Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Internet: Rund ums Internet

Zwingt die GEMA YouTube in die Knie?

Verhandlungen gescheitert – GEMA verlangt Löschung von vorerst 600 Musik-Titeln

Vor rund vier Jahren hat der Internetsuchmaschinenbetreiber Google das Videoportal YouTube aufgekauft. Der Preis: 1,3 Milliarden Euro in Aktien. Nun hat Google ein ernstzunehmendes Problem mit der YouTube-Tochter. Die GEMA verlangt derzeit die Löschung von 600 Musikvideos auf dem YouTube-Portal…

Bereits Ende März 2009 war ein Nutzungsvertrag zwischen der GEMA, der Verwertungsgesellschaft für Musikrechte, und YouTube ausgelaufen. Daraufhin erhielten die von der GEMA vertretenen Künstler keine Tantiemen mehr von YouTube. Rund ein Jahr verhandelte die GEMA seitdem mit Google als YouTube-Besitzer wegen eines neuen Vertrages. Eine Einigung kam nicht zustande, die Lizenzvertrags-Verhandlungen scheiterten und die GEMA brach die Verhandlungen ab.

Die Fronten sind festgefahren und verhärtet. Das könnte jetzt zu Lasten der deutschen YouTube-Fans gehen, denn die GEMA verlangt nun von Google die Löschung von (vorerst) 600 „illegal genutzten“ Musikvideos auf dem YouTube-Portal. Zumindest aber soll Google diese Videos für den Abruf aus Deutschland auf YouTube sperren. Wenn dies geschieht – und die GEMA hat dafür das Recht auf ihrer Seite – schauen die deutschen Fans demnächst in die Röhre.

„Uns geht es nicht darum, die YouTube-Anwender abzustrafen. Wir wollen Google zeigen, was wir könnten, wenn wir wollten“, sagte GEMA-Direktor Urban Pappi.

Der GEMA-„Angriff“ auf Google wird unterstützt durch die französische Verwertungsgesellschaft SACEM, die italienische SIAE, die österreichische AKM und die US-Verbände ASCAP, BMI und SESAC. Harald Heker, der GEMA-Vorstandsvorsitzende sagte dazu: „Gemeinsam repräsentiert dieser internationale Verbund etwa 60 Prozent des Weltrepertoires.“

Gernot Graninger, der Generaldirektor der österreichischen Verwertungsgesellschaft AKM sagte dazu: „Wir können und wollen nicht weiter tatenlos zusehen, wie das Repertoire unserer Mitglieder von und auf YouTube.de illegal zugänglich gemacht wird.“

Bei Google ist man von der Entwicklung und den Entscheidungen der GEMA enttäuscht. „Je mehr Musik-Videos auf Youtube abgerufen werden und je populärer diese Musik-Videos werden, desto mehr Geld kann YouTube erwirtschaften, um es mit Verwertungsgesellschaften und den von ihnen vertretenen Songwritern zu teilen“, hieß es von Seiten Googles. Und weiter meinte man dort, dass es einfach nicht nachhaltig sei, wenn man bei jedem Abruf Geld verlieren würde…

Allein in Deutschland hat die GEMA mehr als 60.000 Mitglieder, bestehend aus Komponisten, Textautoren und Musikverlegern, deren Rechte sie vertritt. Hinzu kommen weitere Rechteinhaber aus aller Welt, deren Zahl auf „über eine Millionen“ beziffert wird.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Musik-Videos | YouTube | GEMA | Google
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

286
am 22.05.2010 11:42:01 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
„Uns geht es nicht darum, die YouTube-Anwender abzustrafen. Wir wollen Google zeigen, was wir könnten, wenn wir wollten“, sagte GEMA-Direktor Urban Pappi.

Angry Recht hat er. Google/youtube ist nur zu geizig, was von seinen Einnahmen an die GEMA abzugeben, und die ist halt moralisch im Recht, juristisch sowieso.

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
37,676,172 eindeutige Besuche