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Lokales: SonstigesDie Fremden sind immer die anderen

Offenbach
In Deutschland gibt es einige Städte, bei denen das sozialpsychologische Phänomen in schöner Offenheit zutage tritt:
- Köln vs. Düsseldorf
- Mannheim vs. Ludwigshafen
- Mainz vs. Wiesbaden
- Frankfurt vs. Offenbach
- Villingen-Schwenningen, als künstliche grenzüberschreitende Doppelstadt
Besonders amüsant ist in diesem Zusammenhang die Zwangsehe zwischen dem (süd)badischen katholischen Villingen im Schwarzwald und dem württembergischen evangelischen Schwenningen am Neckar, die erst seit der Kreisreform 1972 vereint sind: im Rahmen der Gemeinde- und Kreisreform schlossen sich Villingen und Schwenningen nach einem – man soll es kaum glauben – positiven Votum der Bürger zur Stadt Villingen-Schwenningen zusammen, in Berlin dauerte das bis 1989 (und in Jerusalem wird das nie gehen).
Bei Berlin und Brandenburg lief eine ähnliche Entwicklung ja anders, auch das Saarland möchte lieber nicht zu Rheinland-Pfalz gehören, ebenso wollen die überflüssigen Stadtstaaten Hamburg und Bremen nicht zu Schleswig-Holstein bzw. Niedersachsen, was im Fall des verarmten Bremen doch eine erstaunlich fragwürdige Arroganz darstellt.
Sei es nun wie es will, der Volksmund bringt derlei Abneigungen und geschichtlich gewordene Zerwürfnisse oft auf den Punkt; die Witze und bösen Anspielungen gehen zwar gelegentlich unter die Gürtellinie, doch besser Witze gemacht als Kriege geführt... – das sollten sich die Mohammedaner hinsichtlich ihrer Karikaturen-Intoleranz durchaus mal zu Herzen nehmen oder vielleicht sogar Gedanken darüber machen.

Die meisten Witze funktionieren auch jeweils umgekehrt!
Der Leser, der des Hessischen und insbesondere des "frankforderische" (noch) nicht mächtig ist, findet weiter unten Übersetzungshinweise; es hilft aber bereits, die Texte laut zu lesen, das ganze zu verschleifen, die Endung "-an" französisch nasal zu sprechen und die Endungen "-en" und "-er" wegzulassen, wie das bekannte TV-Pferdegesicht ("...isch bin de Maadiin...") weit und breit bekannt gemacht hat: "Alle Hesse sin Vebrescheee, alle klaue Aschebescheee!"
Zurück zu den Differenzen und daraus resultierenden Witzen. Die Offenbacher und die Frankfurter haben da ihre ganz eigene Konfliktgeschichte, die bereits recht früh anfängt:
"Es is kaa Stadt uff der weite Welt, die so merr wie mei Frankfort gefällt, un es will merr net in mein Kopp enei, wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!
Un wär'sch e Engel un Sonnekalb, e Fremder is immer von außerhalb! Der beste Mensch is e Ärjerniß, wann er net aach von Frankfort is.
Was is des Ofebach for e Stadt! Die hawe´s ganz in der Näh gehat un hawe's verbaßt von Aabeginn, daß se net aach von Frankfort sin. (...)" (Friedrich Stoltze, 1816 - 1891)
- Frankfurter Mundart – eine kurze Einführung
- Frankforderisch – eine kleine Grammatik
- Frankfurter Mundart-Sprachführer
- The ultimate Hessisch-English Dictionary for all English speaking people
Ein „Krebbel“ ist ein Krapfen, auch als „Berliner“ bekannt, also das in Fett gebackene Hefeteilchen, das mit Marmelade („Muus“) oder Gelee („Schellee“) gefüllt ist. – Immer gerade heraus, da tun sich die Offebeschee und die Frankforder gar nichts. Aber lustig ist es für beide Parteien trotzdem, und für Außenstehende allemal.
Lisa: „Weil meine Mama die kommt aus Frankfurt und die ist auch Eintracht-Fan und die hab' ich ganz arg lieb und darum bin ich auch Eintracht-Fan.“
Lehrerin: „Ja und dein Papa? Ist der denn kein Offenbach-Fan?“
Lisa: "Nein, mein Papa ist schon seit er ein kleiner Junge war, Eintracht-Fan und ich hab meinen Papa sooooo lieb und darum bin ich auch Eintracht-Fan.“
Lehrerin: „Ja Lisa, du kannst doch nicht alles nachmachen, was deine Eltern machen. Was wäre denn, wenn dein Papa Hartz 4-Empfänger und deine Mutter Prostituierte wären?“
Lisa: „Ja dann wäre ich auch Offenbach-Fan.“
Ein klassischer Witz, den man – zum Glück aus Sicht des seit vier Generationen in Frankfurt verwurzelten Verfassers – nicht umdrehen kann:

...nicht ganz Frankfurt: Offenbach
Im weiteren Umfeld um Offenbach liest man das Autokennzeichen „OF“ auch als „Ohne Führerschein“, so wie das – aus Sicht eines Frankfurters – hinter dem Rhein-Main-Airport liegende Groß-Gerau (amtliches Kennzeichen „GG“) als „große Gefahr“ gedeutet wird. In Gefahr begibt man sich übrigens auch, wenn man in falscher Kleidung oder unerwünschten Accessoires in das unpassende Umfeld gerät:
Na ja, shit happens. Zum Abschluß eine wirklich ganz gemeine Bosheit, die jedoch leicht auf jede beliebige andere Gruppe umgemünzt werden kann:
Also, mein Weib fand den Witz lustig. Aber sie kommt ja auch nicht aus Offenbach!
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Kommentare

Der Witz mit dem "Mon Cherie" als Karnevalskostüm ist wirklich gut.
Prima Witze (besonders der mit dem Berliner!), auch wenn man als Norddeutscher ein wenig Zeit braucht, um sie zu übersetzen.Sondern das Land Schleswig-Holstein gehört aufgelöst und könnte auch, teilweise, von Hamburg regiert werden.

Schon der Anfang ist ein Witz
Der Offenbacher läuft extra über die Brücke ins feindliche Gebiet für ein Taxi? http://de.wikiped...Landstraße
Sondern dieses sind Schauspieler die den Auftrag haben Arbeitslose zu spielen und diese schlecht zu machen.
Das ist, meiner Meinung nach, eine Art Volksverhetzung. Diese Art von Sendungen verstoßen gegen Pressefreiheit und gehören somit rigeros verboten.
Und wie kann es sein, dass eine Gastgeberin wie Anne Will ihre Sendung selber
produziert. Da ist der Missbrauch, von Informationen, doch Tür und Tor geöffnet.
Und es zieht sich über die Sendungen von SAT 1 und RTL hin und hört bei Frontal 21 auf.



