofessor wurde zornig und sagte: "Nicht über mich wollte ich etwas wissen, sondern über den Inhalt dessen, was ich sagte." "Es hat keinen Inhalt", sagte Herr K. "Ich sehe dich täppisch gehen, und es ist kein Ziel, das du, während ich dich gehen sehe, erreichst. Du redest dunkel, und es ist keine Helle, die du während des Redens schaffst. Sehend deine Haltung, interessiert mich dein Ziel nicht."

Quelle: Bert Brecht. Geschichten von Herrn Keuner. Weise am Weisen ist die Haltung.

Eine sehr kluge Äußerung über den Zusammenhang zwischen Form und Inhalt, über Weg und Ziel, über Haltung und Denken, über Denken und Handeln... – von daher ist der Inhalt des Beitrags von Andreas Focke, eines studierten Antifaschisten immerhin, im Brecht'schen Sinne durchaus uninteressant. Andererseits könnte es da allerdings schon mehr interessieren, was Andreas Focke durch den Verlust von Stil und Form von sich selbst preisgibt, obwohl er doch über andere zu urteilen meint.

Übrigens: generell wäre es natürlich auch denkbar, daß der, der im Internet als „Andreas Focke aus Delmenhorst“ auftrat, und dort, im Internet, das nie etwas vergißt, in Henryk M. Broders Gästebuch schrieb, einen ausgedachten Namen benutzt hat oder unerlaubterweise den eines anderen Zeitgenossen aus Delmenhorst, der wirklich so heißt; wer will, kann das ja einmal recherchieren, jeder ist selbst verantwortlich für den Aufwand, den er zu treiben bereit ist. Und falls jemand des in Deutschland nicht seltenen Namens „Andreas Focke“ sich zu unrecht angesprochen fühlt, möge er sich trösten: es geht nur um den Schreiber des im folgenden wiedergegebenen Leserbriefs an Henryk M. Broder. Aber jetzt wollen wir doch einmal den nach eigenen Angaben studierten Antifaschisten aus Delmenhorst selbst zu Wort kommen lassen:

Sehr geehrter Herr Broder,

mein Name ist Andreas Focke und ich bin Antifaschist aus Delmenhorst. Ich möchte Ihnen jetzt mal meine Meinung sagen. Sie sind ein rechtsradikales Fascho-Schwein.

Was er schon immer mal sagen wollte...
Was er schon immer mal sagen wollte...
Vor ein paar Jahren habe ich in Freiburg studiert und dort den Professor Dr. Rüdiger Scholz kennengelernt. Dieser hat ebenfalls eine sehr schlechte Meinung über sie.

MfG

Andreas Focke

Quelle: www.henryk-broder.com, Eintrag vom 23.07.2010 08:44 Permalink, screenshot zwecks Dokumentation

„Guck nicht so blöd!“
„Guck nicht so blöd!“
Okay. Na ja. Das mußte wohl raus. Wenn ein Rülpser oder Darmwind so quälend quersitzt, muß man sich natürlich erleichtern, wer von uns hätte dafür nicht Verständnis? Was raus muß, muß raus. Üblicherweise macht man das allerdings sozial verträglich, das heißt dezent, also ohne andere Menschen etwa damit zu behelligen, weder – da sei unser Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge vor! – akustisch noch gar olfaktorisch. Will heißen: ohne Lärm- oder Geruchsbelästigung für andere!

Andererseits müssen wir Andreas Focke auch dankbar sein, läßt er uns doch so ganz unverstellt an seinem allerinnersten Erleben – als „Denken“ kann man das kaum bezeichnen – teilhaben, man nennt das auch „eins-zu-eins“, wenn nicht gar „authentisch“. Bleiben wir zunächst jedoch bei den reinen Fakten: wir haben einen (Schmalspur? Abgebrochenen?) Akademiker aus Norddeutschland, etwa zwischen 30 und 40 Jahre alt, der (zeitweise?) in Süddeutschland studiert hat (ohne oder mit Abschluß?), bei einem Professor Dr. Rüdiger Scholz, den man jetzt zwar nicht unbedingt kennen muß, den man aber bei Bedarf oder Interesse im Internet, bei Wikipedia, bei der „Antifaschistischen Aktion Freiburg“ mit einer Textwüste und ohnehin an seinem ehemaligen Arbeitsplatz an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg leicht findet... und wir haben also einen Akademiker, der kein Problem darin sieht, einen anderen Menschen mit Tiernamen zu beschimpfen und zu beleidigen, der also selbst – als angeblicher Antifaschist! – sprachliche Gewalt verübt, die immerhin ein Element faschistoiden Denkens ist. Daß unser Delmenhorster „Antifa“-Fuzzi hier einen Juden(!) mit dem Wort „Schwein“ belegt, mag der Vollständigkeit halber am Rande ebenfalls noch Erwähnung finden. Ob das koscher ist?

...wilder Frischling?
...wilder Frischling?
Voller Ehrfurcht lernen wir auch, daß der hier als Gewährsmann gegen Broder in Anspruch genommene Professor Dr. Rüdiger Scholz, der hier von Andreas Focke als Zeuge für was-auch-immer aufgerufen wird, im Jahr 1970 promoviert hat über „Welt und Form des Romans bei Jean Paul“. – Allerdings interessiert hier ja nicht Rüdiger Scholz, sondern der „Antifa“-Fuzzi Andreas Focke, der meint, sich auf Rüdiger Scholz wie auf einen großen Bruder berufen zu müssen, was natürlich bereits an sich etwas lächerlich wirkt. Man findet schließlich für jede sinnfreie Behauptung, ja sogar für eine idiotische Äußerung so gut wie immer mindestens einen weiteren Deppen, der sie zu teilen bereits ist, das ist wirklich keine Kunst, allenfalls eine rhetorisch-sophistische. Und Andreas Focke hätte es ja – angeblich hat er doch studiert, möglicherweise aber wirklich ohne Abschluß? – einfach einmal argumentativ versuchen können. Soweit die Fakten, die wir nun interpretieren, in frei assoziativer Methode.

Der gute Andreas Focke schrieb nun also folgendes: „Sehr geehrter Herr Broder, mein Name ist Andreas Focke und ich bin Antifaschist aus Delmenhorst.“ – Hieraus kann man ersehen: prinzipiell hat der Mann eine gewisse Bildung erreicht und eine sogenannte Kinderstube genossen, er stellt sich vor, hat eine höfliche Anrede und verortet sich hinsichtlich eigener Motivlage und politischer Ausrichtung. Das kann man wirklich gelten lassen! Weiter so! – „Ich möchte Ihnen jetzt mal meine Meinung sagen.“ – Das ist leider schon ein deutlicher Abfall, ein Zusammenbruch der gerade mühsam aufgebauten Spannung; einfach zu sehr mit der Tür ins Haus gefallen, man hat das Gefühl, hier hat es einer aber sehr nötig, die verbale ejaculatio praecox bahnt sich hier bereits an, gleich gibt es kein Halten mehr...

...mal die nordische Sau rauslassen?
...mal die nordische Sau rauslassen?
Übrigens erkennen genau an diesem Sprachmuster viele Kulturen dieser Welt immer den Deutschen: direkt, zu direkt, ohne Umschweife aufs Ziel, immer einen Blitzkrieg führen. Ruck-zuck, kein lästiges Vorspiel, nicht drumherum reden, wo man im Englischen oder Französischen ein paar nette Schleifen oder Wortgirlanden einbaut, einfach weil's Spaß macht und ästhetisch ist... – „Sie sind ein rechtsradikales Fascho-Schwein.“ – Oj waj! Na, immerhin, er bleibt beim „Sie“, leider allerdings auch jede Begründung schuldig. Interessant wäre ja eine gewisse argumentative Unterfütterung hilfreich gewesen für den Leser; warum hält Andreas Focke den Henryk Broder für „rechtsradikal“, wieso bezeichnet er ihn als „Faschisten“? Das würde man doch, in einem gepflegten rationalen Diskurs, gern erfahren. – Insgeheim freue ich mich natürlich, daß nicht nur mir, der ich gern als „Zio-Fascho“ tituliert werde, derlei Ehrungen zuteil werden, ich teile sie also brüderlich mit meinem Bruder im Geiste Broder... – „Vor ein paar Jahren habe ich in Freiburg studiert und dort den Professor Dr. Rüdiger Scholz kennengelernt.“ – Nun ja, man läßt bei der Nennung von Namen und Personen eigentlich den Artikel weg, korrekt wäre gewesen: „...habe ich in Freiburg studiert und dort Herrn Professor Dr. Rüdiger Scholz kennengelernt.“ Wobei das (sich) Kennenlernen nicht das proprium des Studierens ist, eigentlich. – „...und dort den Professor Dr. Rüdiger Scholz kennengelernt. Dieser hat ebenfalls eine sehr schlechte Meinung über sie.“ – Das ging jetzt völlig in die Hose und Dir der Gaul durch, lieber Andi! Man merkt auch, wie sehr die Emotionen Dich fortspülen, jetzt vergißt du sogar Deine Rechtschreibung (kleingeschriebene Anrede, vorher war sie groß, Du hältst also nichts von der „Schlechtschreib“-Reform, der einzige Pluspunkt, den ich Dir gebe!).

Wer nicht argumentiert, verliert!
Wer nicht argumentiert, verliert!
Doch zur Sache: Das war argumentativ jetzt völlig daneben, denn ob Dein ehemaliger Prof eine „Meinung“ über Henryk Broder hat, ist keine Aussage und kein Beleg für irgendetwas. Es ist viel mehr Ausdruck eines zutiefst und an sich faschistoiden Denkens: wenn man nur genügend Dumme findet, die die eigene Meinung teilen, muß sie doch richtig sein, Du weißt ja, „eßt mehr Schei*e, Millionen Fliegen können nicht irren!“ – Lies einfach mal Sokrates über das Problem der „Meinung“, der doxa, die eben genau das Gegenteil von Wissen ist, die folglich – als SCHEINWISSEN – schlimmer als das bloße Nichtwissen ist. Außerdem, wer selber zu schwach ist, der muß mit seinem großen Bruder drohen, wer selber keine Argumente hat, der braucht falsche Kronzeugen...

Also, mein lieber Andreas Focke, wir kennen uns nicht und das bleibt auch so, dem Himmel sei Dank. Ich nehme nämlich – aktiv jedenfalls – nur zu intelligenten Menschen Kontakt auf. Das Internet bietet jedoch darüber hinaus die herrliche, ja einzigartige Möglichkeit, jeden Dummschwätzer, der sich weiter vorwagt, als er denken kann, und jeden pubertierenden Pöbler, der sich weiter aus dem Fenster lehnt, als es die intelligent verarbeitete Erfahrung mit Schwerkraft als ratsam erscheinen ließe, an den Pranger zu stellen oder ihn wie ein kurioses Insekt aufzuspießen: häßlich, minder-intelligent und giftig, aber tot. Beziehungsweise, wenn Dir das Bild besser gefällt, ihn wie eine Fehl- oder Mißgeburt in Spiritus zu legen und ihn dann zwecks Erbauung und Belehrung, zur Belustigung und zum Zeitvertreib, als curiosum also, auszustellen.

Wenn Du künftig eine Broder-Kritik, die auch den Namen Kritik verdient, formulieren willst (das kann man tun, warum auch nicht), dann nimm Deine grauen Zellen dazu, nicht Deine testosteron-gesteuerten Wallungen. Benutz Deinen Verstand, so Du einen hast. Verwende menschliche Sprache, wenn Du weißt, was das ist. Und vor allem: argumentiere rational, nachvollziehbar und logisch. Ohne Beleidigungen, ohne irgendwelche „Meinungen“. Vermutlich hast Du Glück, und Henryk Broder wird Dich nicht wegen Beleidigung („Sie sind ein rechtsradikales Fascho-Schwein“) verklagen, was Dir immerhin zwischen 500 und 2.000 Euro ersparen dürfte.

Jedenfalls nehme ich an, daß Henryk Broder sich mit Dir – nur weil Du so dumm warst, in sein Gästebuch zu schmieren oder ihm zu schreiben – nicht weiter abgibt; ich würde es ihm jedenfalls empfehlen, wenn er meinen Rat wollte, den er aber logischerweise gar nicht braucht. Denn er hat vermutlich wie ich schon recht früh als Kind gelernt: Schei*e faßt man nicht an. Und kein Mensch stolpert im Ernst über einen Regenwurm.

Logo von FA (Henkel)
Logo von FA (Henkel)
Wenn der Ozean nicht zu Ihnen kommt, holen Sie ihn doch!

Am besten schön bunt und mit der wilden Frische des Fa-Klassikers: Ein eingeseifter TV-Spot aus den 1970ern, der sich noch heute sehen lassen kann!

Quelle: www.reklamebox.com

YouTube Video

  • Bildnachweis:
Beleidigungen können teuer werden, Kleiner!
Beleidigungen können teuer werden, Kleiner!
  • FA-Seife, eigener scan.
  • Screenshot von www.henryk-broder.com.
  • Sus scrofa“. Author: Frank Vincentz. Permission: GFDL u.a., via Wikipedia.
  • Frischling eines Wildschweins (Sus scrofa)“. Author: 4028mdk09. Via Wikipedia. CCL Attribution-Share Alike 3.0 Unported.
  • Wildschwein, Wild boar, wood near Kiel.“ Volker G. Via Wikipedia, CCL Attribution-Share Alike 3.0 Unported u.a.
  • Logo von FA, Quelle: www.de.fa.com (screenshot).
  • „Woman doing the loser sign.“ Source:Loser. Author: Lenore Edman from Sunnyvale, CA. Via Wikipedia, CCL Attribution 2.0 Generic.
  • Fuck sign, not directed at anyone! Via Wikipedia, CCL Attribution-Share Alike 2.0 Unported.

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Schlüsselwörter: Andreas Focke | Rüdiger Scholz | FA | Antifa | wilde Frische | Henryk Broder
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Kommentare

321
am 04.08.2010 17:46:50 (88.68.119.xxx) Link Kommentar melden
Die Schweine sind süß Grin
286
am 04.08.2010 18:28:04 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Smile Schweine sind nicht süß, aber lecker!
286
am 07.08.2010 07:10:24 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Broder hat noch mehr solcher Zuschriften, auch von "Linken":

Was wollen Sie eigentlich in Deutschland, wenn sie die Deutschen doch so sehr hassen?
Können Sie nicht “ins gelobte Land” abziehen, und dort ihre Blutsbrüder unterstützen?
Aber eure Lügenmärchen haben bald ein Ende.
Wir lassen uns diese jüdische Lobby bestimmt nicht länger gefallen…
Nicht nur die Nazis, auch wir Linke haben die Schnauze voll von euch.
Schluß mit der jüdischen Herrschaft!
Kevin Miller

http://henryk-bro...ticle/957/


Ich hab mich fast an meinem Frühstückskaffee verschluckt vor lachen Grin
353
am 25.08.2010 10:46:01 (178.1.31.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Gelöscht von Argusauge am 25.08.2010 10:50:08.

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