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Sonstiges: Zu Hause

„Ich wollt', ich wär' ein Huhn, ich hätt' nicht viel zu tun...“

„...ich legte vormittags ein Ei, und abends wär' ich frei...“

...ich bräuchte nie mehr ins Büro...
...ich bräuchte nie mehr ins Büro...
Mal ehrlich, liebe Leser... – haben wir nicht alle unsere Phantasien? Wüßten wir nicht alle genau, wie die Welt sein müßte, damit endlich alles gut ist? Haben wir nicht alle unseren Plan vom Paradies im Kopf?

Aber natürlich. Wir wissen das genau, ohne Zweifel. Wir sind der beste Baumeister Bob, keine Frage. – Das (alte) Problem dabei ist natürlich: unser Plan ist mit dem unseres Nächsten nicht unbedingt kompatibel... – weil unser kranker Nachbar einfach nicht mitspielt, weil es dem bösen Nachbarn nicht gefällt...

Die Löwen liegen bei den Lämmern, und Schwerter werden zu Pflugscharen umgeschmiedet, na klar! Die Pallis lieben Israel, die Araber erklären die Juden zu ihren älteren Brüdern, und der iranische Präsident Ach-mach-mir-den-Dschihad absolviert – gegen Taschengeld sowie freie Kost und Logis – ein Praktikum im Kibbuz in Judäa (ehemals fälschlicherweise Westbank genannt, als das Gebiet noch – nach 1946 – völkerrechtswidrig von Jordanien okkupiert war!), um dort Orangen oder Avocados zu ernten. – Nein, besser noch: er soll Schweineställe ausmisten (was viele nicht wissen: ja, in Israel gibt es auch Schweinemast, für den Export und für die arabischen Christen). Na gut, soll er sich meinetwegen auch mit Hühnerställen befassen, aber nur deswegen, um hier aufs Thema zu kommen!

Ich wollt', ich wär ein Huhn. Wirklich! Dann würde mich dieser ganze Krempel nicht mehr interessieren: Rechtschreibreform, Börsenkurse, Steuererhöhung, Wahlergebnisse, Integrationsprobleme, Fußball-WM und Wahl des Bundespräsidenten. Ist doch lächerlich, das alles!

Als Hähnchen würde ich gemästet, hätte ein fettes Jahr, meine Güte, sterben müssen wir schließlich alle, ich wäre dann eben auf dem Grill. Oder ich dürfte täglich – freilaufend – Hunderte von Weibern beglücken, als Hahn im Korb. – Als Hühnchen dürfte ich auch fett leben, müßte mich kaum bewegen, würde dafür aber toll gefüttert und würde in zwei Jahren 700 Eier legen, danach wäre ich ein Suppenhuhn. Meine Güte, es gibt Schlimmeres!

Problematisch wird’s aber immer dann, wenn man seine eigenen Wunschvorstellungen an anderen ausläßt. Die Stammtisch-Strategen lösen jedes komplizierte politische Problem, spätestens nach drei Maß Bier. Die Couch-Potatoes, die selber nie Sport machen, hätten jede Flanke besser und jeden Paß genauer gespielt beim Fußball. Die Mohammedaner erzählen den „Ungläubigen“, wie diese zu leben hätten, und die Deutschen erklären den Israelis, wie sie in Frieden leben könnten... – ach, würde statt dessen doch jeder einfach nur vor seiner eigenen Tür kehren! Nachdem die Deutschen nun ihren dritten Platz bei der WM haben, könnten sie sich ja um ihre eigenen Probleme kümmern. Um das wirklich wichtige.

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  • Bildnachweis:
A Dark Brahma hen. see also Image:Dark Brahma Hen, Oregon 2.jpg for same bird. Date 25 May 2008, 14:19, Author: Art Bromage from Seattle. Via Wikipedia. Licensing: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license.

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Schlüsselwörter: Ich wollt' ich wär' ein Huhn | comedian harmonists | Ari Leschnikoff | Erich A. Collin | Harry Frommermann | Roman Cycowski | Robert Biberti | Erwin Bootz
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Kommentare

kommt123
am 11.07.2010 17:50:09 (92.230.251.xxx) Link Kommentar melden
Die eigenen Fehler und Schwächen einzugestehen,damit tun sich viele schwer.
Es ist ja einfacher andere Personen und ihre Fehler zu kritisieren.
Das lenkt von den eigenen Schwachpunkten ab,denn solche Menschen setzen sich ungern mit ihren eigenen Charakterzügen auseinander.

Wie ein Windzug der Samenkörner verstreut,so verstreuen sie Lügen,Falschheit und solche Menschen "düngen" diese Samenkörner mit ihrem Hass.
Die Früchte,die solche Menschen wachsen lassen,das sind giftige Früchte,nicht zum Verzehr geeignet und somit sollte man sie meiden.


Übrigens,ich wäre gerne ein Pferd...Grin

Wink
266
am 12.07.2010 07:42:10 (109.91.162.xxx) Link Kommentar melden
– ach, würde statt dessen doch jeder einfach nur vor seiner eigenen Tür kehren! ... die Deutschen ... könnten ... sich ja um ihre eigenen Probleme kümmern. Um das wirklich wichtige.

Wink Der Boden der deutschen Geschichte reicht bekanntlich bis "Palästina"... Wink
Hartmut Holz
am 12.07.2010 16:16:41 (217.80.198.xxx) Link Kommentar melden
Palästina ist eine reine Angelegenheit von Israel und nicht von Deutschland.

Daher kann der Boden, der deutschen Geschichte, bekanntlich auch nicht bis Palästina reichen.Smile
286
am 31.08.2010 10:17:47 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Vermutlich haben die das mit der Wiedergutmachung falsch verstanden.

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