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Sport: Kampfsportarten

Das Comeback ging in die Hose


Am Samstagabend stieg sie, die so genannte „Nacht der Antworten“, so hatte der live aus dem Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen übertragende Fernsehsender RTL sich das sinnige Motto für den Kampfabend mit Axel Schulz in der Hauptrolle einfallen lassen. Die Antwort gab es viel zu schnell und es war auch nicht die Antwort, die sich viele Boxfans gewünscht haben.

Der Comebackversuch des „sanften Riesen“, wie Axel Schulz auch genannt wird, ging gründlich in die Hose. Nur in der ersten der sechs Runden konnte Schulz einigermaßen mithalten, alle anderen gingen klar an Brian Minto, der an Position 26 der Weltrangliste geführt wird. Ab der zweiten Runde war es nicht mehr mit anzusehen was Axel Schulz da zusammenboxte, soweit man das noch als boxen bezeichnen kann. Immer wieder den harten Schlägen des Amerikaners aus dem Westen Pennsylvanias ausgesetzt taumelte Schulz von einer Ringecke in die andere. Der erste Niederschlag kam in der vierten Runde und das ganze endete in der Kampfaufgabe in Runde sechs.

Ein Konzept konnte man bei Axel Schulz nicht erkennen und man stellt sich die Frage was hat Axel Schulz eigentlich in dem einem Jahr Vorbereitungszeit gemacht? Es fehlte jegliche Fitness und boxerische Klasse war auch zu vermissen. Gut Axel hat noch nie massenwirksam geboxt, der Boxstil eines Axel Schulz, war der eines Zögerers, der so boxte, als gäbe es eine Blockade irgendwo zwischen Hirn und Hand. Aber mit solch einer katastrophalen Vorstellung haben nicht einmal die größten Pessimisten gerechnet.

Sollte es doch diesmal alles anders laufen. Motiviert sei er und er wolle den Kampf, hieß es im Vorfeld. „Früher boxte er wer er musste diesmal weil er es wollte“, so die Worte des Axel Schulz im Vorfeld. Kann man ihm das abnehmen? Diese radikale Veränderung, so sie auch noch nach dem Gang aus der Kabine hinauf ins Scheinwerferlicht Bestand gehabt hätte, wäre seine Chance gewesen. Er nutzte sie nicht und meine Meinung ist, er wollte sie auch nicht nutzen. Ein unbedingter Wille zum Sieg war nicht zu erkennen.

Bleibt die Frage offen „Was wollte Axel Schulz eigentlich damit erreichen?“ Die dicke Börse einstreichen? Immerhin bekam er für seinen kläglichen Auftritt eine fürstliche Entlohnung von 1,5 Mio. Euro. Ich lasse die Beantwortung dieser Frage einmal offen. Jeder der den Kampf gesehen hat, kann sich selbst eine Meinung darüber bilden.

Letztendlich hat dieser Auftritt dem Ansehen von Axel Schulz geschadet und er hätte lieber zu Hause bei Frau und Kind bleiben sollen, als sich so dem Spott der Boxwelt auszusetzen!

René Thurow für onlinezeitung24.de

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Schlüsselwörter: Boxen | Comeback | Axel Schulz

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