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Medien: Kino

Der neue 007 - "Casino Royale"

Original Filmplakat
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Der britische Geheimdienst hat einen Neuling: Einen gewissen James Bond. Schnell und zuverlässig erledigt er sowohl seine Aufträge wie auch seine Gegner, und so ernennt ihn MI6-Chefin M (Judy Dench) zu "007", einem Doppel-Null-Agenten mit der Lizenz zum Töten.

Seine erste Mission als 007 führt James Bond nach Madagaskar, wo er Informationen über den internationalen Top-Terroristen Mollaka (Sebastian Foucan) sammeln soll. Über Mollaka kommt Bond auf die Spur des zwielichtigen Dimitros (Simon Abkarian). Bonds weiterer Weg führt ihn erst auf die Bahamas, dann in die Arme von Dimitros' Freundin Solange (Caterina Murino) und schließlich in das Casino Royale von Montenegro.

Dort - im Casino nämlich - soll ein Le Chiffre (Mads Mikkelsen) beim Pokerspiel das für die Terrorbande dringend benötigte Kleingeld erspielen - falls notwendig auch mit regelwidrigen Methoden.

Daheim in London erkennt der britische Geheimdienst die Möglichkeit, die Terroristen wirtschaftlich in den Ruin zu treiben, und beauftragt James Bond, die Karten neu zu mischen. Unterstützung erhält er dabei vom CIA-Agenten Felix Leiter (Jeffrey Wright) und vom örtlichen MI6-Mitarbeiter Mathis (Giancarlo Giannini). Aus England reist im Auftrag von M zusätzlich Vesper Lyn (Eva Green) an, um dem Neuling James Bond bei seinem ersten wirklich großen Auftrag in die Karten zu gucken. Der Rest ist "nur" eine Poker-Partie, aber eine, die es in sich hat...

Die Romanvorlage zu "Casino Royale" verfasste Ian Fleming 1953. Bereits ein Jahr später wurde der Stoff unter dem Titel "Climax! - Casino Royale" mit Barry Nelson als James Bond und Peter Lorre als Le Chiffre unter der Regie von William H. Brown Jr. für den amerikanischen Fernsehsender CBS verfilmt. Der Erfolg der Ausstrahlung, die am 21. Oktober 1954 lief, hielt sich in Grenzen, und der Film geriet weitgehend in Vergessenheit.

Als erster "richtiger" James Bond kam 24. Januar 1963 "James Bond jagt Dr. No" in die Deutschen Kinos. Sean Connery und Ursula Andress prägten das Bond-Image für eine ganze (Kino-)Generation. Produziert wurde damals wie heute in den britischen Pinewood Studios der EON Production, westlich von London gelegen, im Auftrag der United Artists, einer MGM-Tochter, die heute zum Sony-Konzern gehört.

Nach drei weiteren erfolgreichen Bonds ("Liebesgrüße aus Moskau" (1963), "Goldfinger" (1964) und "Feuerball" (1965)) nahm sich 1966 Charles K. Feldman des Themas an. Er erwarb klammheimlich die Film-Rechte an "Casino Royale" von der CBS, konnte jedoch Sean Connery nicht aus seinem Vertrag lösen und entschied sich deshalb, den Roman als James-Bond-Parodie zu verfilmen.

Feldman verpflichtete für sein Projekt gleich fünf Regisseure (John Huston, Ken Hughes, Val Guest, Robert Parish und Joe Mc Grath), und seine Besetzungsliste liest sich wie ein Who-is-who der Film-Welt der späten 1960er Jahre: David Niven, Peter Sellers, Woody Allen, Ursula Andress, Charles Boyer, William Holden, John Huston, Deborah Kerr, Daliah Lavi, Joanna Pettet, Orson Welles, Kurt Kasznar, Terence Cooper, Barbara Bouchet, Jacqueline Bisset, Alexandra Bastedo, Peter O'Toole und Jean-Paul Belmondo, um nur die berühmtesten zu nennen: Und auch für die Filmmusik verpflichtete man mit Burt Bacharach ein Schwergewicht.

Nach Sean Connery (7 Filme), George Lazenby (ein Film), Roger Moore (7 Filme), Timothy Dalton (2 Filme) und Pierce Brosnan (4 Filme) ist nun also Daniel Craig der sechste Darsteller in der Rolle des smarten britischen Agenten. Nachdem weder Lazenby noch Dalton beim breiten Publikum als "echte" Bonds akzeptiert wurden, ist nach dem Gesetz der Serie auch die Besetzung Craigs umstritten - die Argumente der Skeptiker - unter anderem, dass er der erste Blonde Bond wäre - sind allerdings zweifelhafter Natur.

Craig - Jahrgang 1968 - wuchs in der Nähe von Liverpool auf und hat eine abgeschlossene Ausbildung als Theater-Schauspieler an der renommierten Guildhall School of Music and Drama. Auf der Kino-Leinwand konnte er bereits beachtliche Erfolge verbuchen. So spielte er in "Lara Croft: Tomb Raider" und "Ich träumte von Afrika", jüngst war er als israelischer Geheimagent in Steven Spielbergs "München" zu sehen.

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Schlüsselwörter: Casino Royale | 007 | James Bond | Film | Daniel Craig
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Kommentare

Katrin938
am 01.12.2006 10:25:10 (164.133.91.xxx) Link Kommentar melden
Auch ich habe ihn gesehen und finde den Film Klasse, allerdings ist auch ein Stückweit Mitleid mit dem Filmhelden vorhanden. Ich habe noch nie einen Bond gesehen, der so oft eins auf die Nase bekommt wie in diesem Film.

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