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Politik: Deutschland

Pressefreiheit in Niedersachsen gefährdet

Niedersachsens neue Integrationsministerin Aygül Özkan hat in der Medienwelt erheblichen Wirbel ausgelöst: Die Ministerin will Journalisten eine "Mediencharta für Niedersachsen" unterzeichnen lassen, mit dem Ziel einer integrationsfreundlichen Berichterstattung.

In einer E-Mail an Medienvertreter hatte die Ministerin die Charta vorgestellt, mit deren Unterzeichnung Journalisten sich unter anderem verpflichten sollten, über "Herausforderungen der Integration zu berichten" und eine "kultursensible Sprache" anzuwenden. Mitte August sollte die Charta nach Vorstellungen Özkans öffentlich unterzeichnet werden. Dass es sich dabei nur um einen Diskussionsvorschlag auf "Augenhöhe" handeln sollte, wie die Ministerin jetzt sagte, erwähnte die E-Mail nicht. "Es ist vorgesehen, dass die anwesenden Medienvertreter die sogenannte "Mediencharta Integration" unterzeichnen", hieß es darin.

Kritik aus Medienkreisen

"Unverblümter hat seit langem kein Politiker mehr versucht, Zeitungen und elektronische Medien auf Kurs zu bringen", kommentierte der Chefredakteur der Oldenburger "Nordwest-Zeitung", Rolf Seelheim. Seelheim reagierte damit als erster. Ihm folgten in kürzester Zeit zahlreiche empörte Kollegen zwischen Nordsee, Emsland und Harz. Viele sehen die im Grundgesetz verankerte Pressefreiheit in Gefahr. Der Schriftsteller und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Ralph Giordano (87) warf Özkan vor, die Medien in Niedersachsen gleichschalten zu wollen.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) nannte die Pläne "völlig überflüssig". "Journalisten sind sich auch ohne Hinweise der Ministerin der Bedeutung des Themas Integration bewusst", sagte die Geschäftsführerin des Landesverbandes Niedersachsen, Elisabeth Harries. Eine Sprecherin des Deutschen Presserates verwies auf den Pressekodex, wo in Ziffer 12 deutlich gesagt werde, dass niemand wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden dürfe. Nach ihren Angaben haben sich über 90 Prozent der Verlage in einer Selbstverpflichtung zum Pressekodex bekannt

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Schlüsselwörter: Pressefreiheit | Integrationsministerin Aygül Özkan |

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Kommentare

Chaim
am 25.07.2010 11:26:58 (84.59.37.xxx) Link Kommentar melden
Das ist echt eine (F)Lachnummer, Aygül Özkan hat doch einen Knall. - Aber das konnte man doch vorher wissen, diese Frau hätte nicht Ministerin werden sollen. Aber der derzeitige Bundespräsident mußte das ja unbedingt noch durchziehen und legte den Niedersachsen dieses faule Ei ins Nest.

Deutschland braucht solche Türken nicht. Schon gar nicht als Minister. Aber das ist das Gute an der Affäre Aygül Özkan: vielleicht wachen die Deutschen mal langsam auf?


Chaim
am 26.07.2010 17:36:50 (84.59.51.xxx) Link Kommentar melden
...Niedersachsens neue Integrationsministerin Aygül Özkan

Komischerweise hat die Frau eine ganz andere Amtsbezeichnung, sie nennt sich "Sozialministerin". Komisch, was?


a.imageshack.us/img708/6837/oz24ayglzkan.jpg




Seltsamerweise ist seit heute morgen 5.00 Uhr die Webseite des Ministeriums nicht mehr aufzurufen.

http://www.ms.nie..._psmand=17

a.imageshack.us/img265/1517/nsmsozialesdienstnichtv.jpg


Ich habe aber einen screenshot von gestern nachmittag 14:24 Uhr... Grin

Da sah es so aus, und von "Intergation" steht da gar nix... Wink

a.imageshack.us/img707/6808/nsmsozialesusw.jpg
Zivilcourage
am 12.08.2010 09:48:52 (95.208.100.xxx) Link Kommentar melden
PRESSEFREIHEIT ??? Das ist nicht nur in Niedersachsen so, daß die Politik massiv die freie Berichterstattung behindert. Hier im Südwesetn von Baden Württemberg dürfen die etablierten Tageszeitungen nichts mehr veröffentlichen was der Vetternwirtschaft im Landratsamt Lörrach nicht gefällt. Unzensiert hat zuletzt 2
Ende 2005 Der Sontag in der Ausgabe Lörrach über die systematischen Schikanen im Kreissozialamt Lörrach berichtet. Eine Hand wäscht die andere in on diesem Sumpf von Behörden und Justiz. Das Menschen jahrelang regelrecht systematisch schikanisiert werden darüber darf die Badische Zeitung und das Oberbadische Volksblatt nicht berichten.
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