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Sport: Sonstiges

Wer ist eigentlich Stefan Herre?

Über die Macher von „politically incorrect“ und deren innere Widersprüche (3)

Video über Stefan Herre
Video über Stefan Herre
Der Blog „politically incorrect“ – hier im folgenden wie allgemein üblich als PI bezeichnet – wurde gegründet vom Bergisch-Gladbacher Diplom-Sportlehrer Stefan Herre; dieser hat sich in mehreren Interviews im Radio oder in diversen Printmedien zu politischem Motiv, konkretem Auslöser und medialen Konzept seines Blogs geäußert.

Nun kann im Prinzip zwar jeder im Internet Blogs anlegen und vollschreiben wie er will und das alles dann auch noch veröffentlichen, ohne daß man diese Blogs jeweils immer rezensieren müßte, doch PI nimmt hier gewiß eine der Kommentierung würdige Sonderstellung ein – zum einen wegen seiner unbestreitbaren politischen Breitenwirkung, zum andern wegen seiner deutlich wahrnehmbaren Anziehungskraft auf Rechte, auf Rassisten und auf Faschisten.

  • Spurensuche und Primärliteratur: Leserbriefe von Stefan Herre seit 1983
  • Die WELT am SONNTAG beleidigt über das (unprofessionelle) Verhalten von Stefan Herre

Daher einige Schlaglichter auf Inhalte und vor allem auf die inneren Widersprüche jenes Lieblings-Blogs von rassistischen Ausländerhassern, die sich unter einer angeblich pro-amerikanischen und angeblich pro-israelischen Gesinnung verschanzen, in einer Art vorweggenommener Absolution. Die Logik zur Erzielung der hiermit angestrebten vermeintlichen Unangreifbarkeit funktioniert allerdings nach dem etwas einfältigen Kurzschluß-Prinzip: „da wir pro-israelisch sind, können wir nicht antisemitisch sein“. – Daher wird hier (in den weiteren Folgen dieser Reihe) gezeigt werden, wie der gar nicht so versteckte Antisemitismus von PI tatsächlich funktioniert. In diesem Zusammenhang sollte man es auch zur Kenntnis nehmen, daß das Bundesamt für Verfassungsschutz die Aktivitäten und die Elaborate von PI durchaus im Blick hat.

In den späteren Folgen wird es jedoch vor allem um den insbesondere von der Berliner Tierärztin des öffentlichen Dienstes Dr. Beate Klein auf PI exzessiv publizierten Antisemitismus gehen; die anderen PI-Macher, wie der Sprachlehrer Jens von Wichtingen oder die protestantische Pfarrerin Christine Dietrich, sind seit drei Jahren ohnehin nicht mehr bei PI aktiv, spielen hier also eine untergeordnete Rolle.

Hierzu zunächst einige Thesen:

  • These 1: Islamhaß und Araberhaß begründet weder eine Freundschaft zu Israel noch eine Liebe zum jüdischen Volk... – die Differenzierung ist wichtig, da nicht jeder Jude Staatsbürger Israels ist, obwohl gern jeder greifbare Jude von den Gojim für Israels Politik verantwortlich gemacht wird.
  • These 2: Das aus dem griechischen stammende Wort Phobie hat mehrere Bedeutungen, insofern kann man islamophob nicht übersetzen als islamfeindlich oder gar als Islamhaß; eine Phobie kann psychologisch eine Abneigung oder Furcht sein, eine Krankheit sogar, in der Chemie bezeichnet es eine Abstoßung: ein hydrophober Stoff verbindet sich nicht mit Wasser, ein lipophiler Stoff dagegen verbindet sich mit Fetten. Auch der Verfasser bezeichnet sich wohlüberlegt als islamophob, ohne daß damit ein Gefühl wie Haß gemeint wäre.
  • These 3: Man kann, darf und soll an der Religion Islam sehr deutliche Kritik üben, insbesondere hinsichtlich ihrer strukturellen Unfriedlichkeit, ihres Hasses auf sogenannte Ungläubige und ihrer Verachtung für Frauen, doch was PI hier vermeintlicher Islamkritik abliefert, ist wenig mehr als recht dumpfe, völlig unreflektierte und vor allem vor Unwissen strotzende Stammtisch-Sprüche. – Insofern hat Stefan Herre natürlich ebenso recht wie seine Mitstreiter: der Mohammed-Kult ist in der Tat eine Gewalt-Ideologie, was allerdings noch nicht jeden, der dieser – nach Michel Houellebecq „dümmsten“ – Religion anhängt zum Gewalttäter macht.

Michel Houellebecq – Äußerungen zum Islam

In einem Interview, das er nach dem Erscheinen von Plateforme (2001) dem französischen Literaturmagazin Lire gab, sagte Houellebecq unter anderem: „Die dümmste Religion ist doch der Islam.“ Mehrere französische Islamverbände, unter anderem die der Moscheen in Paris und Lyon sowie die Antirassismusvereinigung MRAP und die Französische Liga für Menschenrechte warfen ihm daraufhin Islamophobie und anti-islamischen Rassismus vor und verklagten ihn wegen „Anstiftung zum Rassenhass und zur religiösen Gewalt“. Die Klage wurde jedoch im Oktober 2002 abgewiesen unter Hinweis auf das Grundrecht, Religionen zu kritisieren.

Quelle: Wikipedia u.a.; siehe auch FAZ. Hervorhebungen vom Verfasser.

Selbstverständlich müssen die Anhänger des Mohammed-Kults es ganz dringend lernen, daß auch sie, ihre Weltanschauung und ihr (falscher) Prophet der Kritik unterliegen. Auch die Christen, die früher mal genauso blutig und intolerant über Nichtchristen herfielen, haben das irgendwann mal gelernt und mehrheitlich inzwischen begriffen. Für Juden war das noch nie ein Problem, sie wurden schon immer kritisiert. – Um den Mohammedanern also aus ihrem Mittelalter herauszuhelfen, brauchen sie den Widerstand der zivilisierten und aufgeklärten Umwelt. Dann und nur dann haben sie die Chance, ihr Mittelalter zu überwinden. Dies geht jedoch ohne den Haß, den PI verbreitet, nämlich besser mit fundiertem Wissen über den Mohammed-Kult und gleichzeitig mit einer festen Verwurzelung in den Werten der abendländischen Aufklärung. – Dies geht allerdings auch besonders gut mit weiteren Mohammed-Karikaturen, wieder und immer wieder, bis der letzte bildungsferne Mohammedaner im Sudan oder in Afghanistan das endlich begriffen hat: wir im Abendland unterwerfen uns nicht vor Euch! Wir Menschen des säkularen Zeitalters sind der Maßstab, den Ihr erst noch erreichen müßt! Eurem dümmlich-theokratischen Rassismus setzen wir die Moral und die Bildungsideale der Aufklärung entgegen. Lernt es, begreift es, vorher werden wir mit Euch gar nicht in Frieden leben wollen...

Kritik an PI und Stefan Herre (nicht immer fair, nicht immer stringent, nicht immer gut formuliert oder gar logisch begründet), wobei solche persönliche Verleumdung und widerliche Hetze wie beim Blog „Der Moslem“ gleich wieder ausgeblendet wurde:

Fazit: Die Kritik von PI an der unter der irreführenden Bezeichnung „Islam“ verharmlosten Gewaltideologie ist generell berechtigt, sie ist übrigens – verfassungsrechtlich abgesichert – auch zulässig in Deutschland. Leider wählt sie immer wieder einseitig, ja fast sensationsgeil die „passenden“ Ereignisse aus; würde die Kritik lockererer formuliert daherkommen – aber schärfer in der Sache ausgedrückt sein – so wie beispielsweise die von Henryk Broder, dann wäre sie politisch weit besser wirksam. „Suaviter in modo, fortiter in re“ – „Stark in der Sache, milde in der Art“!

Stefan Herre mit Konvertit Pierre Vogel
Stefan Herre mit Konvertit Pierre Vogel
Man darf übrigens auch – ohne deswegen gleich „rechts“ zu sein – immer wieder darauf hinweisen, daß „Islam“ weder Frieden heißt noch friedlich ist. „Islam“ bedeutet „Unterwerfung“ des „Gläubigen“ – nämlich unter „allah“ – weswegen dieser „Gläubige“ dann seinem Glauben nach den „Frieden“ (nämlich mit „allah“) erlangt, angeblich. Das Problem besteht allerdings dann darin, daß dieser friedlich in Übereinstimmung mit „allah“ lebende Mohammedaner in der großen Mehrzahl aller Fälle unfriedlich und intolerant gegenüber den von ihm so genannten „Ungläubigen“ ist, was insbesondere Christen und Juden, Buddhisten und Hindus meint. Aus diesem und nur aus diesem Grund bereits muß man dieser Gewalt-Ideologie Paroli bieten.

Unabhängig hiervon: Stefan Herre wäre dringend anzuraten, einmal seine rhetorischen Fertigkeiten zu verbessern; auch als Sportlehrer kann man das lernen. Und ein Interview ohne ständiges „mmmmmmh“, „eehmmm“ und „äääääh“ klingt einfach besser.

Stefan Herre im O-Ton: „Ich habe Angst vor dem Islam, weil ich... eehm... nicht will, daß unsere … Kinder ...ääääh... später mal ...ääääh... hier … ääääh... in einem ...ääääh... Land aufleben“ – Stefan Herre meint „aufwachsen“, aber egal. Die Kinder wachsen übrigens jetzt auf, und später mal sind sie keine Kinder mehr, soviel zum Thema Logik und Chronologie.

Doch vielleicht sollte man es auch als Sportlehrer einigermaßen auf der Pfanne haben, was Gefühle eigentlich sind und wie sie entstehen; wer als „Akademiker“ seine angebliche „Angst“ ( das ist ein Gefühl!) damit zu begründen versucht, daß er eine politische oder gesellschaftliche Entwicklung für bedenklich hält (das ist eine politische Wertung!), der kann kein Deutsch oder er kann nicht logisch denken. In beiden Fällen sollte er weder politische Blogs veröffentlichen noch dümmliche Interviews geben. Von einem Lehrer mit über 42 Jahren sollte man einfach mehr Reflektiertheit erwarten dürfen.

YouTube Video

  • Bildnachweis:
  • Screenshot eines Youtube-Videos, Stefan Herre im Interview mit Deutschlandradio-Moderator Jörg Degenhardt. – Bearbeitet, eine fäkal-sprachliche Beleidigung wurde unleserlich gemacht
  • Screenshot eines Youtube-Videos, Stefan Herre im Gespräch mit dem konvertierten radikalen Mohammedaner und Haßprediger Pierre Vogel. – Bearbeitet, die Gesichter der Unbeteiligten wurden zwecks Wahrung der Persönlichkeitsrechte unkenntlich gemacht

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Schlüsselwörter: Dr. Beate Klein | Stefan Herre | Stefan Niggemeier | islamophob | rechtsradikal | Mob
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Kommentare

286
am 13.08.2010 08:52:27 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
„Suaviter in modo, fortiter in re“ – „Stark in der Sache, milde in der Art“!
Dazu passt auch sehr schön Theodore Roosevelt:

„Speak softly and carry a big stick, and you will go far.“ Grin

Afrikanisches Sprichwort!

upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Tr-bigstick-cartoon.JPG
353
am 25.08.2010 10:46:08 (178.1.31.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Gelöscht von Argusauge am 25.08.2010 10:52:24.
David-Chistopher
am 29.01.2012 15:22:44 (84.160.201.xxx) Link Kommentar melden
Schwach. Einseitig. Unfair - sowohl gegenüber dem abgewatschten S. Herre als auch gegenüber dem Islam, der in diesem Artikel auffallend viele Breitseiten erhält.
Die flapsigen Formulierungen - "auch als Sporlehrer kann man lernen", "auf der Pfanne haben" - fallen hier schon gar nicht mehr ins Gewicht.

Bei der Lektüre dängte sich mir(!) der Eindruck auf: Nur das Judentum ist eine friedliche Sache. Der Islam ist "frauenfeindlich." Ah ja. Derartige Verallgemeinerungen hielt ich bisher für das PI-Niveau. Doch der Verfasser fährt fort: "DER Islam". Und dann noch "DIE Christen". Jetzt bin ich im Bilde.

Der Verfasser scheint selbst Lehrer - kein Sportlehrer, versteht sich - zu sein, zumindest schreibt er ganz schön schulmeisterlich - und erklärt nebenbei Muhammad zum falschen Propheten:

"Selbstverständlich müssen die Anhänger des Mohammed-Kults es ganz dringend lernen, daß auch sie, ihre Weltanschauung und ihr (falscher) Prophet der Kritik unterliegen. Auch die Christen, die früher mal genauso blutig und intolerant über Nichtchristen herfielen, haben das irgendwann mal gelernt und mehrheitlich inzwischen begriffen. Für Juden war das noch nie ein Problem, sie wurden schon immer kritisiert."

Auch hier irrt der Verfasser. "Die Juden" wünschten bereits im Alten Testament den Heiden alles mögliche Ungute an den Hals. Das Buch Jesaja trieft nur so von blutigen Bilder; Lektürevorschlag: Ab Kapitel 60.
Aber wahrscheinlich hat das Alte Testament nichts mit dem Judentum zu tun...

Ein merkwürdiger Artikel: Gegen Fremdenhass und Islamophobie trat der Verfasser anfangs an. Zum Schluss bleibt nicht viel mehr als ein wenig Schelte für Herre, den Islam und die Christen.

Journalismus sieht anders aus.

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