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Politik: Europa

Das behinderte Mobbing-Opfer, David Askew, 65 Jahre ist tot.

Er war ein sehr glücklicher Mensch und deshalb hassten sie ihn

Ich höre sie schon keifen, die Mobbing-Täter in den Foren und Leserbriefenrubriken, wenn sie vom Tod des David Askew hören. David war behindert, er lebte in Hattersley bei Manchester und ist schwer lernbehindert. „Nachbarn sagen, er hat die geistige Reife eines Achtjährigen“, und er hat sich dennoch um seine 89-jährige Mutter gekümmert, die im Rollstuhl saß. (1)

David war aufgrund seiner Behinderung wohl das ideale Opfer, dass unsere Helden Täter immer gerne suchen. Doch auch im Fall David hatten sie nicht den Mut, sich alleine dem Opfer zu nähern, sie kamen zum Schikanieren und Tyrannisieren immer zu weit oder dritt oder ... oder.. Mobbing-Opfer kennen das, Täter, die sich versuchen in der anonymen Masse zu schützen und ihr Unwesen zu treiben.

Für David Askew endeten am 11.03.2010 die Mobbing-Attacken mit dem Tod. Ein Fall, an dem alle in der englischen Presse an den Suizid von “Fiona Pilkington (left), 38, of Bardon Road in Barwell, Leicestershire und ihrer behinderten Tochter Francecca, 18 dachten.

Für David begann das Martyrium etwa Mitte der 90er Jahre, bis dahin schien er ein glückliches Leben zu führen. Dabei bestand der Mob aus Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft, die David mit kleinen Steinen bewarfen, „wenn er einkaufen“ ging. „Sie (nannten) ihn dummer Dave, sie schmeißen seine Fenster ein und erpress(t)en Alkohol und Zigaretten“ von ihm. „So geht es jahrelang“.(2

Von daher steht jetzt auch die Polizei in der Kritik, „sie haben nichts getan, zitiert der Independent eine 64-Jährige. Ein anderer Nachbar behauptet: Wir haben schon seit einem Jahr aufgehört, uns zu beschweren, weil nichts passiert ist“.(1)

Also wie immer in Mobbing-Fällen, staatliche Behörden nehmen ihre Aufgaben nicht war und das weiß der Mob. Also werden die Schikanen immer dreister und asozialer, die Täter immer jünger.

„Angeblich ließen die lokalen Buchmacher Askew nicht mehr in ihre Läden, weil er dauernd von Jugendlichen verfolgt wurde. Ein Zeitschriftenhändler soll ihn von Zeit zu Zeit bei sich im Hinterzimmer versteckt haben“. (1)

Ein Kreislauf der am 11.03.2010 dann mit dem Tod von David endete. „Am Abend stehen sie wieder vor seinem Haus. Zwei Jugendliche, sie machen das Gartentor kaputt, hantieren mit der Mülltonne herum und mit dem Elektro-Rollstuhl seiner 89 Jahre alten Mutter. Dieses Mal wird es David Askew zu viel. Er tritt vor die Tür, er will sie zur Rede stellen, verjagen, was auch immer. Vielleicht weiß er das selbst nicht so genau“. (1)

Und als die Polizei kam, nachdem sie gegen 21.37 Uhr alarmiert worden ist, ist David tot, Ursache ist ein Herzinfarkt. Im Polizeiprotokoll steht nun, natürlicher Tod, Ursache Herzinfarkt, von Tyrannei, Schikane und Mobbing ist nicht die Rede.

Eine Kommission soll nun klären, warum Polizei und Nachbarn David nicht helfen konnten. Dabei weiß man in England, dass hier gerade Behinderte gerne vom Mob als Opfer auserkoren werden.

„Polizei-Inspektor Denis O'Connor veröffentlichte ...einen Report, der große Lücken bei der britischen Polizei anprangert - vor allem was die Bekämpfung von unsozialem Verhalten und Mobbing durch Jugendbanden anbelangt. Besonders wenn es darum geht, Sachbeschädigungen oder gewaltsames Mobbing zu verfolgen, sei die Leistung der Beamten ungenügend und müsse umgehend verbessert werden, sagte O'Connor.

Innenminister Alan Johnson forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen Polizei und anderen Behörden, um die großen Probleme zu bekämpfen. Laut des Reports wird ein Viertel aller Beschwerden über asoziales Verhalten nicht verfolgt. In einem Fünftel aller Fälle sind die Opfer Menschen mit Behinderung“. (1)

Und wenn wundert es, dass gerade Manchester und die Region darum mit Mobbing die meisten Probleme hat.

Für David spielt das nun keine Rolle mehr, seine Mutter sagt, "er war ein sehr glücklicher Mensch“. (1) Kennen sie eine Mutter oder andere, die das von Mobbing-Tätern sagen?

1) http://www.spiege...01,00.html 2) http://www.dailym...uncil.html http://www.dailym...ester.html

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Schlüsselwörter: David Askew | dummer Dave | Elektro-Rollstuhl | Fiona Pilkington | Herzinfarkt | Hinterzimmer | Independent | Innenminister Alan Johnson | Manchester | Mobbing-Täter | Polizei-Inspektor | Tyrannisieren
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Kommentare

288
am 06.05.2010 17:05:16 (95.169.231.xxx) Link Kommentar melden
die Kinder waren doch offenbar aus der Nachbarschaft. Wo bitte waren da die Erziehungsberechtigten, die ihre Kinder zur Ordnung gerufen haben?
Es ist immer ein Problem der ganzen Gesellschaft, wie der Umgang mit Schwaecheren gelehrt wird.
Nie ist es nur ein Verschulden derer, die die Untat anstellen, sondern ebenso derer, die sie nicht mittels einer entsprechenden Erziehung unterbinden.
Als ich ein Kind war, hatten unsere Nachbar einen SOhn in meinem Alter. Er hiess Stephan und hatte Morbus Down.
Stephans Mutter bat meine Mutter, ob ich mit ihr und ihrem Kind spielen gehen duerfe, weil alle anderen Muetter haetten abgelehnt...
mich traf das damals sehr, weil STephan ein ungewoehnlich lieber und sehr freundlicher Junge war. Niemals werde ich vergessen, wieviel Freude wir zusammen hatten.
Und niemals waere ich auch nur im Traum auf den Gedanken gekommen, ihn zu haenseln ode rihm Unrecht zu tun. Leider starb er mit 10 Jahren an einem Herzfehler, und auch heute noch, nach so vielen Jahren, ist er in meinem Herzen lebendig.
Diese Kinder sind arme Kinder, die diesen Mann so quaelen konnten, denn sie haben keine Gefuehle.
Und irgendwann, wenn sie aleter sind, kommt entweder die Erkenntnis, was sie getan haben, oder sie kommt nicht, dann ernten sie das, was sie saen.
Verlierer sind sie allemal.
Kindergaertner
am 06.05.2010 19:11:48 (92.225.104.xxx) Link
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  • Gelöscht von Argusauge am 06.05.2010 20:33:16.
300
am 06.05.2010 22:56:41 (69.162.66.xxx) Link Kommentar melden
Spannend wäre doch die Frage, warum die Nachbarn vor Ort nichts getan haben.

Zivilcourage. Meistens fehlts daran.

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