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Politik: Welt

Steht uns ein zweiter Korea-Krieg bevor?

Nordkorea ist am Ende, und China wird dem Handeln der USA und Südkoreas nur zusehen

Nordkorea ist am Ende!
Nordkorea ist am Ende!
Nicht erst seit einem halben Jahr, nein, schon seit 57 Jahren provoziert das stalinistische Nordkorea unter dem Schutz und mit tatkräftiger Hilfe Chinas seinen Nachbarn Südkorea, aber auch Japan und die USA. Die Frage nach einem neuen Krieg ist somit also ganz offenbar falsch gestellt, denn er hat nie aufgehört, der erste Koreakrieg. Es gab lediglich eine Waffenruhe. Ähnlich wie bei Syrien und Libanon, die beide seit nahezu 63 Jahren gegen jedes Völkerrecht den Dauerkrieg gegen Israel führen, den sie als Antwort auf die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 mutwillig vom Zaun gebrochen haben... – beide Staaten befinden sich seitdem ununterbrochen in jenem Kriegszustand mit Israel, den sie damals unbedingt haben wollten. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Im Falle Koreas ist es ähnlich: es gibt keinen Friedensvertrag, Nordkorea betrachtet Südkorea nicht als souveränen Staat, sondern als sein eigenes Territorium, auf dem lediglich ein „Marionettenregime“ der USA herrsche. Einen Friedensvertrag wollte Nordkorea lediglich mit den USA abschließen, nicht jedoch mit Südkorea. Folglich gibt es keinen. Dafür gibt es jede Menge Terror aus Nordkorea: mal wird ein ziviles Flugzeug mit Sprengstoff vom Himmel geholt (115 Tote!), mal bombt man die Hälfte der Regierungsmitglieder Südkoreas weg (17 Tote!). Entführungen von südkoreanischen Fischern (insgesamt ca. 4.000 Entführte!) sind an der Tagesordnung, Grenzverletzungen durch den Norden ebenso. Da fallen die Kaperungen US-amerikanischer und südkoreanischer Schiffe aus internationalen Gewässern durch die nordkoreanische „Volksarmee“ kaum noch ins Gewicht. Neuester Höhepunkt war jener Überfall mit Granaten auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong, der die Welt mal wieder an das gern verdrängte Problem Nordkorea erinnerte. Zwei Zivilisten und zwei Soldaten aus Südkorea starben dabei, viele wurden verletzt.

Natürlich kann man auch den Koreakrieg als postkolonialistisches Problem deuten, das geht immer, hilft hier aber nicht weiter. Natürlich war Korea von Japan besetzt, natürlich haben die rassistisch-faschistischen Japaner im Zweiten Weltkrieg und lange davor schon ähnlich wüst in Ostasien gehaust wie die Deutschen in Europa und Nordafrika, doch das kann im Jahr 2010 keine Begründung und erst recht keine Entschuldigung sein für diese Provokationen und Rechtsverletzungen am Rande eines Atomkriegs, wie Nordkorea sie derzeit besonders intensiv betreibt.

Schade, daß es die SEATO nicht mehr gibt. Oder wären andere Bündnisse hilfreich? Fakt ist: Japan wird sich die Gefahr aus Nordkorea nicht mehr lange tatenlos ansehen. Südkorea und die USA sind kurz vor dem Ende ihrer Geduld. Und China selbst hat offenbar auch keine Lust mehr, für den ungezogenen Sprößling in Pjöngjang den Kopf hinzuhalten. Die von Wikileaks veröffentlichten Dokumente aus China zeigen dies deutlich: man ist in Peking verärgert über die Atomwaffen-Streiche aus Pjöngjang. Dies könnte sich der Westen zunutze machen...

Reichweiten nordkoreanischer Raketen
Reichweiten nordkoreanischer Raketen

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Nordkoreanische Raketenstellungen
Nordkoreanische Raketenstellungen
Die Beachtung der Spieltheorie hätte Südkorea schon seit langem helfen können. Pjöngjang schießt 100 Granaten aus heiterem Himmel auf eine südkoreanische Insel? Kein Problem, dann schießt Seoul eben 300 Granaten auf die Raketenstellungen an der nur acht Kilometer breiten entmilitarisierten Zone.

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Die Nordkoreaner versenken ein südkoreanisches Kriegsschiff in internationalen Gewässern? Macht doch nichts, dann bombardieren die Südkoreaner eben den Flughafen von Pjöngjang oder die (ohnehin menschenleere) Autobahn von Pjöngjang nach Namp'o. – Wichtig wäre schon in den letzten fünf Jahrzehnten gewesen, immer härter zu antworten als die Provokation es war. Israel macht es vor: man muß Terroristen immer zeigen, wo der Hammer hängt. Worauf also im Falle Nordkoreas eigentlich warten? Dieser letzte stalinistische Staat ist am Ende. Die hoch gelobte Volksarmee ist nichts wert, wenn sie keinen Treibstoff hat.

Also: Nordkorea aushungern und ankündigen, gezielt zurückzuschlagen bei jeder weiteren nordkoreanischen Provokation. Die US-Armee hat ausreichend viele kleinere taktische Atomwaffen, die hier sinnvoll Verwendung finden könnten, als cruise missiles oder für die Panzerhaubitze M-109. Zudem sollte man jegliche Lieferung von Nahrungsmitteln und Energie für Nordkorea unterbinden. Wenn man China hierfür gewinnen oder kaufen könnte, wäre der Spuk in wenigen Monaten vorbei. China hat längst signalisiert, daß es sich mit einem vereinigten Korea unter südkoreanischen Maßstäben anfreunden könnte. Wie immer ist das alles also nur eine Frage des Preises, und das sollte uns die Beseitigung dieses menschenverachtenden stalinistischen Schandflecks wirklich wert sein...

Tagebuch des Stalinismus, kleine Erinnerungen an die DDR inklusive...

YouTube Video

  • Bildnachweis:
  • Propagandaplakat deutscher Stalinisten, gefunden auf www.imageshack.us, siehe auch de.indymedia.org.
  • Congressional research service map of North Korean ballistic missile ranges. Via Wikipedia, public domain.
  • DoD map of the Korean DMZ, showing the disposition of KPA units. Via Wikipedia, public domain.

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Schlüsselwörter: Nordkorea | Atombombe | USA | Japan | Spieltheorie | Selbstbindung
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Kommentare

MarBrun
am 03.12.2010 18:01:56 (46.115.98.xxx) Link Kommentar melden
Wieder einmal ein Arbeiter - und Bauernstaat, der dem hoffentlich baldigem Ende entgegen geht...

Wie sich im Grundsatz doch die Meinungen über flüchtende gleichen ..

Demokratische Volksrepublik Korea:
»Entlang des Flusses [des Yalu] berichteten die Menschen alle das gleiche. Wenn Polizisten Flüchtlinge aufgreifen, ziehen sie ihnen einen Draht durch die Wangen oder durch die Nase und zeigen damit, daß sie Verräter an ihrem Land sind, daß sie gewagt haben, ihr Vaterland aufzugeben. Dann werden sie zurückgebracht und hingerichtet. Ihre Familien kommen in Arbeitslager.«

Deutsche Demokratische Republik:
„Gegen Verräter und Grenzverletzer ist die Schußwaffe anzuwenden. Es sind solche Maßnahmen zu treffen, daß Verbrecher in der 100-m-Sperrzone gestellt werden können. Beobachtungs- und Schußfeld ist in der Sperrzone zu schaffen"


Wenn man bedenkt, dass es heute immer noch Personen und Parteien gibt, die solch ein System dem unseren bevorzugen, kann einen richtig schlecht werden.
266
am 03.12.2010 18:56:52 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
Woher haben Sie eigentlich das erste Zitat (über Korea), das würde mich einmal interessieren. Das zweite ist mir bekannt.
MarBrun
am 03.12.2010 19:06:31 (46.115.98.xxx) Link Kommentar melden
Ich bin immer etwas vorsichtig mit einfügen von Links...
Aber hier zm Nachlesen eine sehr gute Website:

http://www.igfm.d...ontent2572

Wenn man bedenkt, dass es heute immer noch Personen und Parteien gibt, die solch ein System dem unseren bevorzugen, kann einen richtig schlecht werden.
266
am 03.12.2010 19:37:53 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
Erschreckend, Ihr Link. Wieso nehmen die europäischen Gutmenschen solche Informationen nicht zur Kenntnis?
MarBrun
am 03.12.2010 19:47:01 (46.115.98.xxx) Link Kommentar melden
Es ist wie mit sovielen "brisanten" Themen, sie passen einfach nicht in das Konzept der Medien. Es schreibt sich ja auch leichter wenn man "Irrer Diktator" schreibt und "Atomwaffe" als wenn man einen fundierten Artikel fertigt.

Bei vielen Redakteuren ist es zudem so, dass die sagen "Zuviel Wahrheit könnte den Leser eher erschrecken als ihn mit Schlagwörtern zu ködern"

Das gleiche war mir im übrigen auch als Gerichts - und Kriminalreporter passiert. Wen ich gedurft hätte, hätten ganz andere Sachen in der Zeitung gestanden. Diese wären aber nicht von der Zeitung angekauft geworden.
286
am 03.12.2010 20:32:51 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Kommunisten, Stalinisten, Sozialisten, alles dasselbe Drecks-Pack, ich kenne das aus Polen Sad
266
am 04.12.2010 17:31:00 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
Die hatten aber noch einen Hauch europäisches Denken. Die Betonköpfe in Nordkorea haben jedoch mehr die Denkrichtung des Massenmörders Pol Pot.

Asien ist nicht Europa, das hat weniger mit den "Genen" zu tun als viel mehr mit kulturellen Differenzen.
522
am 04.12.2010 22:16:31 (93.219.154.xxx) Link Kommentar melden
die Hoffnung stirbt bekanntlich .. am Schluss
522
am 04.12.2010 22:17:12 (93.219.154.xxx) Link Kommentar melden
oder doch: zuletzt?
MarBrun
am 04.12.2010 22:19:12 (212.23.104.xxx) Link Kommentar melden
"Du sollt nicht töten !"

Aber gilt dieses "Gebot" auch, wenn man durch einen "Mord" Millionen von Menschen befreien würde ?
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