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Politik: Recht & Co.

Gentests an Embryonen contra Menschenwürde

Am 06.07.2010 hat der Bundesgerichtshof (BGH) beschlossen, dass die Präimplantationsdiagnostik (PID) grundsätzlich zulässig sei. Dieses Fehlurteil steht in einer langen Reihe radikal menschenverachtender Beschlüsse von Politik und Justiz; zu den bekannteren Beispielen gehören der "Schadensfall Kind" sowie ganz grundsätzlich die Straffreiheit, d.h. Erlaubtheit der Abtreibung. Angeblich will man doch nur Leid verhindern, ob für das Kind, die Eltern, die Gesellschaft oder für wen auch immer. Man will ja gar keine Selektion, man will eben nur unwertes Leben ausselektieren.

Zur Erinnerung: Am 03.08.1941, mitten in den Wirren des Nationalsozialismus, hielt der Bischof von Münster, Clemens August von Galen, die berühmte "Euthanasiepredigt" - noch heute für jeden eine absolute Pflichtlektüre. Darin heißt es: a**** Wenn man den Grundsatz aufstellt und anwendet, dass man den unproduktiven Mitmenschen töten darf, dann wehe uns allen, wenn wir alt und altersschwach werden! Wenn man die unproduktiven Mitmenschen töten darf, dann wehe den Invaliden, die im Produktionsprozess ihre Kraft, ihre gesunden Knochen eingesetzt, geopfert und eingebüsst haben! Wenn man die unproduktiven Mitmenschen gewaltsam beseitigen darf, dann wehe unseren braven Soldaten, die als schwer Kriegsverletzte, als Krüppel, als Invalide in die Heimat zurückkehren. «Du sollst nicht töten!» Dieses Gebot Gottes, des einzigen Herrn, der das Recht hat, über Leben und Tod zu bestimmen, war von Anfang an in die Herzen der Menschen geschrieben, längst bevor Gott den Kindern Israels am Berge Sinai sein Sittengesetz mit jenen lapidaren, in Stein gehauenen, kurzen Sätzen verkündet hat, die uns in der Heiligen Schrift aufgezeichnet sind, die wir als Kinder aus dem Katechismus auswendig gelernt haben. ****e

Die Verbreitung katholischer Literatur wurde von den Nazis schwer bestraft. So wurde die Enzyklika von Papst Pius XI. "Mit brennender Sorge" (1937) beschlagnahmt; wer sie trotzdem verbreitete, musste mit Verhaftung etc. rechnen. Bekannt sind die sog. "Lübecker Märtyrer": Die drei katholischen Priester Johannes Prassek, Eduard Müller und Hermann Lange und der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink wurden 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet; sie hatten u.a. Predigten wie die von Galens verbreitet.

Nun frage man einmal ganz sachlich, welchen Schutz das ungeborene Leben heute in Deutschland genießt. Ob Kindermord im Mutterleib, ob Selektion von Embryonen - Straffreiheit heißt die Devise. Aber wehe dem, der noch an das Sittengesetz erinnert:

1. Wer Menschen im Mutterleib als Menschen bezeichnet, macht sich strafbar gem. §185 StGB (Beleidigung), so z.B. Johannes Lerle.

2. Wer die Todsünde der Abtreibung als Todsünde bezeichnet, macht sich strafbar gem. §185 StGB (Beleidigung), so z.B. Klaus Günter Annen.

3. Wer die notorische Unrechtsprechung des Verbots der Abtreibungskritik als notorische Unrechtsprechung bezeichnet, macht sich strafbar gem. §185 StGB (Beleidigung), so z.B. der Verf.

Also alles wie gehabt: "Ehrenschutz" ist Täterschutz. Also auch wer für die Rechte der Ungeborenen seine Stimme erheben will, muss sich über drohende Konsequenzen im klaren sein: gerichtliche Schikanen, ruinöse Geldstrafen, Gefängnis "all inclusive" etc. Dann doch wohl besser den Mund halten und möglichst gar nicht an das Massenmorden denken? Abschließend noch ein Ausschnit aus der Euthanasiepredigt:

a**** Wer aber fortfahren will, Gottes Strafgericht herauszufordern, wer unsern Glauben lästert, wer Gottes Gebote verachtet, wer gemeinsame Sache macht mit jenen, die unsere Jugend dem Christentum entfremden, die unsere Ordensleute berauben und vertreiben, mit jenen, die unschuldige Menschen, unsere Brüder und Schwestern, dem Tode überliefern, mit denen wollen wir jeden vertrauten Umgang meiden, derer Einfluss wollen wir uns und die Unsrigen entziehen, damit wir nicht angesteckt werden von ihren gottwidrigen Denken und Handeln, damit wir nicht mitschuldig werden und somit anheim fallen dem Strafgericht, das der gerechte Gott verhängen muss und verhängen wird über alle, die gleich der undankbaren Stadt Jerusalem nicht wollen, was Gott will. ****e

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Schlüsselwörter: Bundesgerichtshof | Lebensschutz
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Kommentare

kommt123
am 09.07.2010 11:04:21 (92.224.98.xxx) Link Kommentar melden
Ist das ,das Wort zum Sonntag?

"Pater" Lingen predigte:

zu den bekannteren Beispielen gehören der "Schadensfall Kind" sowie ganz grundsätzlich die Straffreiheit, d.h. Erlaubtheit der Abtreibung. Angeblich will man doch nur Leid verhindern, ob für das Kind, die Eltern, die Gesellschaft oder für wen auch immer. Man will ja gar keine Selektion, man will eben nur unwertes Leben ausselektieren.


Ich habe dir schon mal kommentiert:
Mit welchem Recht nimmst du dir heraus zu entscheiden,was gut und böse ist?Shock

Im anderen Teil deiner "Predigt" habe ich ja keine Antwort bekommen,vielleicht funzt es ja hier.
kommt123
am 09.07.2010 11:35:38 (92.224.98.xxx) Link Kommentar melden
Chaim
am 09.07.2010 11:16:56 (88.68.115.xxx) Link Kommentar melden
Wie gesagt, Männer sollten sich zu diesem Thema ganz still und dezent verhalten. Ich rechne jetzt mal auch echte oder eingebildete Priester als "Männer", der Einfachheit halber.



Auch Männer,bin ich der Meinung,können sich gerne zu diesem Thema äußern.
Sie sind ja auch an der Entstehung nicht ganz unbeteiligt.
Nur wenn man schon über dieses,für die Frau keinesfalls als Vergnügen anzusehen,Thema schreibt,dann erwartet man schon sehr viel Einfühlungsvermögen.
Denn es gibt so viele Gründe für eine Abtreibung,das kann man nicht so wie hier,ziemlich respektlos der Frau gegenüber,in einem Abschnitt unter"Nebenbei" kommentieren.

Sie seelischen Schmerzen,die eine Frau durchmacht wenn sie sich für diesen Schritt entscheidet,heilen nie ganz.
Immer wenn solche Frauen,auch nach Jahren,schwangere Frauen sehen,Babys die im Mutterleib wachsen,dann werden sie damit,mit ihrer Entscheidung zum Beenden eines beginnenden Lebens konfrontiert.Frown

Drum ist dieser Kommentar in dem Beitrag von diesem "Pater" einfach daneben.
Nicht nur das,er ist überflüssig!
Angry
Hartmut Holz
am 09.07.2010 17:04:48 (217.80.196.xxx) Link Kommentar melden
Welche pssychischen Schäden sollen die Pastoren und die Mitglieder der Kirche denn haben?

Ich wüsste keine. Antichristen sollten einmal ihre Haltung, zur Gesellschaft, überprüfen.

Und weg mit den Gentets. Denn wenn diese durchgesetzt werden, dann sind wieder bei den Selektionen der Machthaber des ehemaligen Dritten Reiches.
kommt123
am 09.07.2010 19:09:43 (92.230.248.xxx) Link Kommentar melden
Hartmut Holz schrieb:
Und weg mit den Gentets. Denn wenn diese durchgesetzt werden, dann sind wieder bei den Selektionen der Machthaber des ehemaligen Dritten Reiches.


Es gibt Situationen,da ist so eine ,wie du sie nennst "Selektion",unumgänglich.

Und das hat auch nichts mit Machthaber des ehemaligen dritten Reiches zu tun.
Das ist vollkommener Nonsens was du den Frauen unterstellst.

Wenn sich herausstellt,das das Kind behindert zur Welt kommt und es eine Qual für das Kind ist zu leben und es wird einem bestätigt,das Kind wird höchstens 5 Jahre alt und in der ganzen Zeit wird es leiden,dann ist ein Abbruch ja wohl gerechtfertigt.
Wenn ich so was schon lese,ich könnt kot*en über solche unqualifizierten Meinungen und dann noch die Frauen als quasi,im übertriebenen Sinn als "Mörder" darstellen.
Shock

Am besten ich lese hier nicht mehr in diesem Bericht,reg ich mich nur auf...Sad
kommt123
am 09.07.2010 20:05:16 (92.231.126.xxx) Link Kommentar melden
Genau,größer ist es nicht,auch nicht wesentlich größer mit 12 Wochen.
Und so ein Eingriff ist manchmal wirklich das einzig Richtige.

Wenn man dann einen netten Arzt hat,der einem alles erklärt und auch manch ethische Zweifel aus dem Weg räumt,denn man kann ja schon die Finger und alles erkennen,ist es okay.
Nicht schön,aber wie ich schon schrieb(weiter oben),in manchen Fällen eben notwendig.
Und auf keinen Fall Mord.Frown
kommt123
am 09.07.2010 20:20:11 (92.231.126.xxx) Link Kommentar melden
Chaim schrieb:

Die Mutter dagegen ist ein Mensch, und deshalb hat sie Vorrang.


Darüber braucht man auch nicht zu diskutieren.
Im Zweifelsfall immer für die Mutter,ohne wenn und aber.

Für beide ,für den Mann und noch mehr für die Frau ist es eh schon schwer genug sich für so einen Schritt zu entscheiden.
Aber sich dann noch Vorwürfe anzuhören,ein absolutes No GO.
kommt123
am 09.07.2010 21:08:01 (92.231.126.xxx) Link Kommentar melden
Der Beitrag ist eine Verletzung für jede Frau,deshalb lohnt es sich auch nicht hier noch weiter zu diskutieren.

Man verletzt in Sekunden,ohne zu ahnen dass diese Verletzung fast ins Herz geht.

Aber woher soll ein"Pater"das auch wissen.

Vernarrt in Hass ;und Menschenwürde ist wohl auch ein Fremdwort.

Ich hoffe,dass nie eine Frau aus seiner Familie in eine Situation gerät,in eine Situation wo es darum geht:
Entweder-Oder!
266
am 10.07.2010 09:03:16 (109.91.162.xxx) Link Kommentar melden
Zum Artikel:
zu den bekannteren Beispielen gehören der "Schadensfall Kind" sowie ganz grundsätzlich die Straffreiheit, d.h. Erlaubtheit der Abtreibung.
Unser Rechtsstaat hat das klar geregelt, was straffrei ist, wann und aus welchen Gründen. Um es deutlich zu sagen: eine generelle Fristenlösung - also ohne einen unter Umständen entwürdigenden Indikationsnachweis mit Zwangsberatung ausgerechnet bei kirchlichen Stellen - wäre sinnvoller.
IPG Independent Pressgroup
am 10.07.2010 21:17:36 (90.169.92.xxx) Link Kommentar melden
Nun frage man einmal ganz sachlich, welchen Schutz das ungeborene Leben heute in Deutschland genießt. Ob Kindermord im Mutterleib, ob Selektion von Embryonen - Straffreiheit heißt die Devise.


So ein wichtiges Thema, welches JAHRELANG von zahlreichen Ausschüssen totdiskutiert wurde, so banal zu verhunzen, dazu gehört schon viel Unkenntnis und Unwissen.

Denkfehler Nummer eins ist schon klar ersichtlich, PID= PräimplantationsDIAGNOSTIK mit ABTREIBUNG gleichzusetzen.

Denkfehler Nummer zwei ist, aus einer DIAGNOSTIK gleichzeitig eine SELEKTION zu konstruieren.

Denkfehler Nummer drei ist, dass nicht IRGENDJEMAND das LEBEN eines Menschen oder werdenden Lebens beendet, sondern man LÄSST ein nachgewiesenermassen NICHT LEBENSFÄHIGES Kind nicht implantieren.
D.h im Klartext, man vermeidet, einer Mutter ein totgeborenes oder lebensunfähiges, sterbenskrankes Leben zu implantieren.

Die PID nutzen regelhaft NUR die Menschen, die bereits wissen, dass sie einen Fehlercode in ihren Genen tragen, dass sie bereits ein oder mehrere Kinder zu Grabe getragen haben.
Leider gibt es in Deutschland ein Gesetz, das für die IVF (In Vitro Fertilisation) vorschreibt, dass max. 3 Embryonen pro Befruchtung eingesetzt werden dürfen.
Wenn nun 10 zur Verfügung stehende Embryonen eingesetzt werden KÖNNTEN- wer will hier ernsthaft Eltern zumuten, dass sie riskieren sollten, ein schwerstkrankes und lebensunfähiges Kind auszutragen, um dann dessen Leiden und vorprogrammiertes Sterben auszuhalten?
Pater Lingen, Sie haben sich ein absolutes Armutszeugnis ausgestellt, Sie zeigen, dass es Ihnen nur um Wichtigtuerei geht, dass Sie von der Sache selbst rein gar nichts verstehen und dass Sie einfach nur schwadronieren wie ein Blinder von der Farbenvielfalt.
Sie sollten sich vorab mal informieren, bevor Sie Menschen, die sich nichts mehr wünschen als einem gesunden, lebensfähigen Kind das Leben zu schenken, irgendwelche Makel andichten.
Wer einfordert, dass die Gesellschaft auch kranke und behinderte Kinder aufziehen soll, der muss auch bereit sein, diesen betroffenen Eltern mit Geld und mit Unterstützung zu helfen.
Solange aber die meisten Ehen unter der Belastung eines schwerstbehinderten Kindes zerbrechen, solange Frauen keine Rücksicht im Beruf erfahren, weil sie einen Pflegefall zuhause haben, solange jede Hilfeleistung zum Antragsspiessrutenlauf gemacht wird, haben Leute wie Sie die Klappe zu halten, denn Ihre ganze Leistung besteht darin, diejenigen zu verunglimpfen, die Leid und Schmerz im Vorfeld vermeiden durch eine unschädliche Diagnostik.
So, wie eine Frau ab einem gewissen Alter eine Nackenfaltenuntersuchung oder einen Tripletest beim Kind durchführen lassen kann, ohne dass man sie dafür verurteilt, haben Paare mit Kinderwunsch das Recht, ihre Embryonen auf genetische Krankheiten untersuchen zu lassen.
Gelinde gesagt, vielleicht haben Ihre Eltern da vielleicht die eine oder andere Untersuchung versäumt.Sad
321
am 10.07.2010 22:23:16 (88.68.111.xxx) Link Kommentar melden
im Klartext, man vermeidet, einer Mutter ein totgeborenes oder lebensunfähiges, sterbenskrankes Leben zu implantieren

Logisch. Wer aber voller Hass und Ideologie ist, der kann nicht klar denken und nicht klar sehen, so geht es offensichtlich dem Autor dieses Pamphlets. Danke an IPG für diese schöne Analyse.
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