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Was ist daraus geworden? – Der mysteriöse Tod des David Carradine

Carradines Ehefrau reichte Klage gegen die französische Filmgesellschaft MS2 S.A. ein

Klage bei Gericht.
Klage bei Gericht.
Noch immer gibt der Tod des Schauspielers David Carradine, der vor rund einem Jahr tot in seinem Hotelzimmer in der thailändischen Hauptstadt Bangkok aufgefunden worden war, Stoff für Spekulationen. Die offizielle Version, dass der Tod die Folge einer Art Unfall bei recht ungewöhnlichen Selbstbefriedigungspraktiken war, scheint wahrscheinlich, ist jedoch auch heute noch umstritten. Fest steht lediglich, dass David Carradine erstickt ist und ein Selbstmord nach Aussagen der Gerichtsmediziner ausgeschlossen ist.

Anne Carradine, David Carradines fünfte und letzte Ehefrau, behauptet nun, die Produktionsfirma, die mit Carradine in Bangkok Dreharbeiten zu einem neuen Film („The Stretch“) machte, sei Schuld an seinem Tod und hat deshalb Klage gegen die Produktionsfirma, die französische Filmgesellschaft MS2 S.A., eingereicht. Der Verlust ihres Ehemannes würde ihr immer noch – und auch weiterhin – großen Schaden zufügen. Sie will nun eine Entschädigung erstreiten, dessen Höhe nicht genannt wurde. Wenn der Prozess vor einem US-Gericht geführt wird, dürfte es sich um eine mehrstellige Millionenhöhe handeln, denn die US-Gerichte sind bei Schadenersatzklagen für ihre oft unangemessen hohen Summen weltbekannt.

Die Klageargumentation der auf „widerrechtliche Tötung“ lautende Klage wurde wie folgt angeführt:

Laut Filmvertrag sollten ein persönlicher Assistent und weitere Kollegen dafür sorgen, dass sich Carradine in Bangkok wohlfühlt und zurechtfindet. Dies sei genauso versprochen worden wie eine erstklassige Versorgung des Schauspielers.

Sowohl der Assistent ihres Mannes, als auch andere Crew-Mitglieder haben nach Ausführung von Anne Carradine grob fahrlässig gehandelt. Niemand von der Produktionsfirma habe sich während der Dreharbeiten angemessen um ihn gekümmert. Kurz vor seinem Tod wurde er sich in seinem Hotelzimmer selbst überlassen als die anderen zum Essen gingen. Zwar hatten einige Crew-Mitglieder vergeblich versucht ihn zu erreichen, es aber versäumt nachzuschauen.

Wie es heißt, soll Carradine in diesen letzten Stunden vor seinem Tod mehrmals erfolglos versucht haben die Produktionsfirma telefonisch zu erreichen. In den Dokumenten, die dem Gericht inzwischen vorliegen liest sich dies u. a. so: „Die Angeklagten haben es versäumt, die Standardmaßnahmen der Industrie zu befolgen und dem Darsteller David Carradine während der Dreharbeiten zu ‚Stretch’ genügend Assistenz in Bangkok, Thailand, bereitzustellen.“

Über den Ausgang der Klage darf man gespannt sein…

Fotolegende: Jetzt klagt David Carradines Ehefrau vor Gericht auf Schmerzensgeld. Foto: Michael Grabscheit, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: David Carradine | Schauspieler | Bangkok | Thailand | TV-Star | Klage
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Kommentare

Alex Mais
am 13.06.2010 09:29:47 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Ja, die Klageargumentation ist mir auch ziemlich unverständlich, fußt sie doch darauf dass er allein im Zimmer war - praktisch ohne Aufsicht. Daran sehe ich im Grunde auch nichts Schlimmes, denn ich wollte auch nicht 24 Stunden am Tag einen Assistenten auf der Pelle haben. - Über eine psychische Erkrankung ist mir nichts bekannt...

Die Schlußfolgerung Mord oder Unfall ist definitiv richtig, wobei ich persönlich zur "Unfallthgeorie" neige. Aber auch von Mord war ja die Rede. Die Familie brachte ja schon damals sogenannte Kung-Fu-Sekten/-Geheimbünde (auch: Martial-Art-Mafia) ins Gespräch. Ob die aber an Carradine Interesse gehabt haben wage ich doch etwas zu bezweifeln.
Alex Mais
am 13.06.2010 09:45:22 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Genauso sollte man dass m. E. sehen. Das Einzige, was man den Leuten von der Filmgesellschaft vorwerfen könnte wäre, dass diese, nachdem sie offenbar mehrmals versucht haben Carradine zu erreichen, nicht weiter nachgeforscht haben. In seinem Alter konnte/musste man gegebenenfalls damit rechnen, dass etwas passiert sein könnte (wenn man auch von den tatsächlichen Umständen nicht unbedingt ausgehen konnte).

Ist dann auch die Frage: War er zu diesem Zeitpunkt bereits tot?

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