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Was das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie früher war

Heute vor 100 Jahren (23): Einweihung der Kaiser-Wilhelm-Akademie

Kaiser Wilhelm II.
Kaiser Wilhelm II.
Im Jahre 1910 regierte Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen (* 27.01.1859, † 04.06.1941), besser bekannt als Wilhelm II., Deutschland. Er war der Enkel des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. und der Sohn von Kaiser Friedrich III. Nachdem sein Vater im Jahre 1888 nach nur 99tägiger Amtszeit starb, wurde Wilhelm II. mit erst 29 Jahren sein Nachfolger. Aus der Dynastie der Hohenzollern stammend war er auch König von Preußen.

Die Gemahlin von Kaiser Wilhelm II. war die Prinzessin Auguste Viktoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (* 22.10.1858, † 11.04.1921), die durch die Eheschließung zur deutschen Kaiserin und Königin von Preußen wurde. Wie auch ihr Gemahl, Kaiser Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser war, war sie die letzte deutsche Kaiserin.

Das heutige Bundesministerium.
Das heutige Bundesministerium.
Am 10.06.1910 war das deutsche Kaiserpaar bei der Einweihung der neuen Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen zugegen. Mit dem Bau der neuen Gebäude an einem neuen Standort war im Jahr 1905 begonnen worden. Die Baupläne des auf Wunsch von Wilhelm II. im neobarocken Stil gestalteten Gebäudekomplexes waren durch das Architekturbüro Cremer & Wolffenstein angefertigt worden. Die bildhauerischen Arbeiten nahmen Max Klein, Otto Lessing und Albert August Karl Manthe vor.

Die Vorgeschichte der Kaiser-Wilhelm-Akademie reicht bis zum Jahre 1792 zurück. In diesem Jahr, nach der Kanonade von Valmy, erkannte der damalige preußische König Friedrich Wilhelm II., dass es mit dem Können der Militärärzte nicht zum Besten stand. Deshalb erließ er den Befehl eine chirurgische Pépinière zur Aus- und Weiterbildung von Militärärzten zu errichten. Diese wurde dann am 02.08.1795 von Johann Goercke gegründet, der auch der erste Leiter der Pépinière war.

Im Jahr 1818 wurde die Pépinière in „Medizinisch-chirurgisches Friedrich-Wilhelm-Institut“ umbenannt. Diesen Namen behielt sie bis zum Jahr 1895 mit der erneuten Umbenennung in „Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen“. Im Jahr 1919 musste die Kaiser-Wilhelm-Akademie als Auflage des Versailler Vertrages aufgelöst werden.

Erst am 01.10.1934 wurde sie als „Militärärztliche Akademie“ wiedereröffnet und unterstand direkt dem Heeres-Sanitätsinspekteur. Zehn Jahre später, im Jahr 1944, wurde die Militärärztliche Akademie nach Breslau verlagert. Im Folgejahr wurde sie endgültig geschlossen.

Zu DDR-Zeiten erfolgten an den Gebäuden bauliche Veränderungen. Sie wurden danach als Regierungs- und Diplomatenkrankenhaus genutzt. Nach der Wiedervereinigung begann im Jahre 1996 der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes, das seit 1998 das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beherbergt.

  1. Fotolegende: Kaiser Wilhelm II. Fotoquelle: Wikipedia (gemeinfrei).
  2. Fotolegende: Seitenansicht des heutigen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (frühere Kaiser-Wilhelm-Akademie). Foto: Karsten11. Fotoquelle: Wikipedia (gemeinfrei, vom Urheber freigegeben).

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Schlüsselwörter: Kaiser-Wilhelm-Akademie | Berlin | Bundesministerium für Wirtschaft | 1910
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