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Politik: Deutschland

Bis zur fristlosen Kündigung wurden drei Altenpflegerinnen gemobbt.

Mobbe ältere Mitarbeiterinnen und Du kannst Dir die Abfindung ersparen.

Der Kampf gegen ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft nicht nur in Deutschland auf vollen Touren. Am Dienstag hat auch Frau Maischberger in ihrer belanglosen Talkshow für Politikerinnen in der Midlife-Crisis darüber eine Sendung machen müssen.

So kam mit der Managerin Petra Sommer, „arbeitslos seit 2009“ eine Frau mit Rückgart zu Wort, der am Ende diesen Jahres Hartz IV droht und sie es ablehnt, sich auf diesen Horrorpfad deutscher Sozialpolitik zu begeben. Frau Sommer konnte anhand von 10 Kolleginnen und Bekannten nachweisen, dass „meine Generation .... aussortiert und aufs Abstellgleis gezogen“ wird. Frau von der Leyen war auch da und sah aus wie die Chefin aller Möchtegernsanktionierer, kalt und unfähig zu verstehen, warum es im aktuellen Krieg in der Arbeitswelt geht, Mobbing. (4)

Und nun dieser Fall aus Österreich, der zeigt, wie gerade Politiker das Mobbing-Verbot in Österreich umgehen wollen, um ältere Mitarbeiterinnen auf das Abstellgleis zu schieben. (5) Denn darum geht es, wenn die Attacken der Mobber und Täter selbst vor dem Vorwurf der Sterbehilfe nicht Halt machen. Die Diebstahlmasche kennen wir ja nur zu gut aus Deutschland und scheint jetzt wohl europaweit sich wie eine Unternehmenspest auszuweiten.

Drei besonders schwere Mobbing-Fälle gibt es leider aus dem wichtigen Bereich der Altenpflege zu melden. Die drei Frauen waren im Pongauer Seniorenheim beschäftigt, bis der Bürgermeister anfing „üble(.) F(ä)ll(e) von Mobbing“ zu fördern oder zu unterstützen. So sieht es der „frühere Pongauer Nationalratsabgeordnete Harald Hoffmann“ nach seinem beherzten Eingreifen auch.(1)

Zuerst einmal ist zu begrüßen, dass sich hier ein Politiker an die Spitze zur Aufklärung eines Mobbing- oder besser gesagt, drei Mobbing-Fälle stellt. Wir würden uns wünschen, dass so was endlich auch in Deutschland der Fall wäre, doch davon können wir wohl sehr lange träumen. Und Träume werden selten wahr.

Harald Hoffmann hat recherchiert und folgende Fakten gefunden, nach dem sogar eine der betroffenen Frauen „am Tag ihrer Entlassung am Telefon (sogar ihren) Selbstmord angekündigt“ hat. (1)

Einmal soll eine Pflegerin Sterbehilfe geleistet haben. Fakt ist, „eine der drei Frauen habe eine Heimbewohnerin in den Tod begleitet und ihr dabei das Kinn gehalten, damit der Mund der Toten nicht offen bleibe“. (1) So was kann man wohl doch nicht als Sterbehilfe bezeichnen, sondern eher als mutige Begleitung einer im sterben liegenden Frau.

Und zu recht weist Hoffmann darauf hin, was ihn im den drei Fällen stutzig machte. „Der Bürgermeister hat den drei Frauen vorgeschlagen, selbst zu kündigen, dann wird er Stillschweigen bewahren, andernfalls aber die Staatsanwaltschaft einschalten“, und so was nennt man zu recht Nötigung.

Der Bürgermeister gibt nun eine ganz andere Darstellung und versucht Land zu gewinnen. „Er habe den Beschuldigten .... angeboten, selbst zu kündigen, weil dadurch aus arbeitsrechtlicher Sicht eine andere Optik entstanden wäre als bei einer Entlassung“. (1)

Mal ehrlich gesagt, in einem Fall von aktiver Sterbehilfe muss ja wohl unabdingbar Anzeige erstattet werden, genauso wie im Fall des Vorwurfs des „sexuelle(n) Missbrauch(s)“. „Bei einer Feier habe sich eine der Mitarbeiterinnen an den Bettrand einer Bewohnerin gesetzt und eine Banane in die Luft gehalten“. (1)

Schon seltsam, was sich so ein Bürgermeister zusammen reimt, liegt wohl an seiner Fantasie, von einer Banane auf sexuellen Missbrauch zu schließen, klingt nach einem Bild-Zeitungswitz aus der untersten Schublade oder warum ist die Banane krumm.

Und im anderen und letzten Fall der „drei dienstältesten Mitarbeiterinnen des Heimes“ soll es sich um Diebstähle gehandelt haben. (1)

Auch hier konnte Hoffmann Klarheit schaffen. „Und auch die vermeintlichen Diebstähle würden sich allesamt klären lassen. Es gehe um Spenden für das Personal, die angeblich nicht richtig verwendet worden seien“. (1)

In allen Fällen stützt sich der Bürgermeister auf „andere Heim-Angestellte, die drei Kolleginnen schwer belastet“ hätten.

Nun hat sich auf Intervention von Hoffman hin die Gewerkschaft den Rechtsschutz für die anstehenden Prozesse bereit erklärt. Man darf gespannt sein, wie das Gericht entscheidet oder ob der Bürgermeister die Kündigungen zurücknimmt.

Denn alleine die Tatsache, dass es bei allen drei Pflegekräften um ältere Mitarbeiterinnen mit sehr vielen Dienstjahren gehandelt hat und durch die fristlosen Kündigungen die Gemeinde auch keine Anfindung (in Österreich nennt man das Abfertigung) hätte bezahlen müssen, weisen doch klar auf Mobbing-Attacken übelster Art mit Handlungsanleitung von ganz oben auf.

Erinnert sei hier nur an den berühmten Maultaschenfall, auch so ein Lehrstück aus dem Tollhaus Mobbing bis dass der Tod das Opfer ereile. (2“

Und der Teewurstfall der behinderten Altenpflegerin war auch so ein Meilenstein im Kampf gegen ältere Mitarbeiter (3)

“Die 41-Jährige”, “körperbehinderte Frau hatte mit der Teewurst, die für Patienten des Heimes bestimmt war, ein Brot geschmiert (und dann verzehrt). Sie erhielt am 23. Oktober die fristlose Kündigung und erhob Kündigungsschutzklage”, mit Erfolg. (3)

1) http://www.salzbu...mode=& http://derstandar...on-Mobbing http://dieaktuell...gekundigt/ 3) http://dieaktuell...ckgezogen/ 4) http://www.dasers...seite=true http://dieaktuell...loswerden/ 5) http://dieaktuell...die-opfer/

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Schlüsselwörter: arbeitsrechtlicher Sicht | Banane | dienstältesten Mitarbeiterinnen | Mobbing-Fälle | Pongauer Nationalratsabgeordnete Harald Hoffmann | Selbstmord angekündigt | sexueller Missbrauch | Sterbehilfe | Stillschweigen bewahren | Maischberger | Managerin | Abstellgleis
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Kommentare

286
am 30.04.2010 21:52:49 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Warum ist Petra Sommer denn arbeitslos geworden? Ich finde dazu keine Infos.

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