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Dumm, dümmer, Mankell

Warum ich „Kommissar Kurt Wallander“ nicht mehr lesen mag

Antisemitismus ist eine Form der Dummheit
Antisemitismus ist eine Form der Dummheit
Hand aufs Herz: würden Sie einem Zeugen trauen, der objektiv und erwiesenermaßen eine Seemeile, also 1,8 km, genau genommen 1.852 Meter, von einer konkreten Situation entfernt ist? Der dann jedoch angibt, er sei „am Ort des Geschehens“ gewesen? Und außerdem sogar noch vorgibt, die Situation dort, also in 1,8 km Entfernung, bei zwei auf Meereswellen dümpelnden Schiffen, genau beschreiben zu können? Ohne Fernglas? Insbesondere wenn er aus dieser Entfernung gesehen haben will, wer was gemacht hat, wer welche Waffen eingesetzt hat (oder nicht)... – würden Sie einem solchen Zeugen Glauben schenken?

Eben. Natürlich nicht. – Kein vernünftiger Mensch glaubt einem solchen Zeugen, deswegen tue ich es auch nicht.

Aber statt dessen werden wir doch mal konkret – rein aus Spaß an der Freud' und als ein die Logik schulendes Gedanken-Experiment –, reisen wir in unserer Phantasie nach Berlin und stellen uns westlich direkt vor das Brandenburger Tor. Unser Vorteil: es ist heller Tag, weder unser Standort noch der beobachtete Punkt bewegt sich. – Wir stellen uns weiter vor, Berlin sei völlig leer, wir haben also freien Blick. Das Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals lassen wir links liegen, der Reichstag ist rechts von uns, wir sehen in Richtung des Sowjetischen Ehrenmals... – Wir blicken nun genau in Kompaßrichtung 264°, also grob gesagt etwa in Richtung Westen, die „Straße des 17. Juni“ entlang, und sehen in genau einer Seemeile Entfernung die Siegessäule auf dem „Großen Stern“; der Platz ist ebenso autofrei wie die „Straße des 17. Juni“, stellen wir uns weiterhin vor, wir haben also freie Sicht auf den Mittelplatz des „Großen Stern“. – So, das ist mal das setting.

Und auf dem Platz um die „Goldelse“ sind nun ca. 100 Menschen, das können wir zwar nicht sehen oder schätzen, aber das wissen wir. – Große Preisfrage: was sehen wir eigentlich, aus einer Seemeile Entfernung, vom Brandenburger Tor aus? Wichtig ist dabei zu wissen, was „sehen“ genau meint; üblicherweise versteht man unter visueller Wahrnehmung („sehen“) im physiologischen Sinn „...die Aufnahme und Verarbeitung von visuellen Reizen, bei der eine Extraktion relevanter Informationen, Erkennung von Elementen und deren Interpretation durch Abgleich mit Erinnerungen stattfindet. Somit geht die visuelle Wahrnehmung weit über das reine Aufnehmen von Information hinaus...“ (Quelle). – Der letztgenannte Umstand enthält übrigens die bekannten Möglichkeiten der optischen Täuschung, doch davon einmal ganz abgesehen; auch den Effekt der „selektiven Wahrnehmung“ (i.e. Interesse steuert die Wahrnehmung, vulgo: „man sieht (nur) das, was man sehen will“) durch priming oder framing lassen wir hier zugunsten des großen Roman-Autors Henning Mankell einmal gänzlich außer Betracht, ebenso alle anderen Effekte der kognitiven Verzerrung. – Wir wollen uns einfach nur klarmachen: was sehen wir in einer Entfernung von 1,8 km, bei freier, ungehinderter Sicht, an einem Sommervormittag gegen 11.00 Uhr MSEZ, die Sonne schräg links hinter uns aus Südost? Was sehen wir dort, am „Großen Stern“?

Henning Mankell lügt...
Henning Mankell lügt...
Richtig: wir können nicht einmal die einzelnen Menschen erkennen. Wir sehen nichts, genauer gesagt, nicht viel. Genauso wenig, wie Henning Mankell, der große Lügner, sehen konnte von seinem Schiff „Sofia“ aus.

(+ Bild vergrößern)

Der übermüdete Autor mit der großen Phantasie konnte nichts sehen im Dunkeln, als er nach seiner Nachtwache, morgens um 4 Uhr, also noch vor dem Morgengrauen, im östlichen Mittelmeer in Richtung der „Mavi Marmara“ blickte, die gerade von Soldaten der IDF aufgebracht wurde, weil der Kapitän entgegen der Weisungen der IDF die Seeblockade von Gaza durchbrechen wollte. – Daß die Hamas von Gaza aus Krieg gegen Israel führt und Gaza somit Kriegsgebiet ist, das selbstverständlich von Israel in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht durch eine Blockade abgeriegelt werden darf, sollte sich inzwischen auch zu den linken Gutmenschen herumgesprochen haben. Und daß es dunkel war, wissen wir aus den vielen anderen Quellen, die es zum Ereignis gibt, beispielsweise von den Videos, die zeigen, daß die „friedlichen Aktivisten“ auf der „Mavi Marmara“ von oben Molotow-Cocktails in die Schlauchboote der IDF warfen...

Übrigens, wer sich die Vergrößerung des Berlin-Bildes ansieht, hat fast genau die Höhe über dem Boden, die der Entfernung Henning Mankells von dem Terroristen-Schiff „Mavi Marmara“ entspricht, nämlich 1,97 km. – Und? Sieht man Menschen? Autos? Nein, natürlich nicht, Menschen sind erst ab einer Entfernung von etwa 1.000 m als Punkt zu erkennen. Außerdem, wie gesagt, es war dunkel, morgens um 04.00 Uhr MESZ (entspricht 03.00 Uhr MEZ).

Also, wir wissen es nun: Henning Mankell lügt. Er kann nichts von der „Sofia“ aus auf der „Mavi Marmara“ beobachtet haben. Er kann auch keine Aussagen darüber machen, wie schwer der angebliche Hilfskonvoi bewaffnet war und was tatsächlich alles an Bord war. Er hat auf diese Entfernung und im Dunkeln weder eventuell vorhandene Schußwaffen der türkischen Terroristen sehen können noch die zweifelsfrei vorhandenen und recht brutal eingesetzten Schlag- Schleuder- und Stichwaffen der „friedlichen“ Türken, auch nicht ihre Molotow-Cocktails. – Jeder, der denken kann, weiß das, wenn er zwei und zwei zusammenzählt. Fragt keiner der Journalisten danach? Konfrontiert ihn kein Journalist mit seinen Lügen und Widersprüchen? Ist das kritischer Journalismus, der abwägt, der sich freihält davon, als Propaganda-Sprachrohr mißbraucht zu werden? Fallen keinem außer mir die Widersprüche auf? Oder ist dieser folgende Titel eines FR-Artikels ironisch gemeint?

Henning Mankell

Der berühmte Augenzeuge

Von Martina Döring und Hannes Gamillscheg

Sein selbst auferlegtes Schweigen dauerte nicht lange. Übernächtig, unrasiert und mit teils geborgten Klamotten war Henning Mankell am Dienstagabend, aus Israel in Schweden eingetroffen. Mit ausführlicheren Erklärungen wollte er warten, bis auch die letzten seiner Kollegen aus dem "Free Gaza"-Konvoi aus der Haft entlassen waren, sagte er. Jetzt sind sie frei, und Mankell redet.

Schon am Donnerstag, nicht mal 48 Stunden nach seiner Rückkehr, setzte der 62-jährige Erfolgsautor in Berlin die wegen des Gaza-Trips unterbrochene Lesetournee fort. Bei aller Begeisterung für den Schriftsteller Mankell war klar: Jetzt steht der politische Aktivist im Mittelpunkt des Interesses, und er rede als "Augenzeuge", betont Mankell. Er berichte nichts, was er nicht selbst gesehen habe: "Ich lüge nicht."

In Israel sieht Mankell Parallelen zu Südafrikas Apartheidsystem. "Ich habe dessen Zermalmung miterlebt", sagt der Autor. Auch damals kämpfte er in der Boykottfront, jetzt sehe er "das Monster wieder erwachen". Er nahm an den Protesten gegen den Vietnam-Krieg und gegen Portugals Kolonialkrieg in Afrika teil, er engagierte sich in Schweden am äußersten linken Flügel. Jetzt sieht er in Israels Okkupationspolitik das Übel. Deshalb schloss er sich dem Schiffskonvoi nach Gaza an. Was er dort erlebte, hat ihn erschüttert.

Zur Person

Henning Mankell – Betonung auf der ersten Silbe – wurde 1948 in Stockholm geboren, sein gleichnamiger Großvater war ein berühmter Komponist. Seine Eltern wurden geschieden, als er ein Jahr war, er wuchs beim Vater auf, der starb, ehe Henning sein erstes Buch veröffentlichte. Die Mutter beging Selbstmord.

Romane und Theaterstücke schreibt der weltberühmte Krimiautor seit seinen Zwanzigern. Er führt auch Regie. Sein internationaler Durchbruch kam mit der auch mehrmals verfilmten Krimiserie um Kommissar Kurt Wallander, beginnend mit "Mörder ohne Gesicht" (1991), die er im Vorjahr mit "Der Feind im Schatten" endgültig abschloss. (gam)

"Ich grüble viel über die israelische Dummheit", sagte er der Zeitung Dagens Nyheter, "wenn sie uns stoppen wollten, konnten sie doch die Propeller oder das Steuer zerstören und die Schiffe wegbugsieren. Aber wissentlich eine gewaltsame Konfrontation zu suchen und Menschen zu töten – ich verstehe das nicht."

An Bord der "Sofia" war Mankell eine Seemeile von dem blutigen Geschehen auf der türkischen "Mavi Marmara" entfernt. "Ich hatte von Mitternacht bis drei Uhr in der Früh eine ruhige Wache geschoben und mich gerade niedergelegt, als jemand kam und sagte, dass etwas in Gang sei." Sie sahen Hubschrauber, Soldaten, die sich abseilten, hörten Schusssalven. Die Flotte befand sich weit außerhalb der israelischen Territorialgewässer. Mankells Urteil ist hart: "Das war Piraterie, das war Kidnapping, das war Mord."

(...)

Dass der Konvoi Waffen mitführte, weist Mankell aufs Schärfste zurück. "Die Israelis können schreien, wie sie wollen: das ist Nonsens."

(...)

Er weiß, seinen Ruhm für das zu nutzen, was ihm wichtig ist. Jetzt erwägt er einen Israel-Boykott, doch er zweifelt. "Ich bin dort Bestsellerautor und überlege, ob ich die Übersetzung meiner Bücher verbieten soll. Aber ich will auch nicht die falschen Leute treffen. Ich muss nachdenken."

Quelle: Copyright © FR-online.de 2010, Dokument erstellt am 03.06.2010 um 17:34:19 Uhr. Letzte Änderung am 04.06.2010 um 08:54:18 Uhr

Hervorhebungen vom Verf., nicht im Original

Eigentlich ist es egal, welchen von diesen Dummbatzen man nimmt; Norman Paech oder diese beiden Gestalten von der LINKEN – Inge Höger und Annette Groth – sind um keinen Deut besser als der hier überführte Phantasiespinner Henning Mankell.

Sie lügen alle wie gedruckt, sie verleumden Israel, was das Zeug hält. Welche Motive kann es dafür geben? Ich kann mir nur ein Motiv vorstellen, Wahrheitsliebe ist es jedenfalls nicht.

Ein Augenzeugenbericht und eine Auswahl von Bildern der türkischen Terroristen und ihren Aktionen...

YouTube Video

Linke Lügen und Palloganda...

YouTube Video

  • Bildnachweis:
  • Beschreibung: Henning Mankell bei einer Signierstunde anlässlich der Verleihung des Ripper Awards am 2. März 2009 in Unna. Datum: 2. März 2009. Quelle : Eigenes Werk. Urheber: Dr. Jost Hindersmann (User:Krimidoedel). Lizenz: Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported via Wikipedia
  • Screenshot Google Map Berlin, Höhe 1,97 km, Sonnenstand 11.00 Uhr MESZ

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Schlüsselwörter: Antisemitismus | Norman Paech | Kommissar Kurt Wallander | Henning Mankell | Gaza | Rachel Corrie
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Kommentare

349
am 02.07.2010 20:37:33 (76.76.104.xxx) Link Kommentar melden
Fragt keiner der Journalisten danach? Konfrontiert ihn kein Journalist mit seinen Lügen und Widersprüchen? Ist das kritischer Journalismus, der abwägt, der sich freihält davon, als Propaganda-Sprachrohr mißbraucht zu werden? Fallen keinem außer mir die Widersprüche auf?
Natürlich fallen die Widersprüche auf, außerdem sind die politischen Standpunkte von Mankell und den deutschen Mitreisenden (Video 2) doch bekannt; eine tendenziöse Darstellung ist doch von diesen "Zeugen" zu erwarten gewesen.
286
am 02.07.2010 21:25:26 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Mankell ist in dem Artikel genau getroffen. So ticken diese linken "nützlichen Idioten", die sich für die Pallis und ihre Propaganda hergeben.
300
am 03.07.2010 16:50:18 (62.2.182.xxx) Link Kommentar melden
Wieso liefert man die Waren nicht ganz normal über Aschdod? Wäre doch kein Problem. Dass Israel auf Waffen usw. kontrolliert ist doch logisch, solange die Hamas da Terror macht.
286
am 05.07.2010 10:31:31 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Wieso liefert man die Waren nicht ganz normal über Aschdod?
Ist doch logisch, es waren Waffen dabei und Zement, den die Hamas dringend braucht: für Schmuggeltunnel nach Ägypten und für Bunker. Angry
Hartmut Holz
am 20.08.2010 14:38:45 (217.80.218.xxx) Link Kommentar melden
Israel brauch man nicht verleumden. Denn wer Mauern und Stacheldraht baut, um anderen Menschen die Freiheit zu rauben ist ein unglaubwürdig und ein Kriegs-
treiber.

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