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Sonstiges: GesundheitDer Tod mancher Menschen fordert Fragen nach den Ursachen

Bild via flickr.com
Menschen töten sich selbst - einfach so? Das mag man nicht glauben. Viele Suizidgefährdete leiden unter Depressionen. Diese psychische Erkrankung, sehr oft ausgelöst durch Mobbing / Bossing am Arbeitsplatz, verschafft den Betroffenen das unheilvolle Gefühl einer Gefangenschaft in der eigenen Psyche. Diese kämpfen verzweifelt gegen die Gefühle lähmenden Angstschübe, gegen eine angenommene und unbezwingbare Antriebsschwäche, und der stets vorhandenen Furcht vor dem eigenen Versagen. Letztendlich ergeben sich die Betroffenen dieser unbewussten Macht. Sie kommen mit dieser sehr schweren Erkrankung nicht mehr zurecht, und flüchten in den angenommenen, von allem Leid erlösenden Tod.
Depressionen, ein in unserer westeuropäischen Kultur weit verbreitetes Krankheitsbild, in der Öffentlichkeit aber nach wie vor mit den Vorstellungen des Wahnsinns gezeichnet, und als Tabu - Thema, heimlich und schwer leidend von Patienten verschwiegen, weil die eigene Scham und Angst vor der gesellschaftlichen Schelte und Häme, oder die Furcht vor dem Verlust der Arbeitsstelle verhindert, dass früh möglichst Arzt und Therapeuten aufgesucht werden. Bekannte, Kollegen und Familienmitglieder reagieren fast immer verunsichert und distanziert auf die schwere seelische Erkrankung der Betroffenen. Diese kommen mit der gegebenen Situation nicht zurecht, und fühlen sich überfordert.
Nach subjektivem Empfinden, und bei objektiver Betrachtung, darf man davon ausgehen, dass Menschen mit Ängsten in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Schwächen sind schlichtweg nicht vorgesehen. Regelmäßig kann man nach dem Tod von physisch- u. psychisch erheblich geschwächten und verängstigten Selbstmördern, von unsauberen Machenschaften erfahren. Sehr oft gibt es direkte Hinweise auf die Peiniger. Ich neige dazu, Menschen, die andere mit kontinuierlicher Häme, Hetze, übler Nachrede, Beleidigungen und Rufschädigung in den Tod treiben, als Mörder bezeichnen zu können. Nach formaljuristischen Gesichtspunkten, wird eine solche Neigung vermutlich aber nicht haltbar sein.
Anmerkung:
Als Autor dieser Zeilen kann ich nach unzähligen, und sehr intensiv geführten Gesprächen mit Betroffenen bestätigen, dass insbesondere in der Arbeitswelt, mit brachialer Gewalt, z.B. gegen kranke, und nur schwer kündbare Mitarbeiter vorgegangen wird. Betriebs- und Personalräte bleiben nach subjektivem Empfinden, und bei objektiver Betrachtung gelegentlich dezent im Hintergrund. Man spricht dann von Individualrecht und verweist die Betroffenen an Juristen.
Ich hoffe sehr, dass ich in meinem persönlichen Umfeld nicht mit der Tatsache konfrontiert werde, dass einer meiner Bekannten, nach ausgeübtem Mobbing, den Freitod als Erlösung sucht. Ich würde selbst bei einem Anfangsverdacht, eine Klage wegen vorsätzlichem herbeiführen des Todes in die Wege leiten.
von Alfred Brandner
- flickr.com
- Fotograf theatertraumbaum
- CC Lizenz
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20 Euro pro Mobbingopfer?
Der Autor hat leider einen Fehler eingebaut, den er jetzt nachträglich berichtigen lässt. Die korrekte Schadenssumme lautet 30 Milliarden Euro.