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Politik: Politische Meinung

Sexualität, Kontrazeption, Interruptio

Empfängnisverhütung und Schwangerschaftsabbruch schützen die Würde und das Leben!

Dem Klapperstorch die Meinung geigen...
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Auch wenn es offenbar für viele Menschen überraschend klingt oder es ihnen vielleicht auch ganz einfach unbekannt ist: die Kontrazeption, landläufig auch als „Empfängnisverhütung“ oder kurz als „Verhütung“ bekannt, gehört zur Sexualität dazu. Ja, doch, wirklich! Kaum zu glauben, oder?

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Menschen sind nämlich keine Tiere, ihre sexuellen Aktivitäten sind also nicht (mehr) direkt mit der Fortpflanzung gekoppelt, und insbesondere in zivilisatorisch höher entwickelten Gesellschaften entscheiden somit allein diejenigen, die es betrifft – also die Paare – einvernehmlich darüber, ob und wieviele Nachkommen aus ihren sexuellen Begegnung entspringen sollen. Anders herum formuliert: Verhütung ist ein Menschenrecht, und es sichert die Würde des Menschen, vor allem die der Frauen, die bekanntlich direkt körperlich betroffen sind. Doch es sichert ebenfalls die (Menschen-)Würde beider Partner, aus vielerlei sozialen und wirtschaftlichen Gründen, die man heutzutage sicher nicht weiter ausführen muß.

Verantwortlich handelnde Menschen bringen das übrigens auch frühzeitig ihren Kindern bei, und klären sie auch vor der Pubertät über die verschiedenen Möglichkeiten auf, die dem kultivierten Menschen hier zur Verfügung stehen: natürliche Methoden, mechanische Methoden, hormonelle Verhütung, chemische Verhütungsmethoden bis hin zu chirurgischen Methoden. Selbstverständlich gehört auch die sogenannte „Enthaltsamkeit“ zur gesamten Bandbreite der eine Empfängnis verhütenden Methoden, doch auch dies entscheiden die Betroffenen und nicht ein Mann in Frauenkleidern...

Der Papst verbietet es... - warum?
Der Papst verbietet es... - warum?
Daß es sich ein Kirchenoberhaupt wie der Papst überhaupt anmaßt, bezüglich der Methoden der Verhütung irgendwelche absurden und pseudoreligiös begründeten – überdies auch noch definitiv unbiblischen – Weisungen und Verbote auszusprechen, soll hier gar nicht weiter thematisiert werden, da dieser arrogante römische Unfug allein das Problem der Katholiken ist und es auch gern weiterhin ihr Problem bleiben darf, nämlich: ob sie sich einem solchen menschgemachten, widersinnigen und vor allem völlig unmoralischen Blödsinn wirklich unterwerfen wollen. – Kluge Katholiken lassen den alten Mann in Rom nämlich schwätzen was er will und machen einfach das, was sie für richtig halten.

Eigentlich wäre damit schon alles gesagt, alles weitere kann man mit seinem Hausarzt oder einem Therapeuten bei „Pro Familia“ besprechen. Worum also dreht sich die Aufregung überhaupt? Wir waren thematisch doch bei Sexualität und Verhütung? Natürlich... – doch gerade die katholische Kirche verknüpft dies ja mit der Frage nach dem § 218 StGB; somit gleicht sie einem Brandstifter, der den Einsatz von Feuerlöschern nicht nur verhindert, sondern sogar verbieten will... – Somit ist also aus vielerlei Gründen die Frage der Interruptio eine Frage, die mit der Sexualität ebenfalls direkt verbunden ist. Immerhin gibt es soziale, ethische, medizinische oder kriminologische Indikationen für einen Schwangerschaftsabbruch... – ganz sicher jedoch nutzt keine Frau freiwillig diese Methode als eine Form der „nachträglichen Verhütung“.

Der Papst verbietet es... - warum?
Der Papst verbietet es... - warum?
Das Thema hat also über den beschränkten Horizont einer römisch-katholischen Kirche hinaus eine gesellschaftliche Relevanz, weil die christlichen Kirchen sich hier immer wieder aggressiv und bevormundend in rein staatliche Belange einmischen, zum Beispiel in die Frage der Gesetzgebung; damit jedoch zwingen sie nichtchristliche und vor allem die nicht vom absurden Katholizismus betroffenen Menschen gleichwohl unter ihre ideologische Fuchtel, nämlich indirekt über die Gesetzgebung. – Es ist schlimm genug, daß wir in Deutschland nur eine Fristenregelung mit Beratungszwang haben, da braucht es keine weitere Demütigung der betroffenen Frauen und Paare durch mittelalterliche Institutionen.

Schwangerschaftsabbruch

Schwangerschaftsabbruch (umgangssprachlich mit meist negativer Konnotation auch Abtreibung; medizinisch abruptio graviditatis oder induzierter Abort) bezeichnet die absichtliche Beendigung einer Schwangerschaft vor der selbständigen Lebensfähigkeit des Menschen im Entwicklungsstadium als Embryo bzw. Fetus.

Davon ist als übergeordneter medizinischer Begriff der Abort zu unterscheiden, der auch einen natürlichen Spontanabort (Fehlgeburt) umfasst. Schwangerschaftsabbrüche werden meistens in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft durchgeführt. Nach heutigem medizinischen Stand werden Schwangerschaften im Anfangsstadium (einschließlich der 12. respektive 14. Schwangerschaftswoche) überwiegend durch Absaugung oder eine durch Hormongabe ausgelöste Ausstoßung des Embryos aus der Gebärmutter abgebrochen, weiter fortgeschrittene mit den gleichen Mitteln, wie sie auch zur Geburtseinleitung eingesetzt werden, nämlich Prostaglandine und Oxytozin.

Der Papst verbietet es... - warum?
Der Papst verbietet es... - warum?
Am meisten und am besten ärgert man übrigens die fanatischen Frauenhasser damit, daß man ihnen sprachlich keine Unterwerfung leistet; dieselbe rhetorische Halsstarrigkeit wie bei den konsequenterweise Mohammedaner zu nennenden „Muslimen“ leistet hier hervorragende Dienste. Wenn sie also die Interruptio als Mord bezeichnen (das ist eben Meinungsfreiheit!), dann sollten wir normale Menschen ihnen nicht auch noch das tendenziöse Kampfwort „Abtreibung“ schenken, nein, nennen wir es ganz cool Schwangerschaftsabbruch, warum denn nicht?

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03.05.2010 eingesandt von Chaim für OnlineZeitung 24.de

Mit bestimmten Themen kann man sich bekanntlich – auch bei nichtkatholischen Christen – nur in die Nesseln setzen, was allerdings nicht an den Themen liegt, sondern an den diversen Fanatikern, die sich einem bestimmten Thema verschreiben; beim Thema Sexualität und Schwangerschaft sind es also in unseren Breiten alle sich als „christlich“ verstehenden Fundamentalisten, insbesondere also sexualfeindliche Freikirchler neben den bereits erwähnten frauenfeindlichen Katholiken, die sich hier erstaunlicherweise über alle sonst so trennenden konfessionellen Gräben hinweg wunderbar einig sind. Aus dieser Gruppe versponnener Fanatiker entstehen dann solche verbohrten und seelisch kranken Individuen wie der selbsternannte „Lebensschützer“ Klaus Günter Annen aus dem badischen Weinheim an der Bergstraße – selbstverständlich ist der Mann dauerarbeitslos (als Diplom-Kaufmann!), vorbestraft und nach eigenen Angaben insolvent... – was ja immer ganz praktisch ist, wenn man vom Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt wird.

Offenbar ist Dauerarbeitslosigkeit und private Überschuldung ein extrem guter Nährboden für fanatische Weltverbesserer, vor allem wenn dann noch eine ideologische Vergiftung hinzukommt. Während es bei dem im Internet bekannten Pseudo-Anarchisten Winfried Sobottka übermäßiger Drogenkonsum und eine generell pathologische Psychostruktur sein dürfte, reicht bei römisch-katholischen „Christen“ wie Günter Annen offenbar schon die Lektüre einiger Hirtenbriefe und Enzykliken... – die Bibel kennen sie in aller Regel ohnehin nicht.

Ein „Mensch“? - Nein, noch nicht!
Ein „Mensch“? - Nein, noch nicht!
Aus diesem Holz sind also jene – im wirklichen Leben in der Regel seltsamerweise doch wohl eher recht erfolglosen – Weltverbesserer, Welt-Erretter und selbsternannten Messiasse geschnitzt. Sie ähneln damit übrigens der islamistischen Religionspolizei im Iran und in Hamastan, also unter dem derzeitigen Putsch-Regime im Gazastreifen.

Auf neudeutsch nennt man diese ideologisch verbohrten Deppen daher übrigens einfach nur loser... – denn sie bekommen in ihrem eigenen Leben nichts auf die Reihe, wollen aber anderen Menschen zum angeblich „Ewigen Leben“ verhelfen. Sie können jedoch nichts, außer Sozialhilfe und sonstige Almosen kassieren und sich (leider, leider!) fortpflanzen... – also nichts, was die rein animalischen Stoffwechselfunktionen wesentlich überstiege...

Die sachlichen Informationen gegen diese Ideologen findet man überreichlich, wie es sich für das Informationszeitalter gehört, mehr Energie verdienen sie nicht:

Halten wir fest: selbstverständlich ist der Abbruch einer Schwangerschaft kein „Verbrechen“, schon gar kein „Mord“; er rettet im konkreten Fall die Würde, wenn nicht gar das Leben der Frau. Daß die jüdische Tradition dies schon immer so ausgelegt hat, wird hier keinen Leser verwundern. Doch davon dann ein andermal. An dieser Stelle nur soviel: in der katholischen Tradition wird bei einer problematischen Geburt, bei der ein Leben u.U. verlorengeht, das Leben der Mutter geringer geschätzt, und das Kind soll überleben, als Halbwaise, wenn der Tod der Mutter das Leben des Kindes rettet. Wohlgemerkt: die Ärzte müssen nach katholischer Tradition die „Gebärmaschine“ Frau sterben lassen, der Mann kann sich ja problemlos eine neue suchen... – In der jüdischen Tradition ist es genau andersherum: wenn dies das Leben der Frau rettet, muß das Kind sterben, die Frau hat Vorrang.

Es soll nun jeder selbst entscheiden, was ihm – und das ist eine subjektive Entscheidung und ethische Güterabwägung – nun besser schmeckt. Er möge es aber bitte nicht anderen aufdrängen als angebliche „Wahrheit“.

(Fortsetzung folgt.)

  • Bildnachweis:
  • Description: A woman swats away the stork which has brought her her child. Caption: "And the villain still pursues her". Deutsch: "Der Schurke verfolgt sie immer noch". (a turn-of-the-20th-century postcard). Date: circa start of 20th century. Source: Argument in an Off Key. Author: Artist not credited. Via Wikipedia. Permission (Reusing this file): This image (or other media file) is in the public domain because its copyright has expired. This applies to the United States, Australia, the European Union and those countries with a copyright term of life of the author plus 70 years.
  • Opis: Prezerwatywa, z angielskiej wiki. Autor: User Flegmus on pl.wikipedia. Ten plik udostepniony jest na licencji Creative Commons Uznanie autorstwa – Na tych samych warunkach 3.0.
  • Description English: A typical contraceptive diaphragm. Source: Own work. Author: Axefan2. Via Wikipedia. Licensing: I, the copyright holder of this work, hereby release it into the public domain. This applies worldwide.
  • Description English: Condom advertisement in an Austrian newspaper, 1918. GUMMI = rubber, a synonym for condom; SIGI = abbreviation of the German name Siegfied = brand name; center: "Beste Gummi Spezialität Marke Sigi" = best condom specialty trademark Sigi; "ges. gesch" = proprietary; "Zu haben in Apotheken, Drogerien etz. etz." = to be sold in pharmacys, drugstores etc. Deutsch: Condom-Werbung in einer Wiener Zeitung, November 1918. Date: 1 November 1918. Source: "Die Bombe. Illustrierte Wochenschrift." 48. Jahrgang, Nr. 31; Wien: 1. November 1918, p. 7, via Wikipedia. Licensing:This image (or other media file) is in the public domain because its copyright has expired. This applies to the United States, Australia, the European Union and those countries with a copyright term of life of the author plus 70 years.
  • Nachträglich montierter Größenvergleich eines 9 Wochen alten Embryos nach einem Schwangerschaftsabbruch. Die Länge eines Embryo in diesem Entwicklungszustand entspricht etwa dem Durchmesser einer 2 Eurocent Münze (18,75 mm). Erstellt auf Grundlage der Bilder Image: 9-Week Human Embryo from Ectopic Pregnancy.jpg von Ed Uthman, MD. (...). Via Wikipedia. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

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Schlüsselwörter: PRHL | Klaus Günter Annen | muslim-markt.de | § 218 StGB | BGH | PID
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Kommentare

kommt123
am 09.07.2010 20:57:17 (92.231.126.xxx) Link Kommentar melden
Keine Frau entscheidet sich von heute auf morgen für einen Schwangerschaftsabbruch.
Viel einzelne,der Gegebenheit erforderlichen Faktoren spielen da eine Rolle.

Jede Frau,wenn sie sich ein Kind wünscht,die freut sich wenn sie von ihrem Arzt erfährt,dass sie schwanger ist.

Man sorgt sich von dieser Minute an um das im Mutterleib heranwachsende Wesen.
Jede Vorsorgeuntersuchung wird eingehalten und,ja,einige gehen auch gleich Babysachen kaufen.

Um so schwerer dann der Schicksalsschlag,wenn man erfährt,dass das Kind keine Chance hat ein normales Leben zu führen.
Man möchte am liebsten selber sterben,doch das nur im ersten Moment.
Es folgen Gespräche mit dem Arzt,der Familie und ganz wichtig mit dem Mann den man liebt.
Und es kommt auch das Thema Schwangerschaftsabbruch zu Tage.

Bevor man sich für diesen Schritt allerdings entscheidet,sind viele Gespräche notwendig,Gespräche die den Beteiligten helfen,vor allem der Frau,sich richtig zu entscheiden.

Dazu gehört viel Einfühlungsvermögen von allen Seiten.
Was völlig falsch ist,das sind Vorwürfe oder Überredungsversuche die Meinung der Frau in Frage zu stellen.
266
am 10.07.2010 09:10:27 (109.91.162.xxx) Link Kommentar melden
Kluge Katholiken lassen den alten Mann in Rom nämlich schwätzen was er will und machen einfach das, was sie für richtig halten.

Grin Viele Katholiken aus meinem Bekanntenkreis äußern sich tatsächlich in ähnlicher Weise. Generell, also nicht nur auf das Pillenverbot bezogen.

Für mich als Agnostiker ist das ermutigend, zeigt es doch, daß Menschen sich nicht ewig entmündigen und bevormunden lassen von irgendwelchen Ideologen.
321
am 10.07.2010 22:17:52 (88.68.111.xxx) Link Kommentar melden
Gibt es in Europa wirklich noch Menschen, die sich um den Quatsch kümmern, denn da ein alter Mann in Rom faselt? Ich kanns nicht glauben. Sad
300
am 13.07.2010 20:22:36 (62.2.182.xxx) Link Kommentar melden
Sauber! Gib diesen Pfaffen Saures! Wink

Dieser Klaus Günter Annen hat ja wohl den Schuss nicht gehört.
286
am 01.02.2011 21:25:00 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Aber hallo! Das möchte ich doch mal ganz stark betonen!

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