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Sport: Fußball

Das Tor von Bloemfontein

WM 2010 in Südafrika

Spätestens seit dem gestrigen Weltmeisterschaftsspiel zwischen Deutschland und England flammt die Diskussion um die Einführung eines Videobeweises oder anderer elektronischer Hilfsmittel zur Verhinderung von krassen Fehlentscheidungen der Schiedsrichter wieder auf.

Das Spiel was 4 : 1 für Deutschland endete, wurde von einer wirklich schweren Fehlentscheidung entscheidend beeinflusst. Ein Schuss des Engländers Frank Lamperd, der von Latte sehr deutlich hinter die Torlinie sprang und somit ein eindeutiges Tor war, wurde den Engländern nicht anerkannt. Dies geschah gerade in einer Phase in der sich die „Three Lions“ von dem 2 : 0 auf ein 2:1 heran gekämpft hatten. Das nicht gegebene Tor hätte den Ausgleich bedeutet und das Spiel wieder offener gestaltet. Sicher könnte man jetzt behaupten, das sei ausgleichende Gerechtigkeit für das Wembley Tor von 1966, doch ein bitterer Beigeschmack bleibt dennoch.

Warum eigentlich wehrt sich die FIFA so vehement gegen den Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln zur Beweisführung in strittigen Situationen. An der Technik kann es ja wohl nicht liegen, denn die scheint ausgereift genug. Wenn die Menschheit in der Lage ist Nummernschilder von Autos mit Hilfe von Satelliten aus den Weltraum zu identifizieren und zwar absolut zweifelsfrei, dann sollte es ja wohl unumstritten sein, das es möglich ist, mit Hilfe des Videobeweises oder eines elektronisch markierten Balles solche krassen Fehlurteile zu verhindern. Der Argumentation, dass solche Hilfsmittel den Spielfluss unterbrechen würden kann ich nicht folgen. Mehr als die teilweise oskarreifen Schauspielvorstellungen der Rasenkünstler nach einem harmlosen Foul würde der Spielablauf auch nicht gestört werden.

Ich als Zuschauer plädiere für die Anwendung des Videobeweises, denn ich will ehrliche Ergebnisse. Und ich bin mir sicher die Mehrheit der Spieler auch. Und wer jetzt denkt das das nicht gegebene Tor im Spiel der Deutschen gegen England die einzige schwerwiegende Fehlentscheidung war, der sieht sich getäuscht. Auch im anderem Halbfinale zwischen Argentinien und Mexiko wurde den Argentiniern ein klares Abseitstor als Treffer anerkannt.

YouTube Video

Bei 0:46 ca. wird das nicht gegebene Tor gezeigt

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Schlüsselwörter: Bloemfontein | Deutschland | England | Tor | WM 2010
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Kommentare

Kindergaertner
am 28.06.2010 23:45:02 (217.224.110.xxx) Link Kommentar melden
Ich bin gegen die Einführung des Videobeweises. Netzer sagte sinngemäß: "Die Spieler sind nicht perfekt, der Fußball ist nicht perfekt ... und das sollte auch so bleiben". Ich sehe das auch so.
Vielleicht würde ich das anders sehen, wenn das gestern gegen Deutschland passiert wäre, aber ich denke nicht.
So blöd es auch klingen mag, der Fußball lebt auch von seinen Fehlentscheidungen, dadurch entstehen Mythen und Geschichten (Hand Gottes, Wembley Tor). Auch wenn es nicht fair ist, es gehört für mich einfach dazu.
Ich fände es aber nicht verkehrt, einen sogenannten Torrichter einzusetzen.
kommt123
am 29.06.2010 19:21:52 (92.231.124.xxx) Link Kommentar melden
Wir haben den Engländern gar kein Tor geklaut.
Hier ist der Beweis:

i.imgur.com/QxJvh.jpg

Grin
Hartmut Holz
am 30.06.2010 16:55:07 (217.80.196.xxx) Link Kommentar melden
Das war genauso wie im Jahr 1966. Damals spielte ja das deutsche Team, bei
der Fußballweltmeisterschaft, im Londoner Wembley Stadion gegen England.

Und noch heute wird gerätselt, ob das eine Tor nun drin war oder nicht.

Die heutige Lage war so, dass das Tor, im Spiel gegen England, eigentlich hätte
gegeben werden müssen.

Das Spiel wäre aber dadurch nicht beeinflußt worden. Denn die Engländer haben, letzten Sonntag, sehr sehr schlecht gespielt und haben damit verdient verloren.

Nun den Vidoebeweiß einzuführen? Könnte sein, dass das etwas bringt. Aber ob dieser Beweis nun wirklich eingeführt wird, dieses bleibt dahingestellt.

Und Fehlentscheidungen, der Schiedsrichter, sind nun einmal nicht zu vermeiden und sie wird es immer geben. Damit müssen wir eben leben.
349
am 02.07.2010 20:31:08 (76.76.104.xxx) Link Kommentar melden
Wenn die Menschheit in der Lage ist Nummernschilder von Autos mit Hilfe von Satelliten aus den Weltraum zu identifizieren und zwar absolut zweifelsfrei, dann sollte es ja wohl unumstritten sein, das es möglich ist, mit Hilfe des Videobeweises oder eines elektronisch markierten Balles solche krassen Fehlurteile zu verhindern. Der Argumentation, dass solche Hilfsmittel den Spielfluss unterbrechen würden kann ich nicht folgen.
Genau richtig argumentiert, es ist wirklich eine Schande, was da passiert ist.

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