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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Sparzwang würgt Kaufkraft der Griechen ab

Schuldenstaat im Teufelskreis - Einzelhandel steht vor mageren Zeiten

Der Schuldensumpf, in Griechenland, für den angeschlagenen Staat und seine Wirtschaft geradewegs ins nächste Dilemma. Aufgrund der akut notwendigen Sparmaßnahmen leidet die Kaufkraft, der Bevölkerung, massiv, wie die Marktforscher von Regio Data Research www.regiodata.eu aufzeigen. Die aktuelle Krise nimmt damit direkten Einfluss auf den einzelnen Verbraucher und entwickelt sich zur Misere für den Handel. Auf eine Erholung müssen die Griechen, im Vergleich zur bisherigen Flauten, diesmal deutlich länger warten.

Schon im Vorjahr ist die Kaufkraft, der Griechen im Zuge der Wirtschaftskrise, um zwei bis drei Prozent geschrumpft, sagt RegioData-Marketingleiter Mark Rühsam im Gespräch mit pressetext. In diesem Jahr werde sie um weitere 5,7 Prozent sinken. "Der Wert entspricht etwa 600 Euro pro Kopf und Jahr. 600 Euro haben oder nicht haben ist viel", betont der Experte. Für den wirtschaftlichen Aufschwung wäre ein starker Konsum ein wichtiger Motor. Mit Ausgaben halten sich die Griechen jedoch derzeit zurück.

Die Sparmaßnahmen, etwa die Kürzung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, haben zu starken Einbeußen bei Arbeitnehmern und Pensionisten geführt. Über 40 Prozent ihrer Ausgaben fließen in den kurzfristigen und alltäglichen Bedarf wie Lebensmittel. Bei mittel- und langfristigen Ausgaben wird hingegen gespart. Die Einzelhandelsumsätze werden, Prognosen zufolge, daher weiter zurückgehen. "Krisen haben bisher immer zu einem Rückgang der Kaufkraft über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren geführt", so Ruhsam. Eine Erholung sei zur Zeit aber frühestens 2013 abzusehen.

Zwischen 1990 und 2008 hat die kaufkraft, der Griechen, nach RegioData-Angaben um 80 Prozent zugelegt. Erst die Finanzkrise stoppte diesen Auftwärts trend. "Die Basis des Wachstums war niedrig und der nunmehr kräftige Rück- gang belastet stark", meint Ruhsam gegenüber pressetext. Mit einer Pro-Kopf- Kaufkraft von 11.300 Euro liegt Griechenland europaweit auf Rang 17. Dabei ist der Einzelhandelsumsatz mit Gütern der langfristigen Bedarfs schon 2009 um bis 14 Prozent eingebrochen. Anbieter entsprechender Produkte, etwa Möbel- oder Elektrogerätehändler, sollten sich auf weitere Rückgänge einstellen.

Und auch in Deutschland ist es nicht besser. Denn die Deutschen haben ebenfalls Krisenangst und blicken, angesichts der Euro-Krise, deutlich sorgen- voller in die Zukunft als noch vor drei Monaten.

Drei Viertel (76 Prozent), aller Deutschen, sagten dem Forsa-Institut, sie hätten große oder sehr große Angst, dass die Staatsschulden nicht mehr zu bewältigen seien. Das sind 14 Prozent mehr als bei der vorherigen Erhebung Anfang Februar. Daher sinkt auch, in Deutschland, die Kaufneigung, immer weiter ab. Und dieses bedeutet, auch in Deutschland, schlechte Zeiten für den Einzelhandel.

Und welche Sparmaßnahmen kommen auf unsere Bevölkerung zu? Etwa Einsparungen bei Hartz IV und bei den Renten? Dieses wäre natürlich sehr fatal und unnötig. Denn auch in unserem Land würden Sparmaßnahmen den Binnen- konsum abwürgen und das wäre, für die Konjunktur, sehr schlecht.

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Schlüsselwörter: Grichenland | Schulden | Kaufkraft
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Kommentare

122
am 16.06.2010 05:25:48 (217.83.103.xxx) Link Kommentar melden
Nun also werden die Griechen dafür bestraft, dass sie den Sparzwängen der EU Rechnung leisten:
"Die Situation für Griechenland und die EU wird immer gefährlicher. An den Märkten ging die Spekulation auf eine Pleite Athens gestern weiter, die Zinsen erreichten neue Höchststände, der Euro fiel. Am Abend senkte die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ihre Einstufung griechischer Staatsanleihen auf Ramsch-Niveau: Die Einstufung werde von bisher "BBB+" auf "BB+" reduziert, teilte S&P am Dienstag mit. Der Ausblick bleibe negativ".
http://www.fr-online.de/top_news/2589262_Panik-in-Griechenland.htmlWink
Oder, wenn sie dich fertig machen wollen, dann kanst du zappeln wie der Köder am Haken, der Anler hat die Macht, und der Köder stirbt auf jeden Fall, ob nun der Mächtige was fängt oder nicht.Wink
Holzi
am 16.06.2010 17:33:33 (217.80.199.xxx) Link Kommentar melden
Diese ganzen Sparmaßnahmen, dieser Bundesregierung, sind allein gegen die
Bevölkerung gerichtet.

Und diese Maßnahmen sind, für die Demokratie, sehr gefährlich. Erinnert sei hier
an die Sparmaßnahmen von Herrn Brüning.
Holzi
am 16.06.2010 17:44:43 (217.80.199.xxx) Link Kommentar melden
Das war ja klar, dass diese Gefahr ignoriert wird.

Wann wachen die ewig gestrigen Kapitalisten einmal auf und begreifen, dass ihre
Zeit abgelaufen ist.

Der Kapitalismus siecht nur so dahin.Sad
Holzi
am 18.06.2010 16:07:51 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Und es ist festgestellt worden, dass Deutschland der Hauptverursacher der aktuellen Krise, in Europa, ist.

Der Grund dafür sind die sinkenden Löhne in Deutschland und das verzehrt den
Wettbewerb für die Betrieb im übrigen Europa.

Im übrigen wird sich die EU noch damit befassen und die deutsche Bundes-
regierung darf sich dann wohl auf eine Strafe gefasst machen.
Holzi
am 18.06.2010 16:08:26 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Zu sehen war das Ganze gestern im Magazin Monitor.
Holzi
am 18.06.2010 16:20:35 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Wie kann es in einem Staat sinkende Löhne und Lohndumping geben? Dieses verstößt gegen die EU Wettbewerbsrichtlinien.

Die EU sollte einmal deutsche Unternehmen vom Wettbewerb ausschließen. Jedenfalls so lange bis endlich einmal faire Löhne gezahlt werden, von denen die
Werktätigen auch leben können.
Holzi
am 21.06.2010 16:51:48 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
ds kannst Du haben. Denn ein Mindestlohn sichter die Staatsfinanzen und stabilisiert den eruopäischen Wirtschaftsraum.

Die Indikatoren verstärken sich immer mehr. Das hat hat Franz-Josef Möllen-
berg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung - Genuss - Gaststätten (NGG) am Sonntag erklärt.

Die, in der vergangen Woche, vorgelegte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegte erneut die Polarisierung der Einkommen - die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.

Die Bevölkerungsanteile mit niedrigen Einkommen wachen immer weiter. Die ungerechte Realität werden, durch das Kürzungspaket der Bundesregierung, noch verstärkt: Die Sozialausga ben sollen um emehr als 30 Milliarden Euro gekürzt werden, hohe Einkommen verschont werden. Der Druck auf die unteren
Lohngruppen werde wieter wachsen, befürchtet der NGG-Vorsitzende. Deutschland habe schon heute den größten Niedriglohnsektor in Europäischen
Union und belaste mit seinen Dumpiinglöhnen den gesamten europäischen
Wirtschaftsraum.

"E ist unerträglich, dass der Staat Unternehmen die Löhne subventioniert und 1,37 Millionen Menschen aufstocken müssen, weil ihr Lohn zur Existenzsicherung
nicht ausreicht. Diese Entwicklung wird sich, ohne einen gesetzliche Mindest-
lohn von 8,50 Euro noch verschärfen", warnt Möllenberg. "Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euzro würde die Staatskasse um Milliarden entlasten und die Binnenkonjunktur ankurbeln. Der Mindestlohn wäre auch eine Antwort, um gegen Lohndumping eine gesicherte untere Grenze zu ziehen, wie sie in allen
europäischen Ländern - außer Zypern und Deutschland - gilt.

Ein gesetzlicher Mindestlohn, in Deutschland, wäre ein angemessener Beitrag
zur Stabilisierung des europäischen Wirtschaftsraums und ein Schritt in Richtung
solzialeres Europa".

Auch wird sich demnächst eine EU Kommision mit diesem Thema befassen und den Verantwortlichen, in Deutschland, dazu einen bitter bösen Brief schreiben.

Denn es kann nicht sein, dass deutsche Niedrigslöhne den fairen Wettbewerb in Europa verzehren und Menschen in anderen europäischen Ländern dadurch ihre Arbeit verlieren.

Den ewig gestrigen Konservativen und Marktgurus wie Herr Westerwelle wird dieser Bericht natürlich unangenehm in den Ohren klingen. Aber die Zeit dieser Herrschaften ist endgültig abgelaufen. Denn nicht nur in der FDP gärt es gegen Herrn Westerwelle, sondern auch in der CDU gegen die aktuelle und unsoziale
Sparpolitik.

Zeigen wir der aktuellen Bundesregierung die rote Karte und verbannen wir sie
auf die hintersten Bänke im Parlament.
Holzi
am 22.06.2010 18:19:43 (217.80.233.xxx) Link Kommentar melden
Natürlich entbeht die zitierte Forderung nicht jeglicher Rechtsgrundlage. Denn die Verantwortlichen, der EU Kommission, werden schon Deutschland in die Pflicht nehmen.

Und die IG Metall Küste warnt vor einer zunehmenden Politikverdrossenheit:
"Das einseitige Sparen der Bundesregierung sowie der Landesregierungen in Hambur und Schleswig-Holstein führt zu Verdruss", sagte die Bezirksleitrin Jutta
Blankau.

Wenn sich das Handeln der Regierungen darauf beschränkt, die Menschen zur Kasse zu bitten, dann geht das Vetrauen in die Politik verloren. Wir brauchen keine Sparpakete, die allein zu Lasten der Schwachen gehen. Die Bundesregierung sollte ihre Verweigerungshaltung endlich aufgeben und eine
aktive Industriepolitik betreiben, die für Beschäftigung zu fairen Bedingungen sorgt, so die Gewerkschafterin.

Sie kritisierte den Missbrauch Leiharbeit: " Die Arbeitgeber sehen diese nicht nur
als Mittel zu Flexibilisierung, sondern sprechen jetzt auch offen von Lohndumping. Da dar die Politik nicht tatenlos zusehen, erklärte Blankau.
Die IG Metall fordert gesetzliche Regelungen, die die Verleihdauer einschränken,
faire Arbeitsbedingungen und gleiche Bezahlung sicherstellen.

Der Leiter des Fachbereichs Grundsatzfragen der IG Metall, Martin Allespach machte sich auf der Bezirkskonferenz für einen grundlegenden Kurswechsel in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik stark. Wir brauchen eine Alternative zum finanzmarktgetriebenen Kapitalismus, sagte Allespach. Die Auswirkungen der Krise abzumildern und auf den nächsten Aufschwung zu warten, reiche nicht aus. Er plädierte für eine "Soziale marktwirtschaftliche Demokratie", in der demokratisch legitimierte Politik Wirtschaft und Märkte reguliert. Dem Terror einer Shareholder-Value-Ökonomie dürfen wir uns nicht beugen, wir müssen ihn bekämpfen, forderte er.

Schriftsteller Günter Wallraff erklärte auf der Veranstaltung seine Unterstützung
für die Initiative "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" der IG Metall. Leiharbeit sei die
"moderne Form von Menschenhandel". Leiharbeiter seien "billige und willige, schneller zu heuernde und feuernde Lückenbüßer", sagte Wallraff.

Das "Menschenmaterial" wird einfach zeitnah und konfliktfrei angemietet, wie ein Presslufthammer, eine Hebebühne oder ein Kleinlaster".
Holzi
am 23.06.2010 17:31:48 (217.80.233.xxx) Link Kommentar melden
Das nicht der Glaube an den Sozialismus, sondern die reale Wahrheit, die kapitalistische und von Lobbyisten gesteuerte ewig gestrige Betonköppe nicht
wahrhaben wollen.

Und ein Großteil der Bundesbürger mit hohem Einkommen würde, angesichts
der Finanzkrise des Staates, höhere Steuern in Kauf nehmen.

So in einer Umfrage des Hamburger Magazin "Stern.
Holzi
am 23.06.2010 17:55:26 (217.80.233.xxx) Link Kommentar melden
Für welche absurde Behauptung? Ich wüßte keine.

Und dazu auch demnächst ein Artikel von mir in dieser Zeitung.

Denn führende Wirtschaftsexperten bezichtigen Deutschland, durch seine absurde
Sparpolitik und den Niedrigstlöhnen die Stabilität, in Europa und somit auch die
Demokratie, in Europa zu gefährden.
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