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Internet: Kuriositäten

Wer ist eigentlich Dieter Hornemann?

Satirische Anmerkungen zu www.sozialterror.de und anderen paranormalen Erscheinungen

Sozialterror als Spaßreligion
Sozialterror als Spaßreligion
Wer sich mit Glaubenssystemen befaßt, wird früher oder später im Internet über Propheten stolpern. Propheten erkennt man daran, daß sie mehr sehen als andere und das dann auch noch laut sagen, manchmal drohend, unter Umständen mobbend, oft jedoch auch klagend, gelegentlich sogar winselnd. Der Prophet droht mit Strafgerichten oder er kündigt das Nahen unheilvoller Ereignisse an, raunend, obskur, vieldeutig. Ein bißchen Kassandra, eine Prise MohaMAD, eine Spur Sphinx... - der Prophet ist nicht faßbar, er entzieht sich dem direkten Zugriff, also dem (heideggerisch formuliert) Be-Greifen, daher wurde die Sphinx zum Beispiel bei den Griechen als ein geflügelter Löwe mit dem Kopf einer Frau, teilweise auch als Frau mit den Tatzen und Brüsten einer Löwin, einem Schlangenschwanz und Vogelflügeln dargestellt. Ein Wesen also, mit dem man weder irgendwelche Geheimnisse noch den Tisch (oder gar das Bett) teilen möchte. - Will heißen: der Prophet an sich hat immer auch etwas Erschreckendes, Grauenhaftes an sich... - der Religionswissenschaftler Rudolf Otto meinte wohl - unter vielem anderen - auch dies mit dem Begriff numinosum...

Propheten haben zunächst eine Erscheinung, eine Wahrnehmung, eine blitzartige Erkenntnis, und diese verkünden sie dann. Sie haben also eine Botschaft und einen Auftrag, oder - wie man es griffig formuliert - „vision and mission“...

Manche dieser Propheten haben eine sehr kleine Anhängerschar - oft nur sich selber - andere bilden immerhin noch die eine oder andere Gruppe. Vor allem bei Verschwörungstheoretikern und esoterischen Zirkeln findet man dieses Phänomen.

Die Gruppe der Propheten mit einer sehr kleinen Anhängerschar lassen sich nun wiederum unterteilen in

  1. diejenigen, die bemüht sind, eine größere Anhängerschaft zu imaginieren und zu simulieren - wie zum Beispiel der Der König der Spam-Schleudern und seine nur in seiner Phantasie existente Anhängerschaft der anarchistischen „Hacker“ -, und
  2. diejenigen, die von vornherein eine Leidensrolle auf sich nehmen - wie zum Beispiel Jesus am Kreuz oder das „Lebenslange Opfer von Medizinal- und Pogromverbrechen gegen die Menschlichkeit“ - und somit eher eine passive Rolle spielen

Zwei völlig unterschiedliche Marketingstrategien also. Während die erste Variante eher auf eigene Aktivität setzt - hierzu verweist man dann gern auf Erfolge im manipulierten google-ranking oder publiziert spam-artige Lawinen von „Aufklärungen“ über - angeblich natürlich „unschuldige“ - Mörder wie Hans Pytlinski oder Juan Carlos Bresofsky-Chmelir -, baut die zweite Variante mehr auf Klagen und setzt auf Mitleid, also auf die Aktivität anderer. Dies bedeutet, daß diese beiden prophetischen Archetypen - der aktiv-aggressive wie auch der passiv-wehklagende - natürlich konkurrenzlos harmonieren und zumindest zeitweise bestens interagieren können.

Der Prophet M. (incognito)
Der Prophet M. (incognito)
Nun sind Glaubenssysteme - somit alle Religionen, allerdings auch alle Ideologien - generell irrational begründet, irrational strukturiert, irrational motiviert, somit sind sie also auch nicht rational erklärbar oder hinterfragbar. Wer es dennoch versucht, wird früher oder später die generelle Inkompatibilität von Rationalität und Ideologie entdecken.

Es geht allerdings auch einfacher: man akzeptiert die Aussage als Arbeitshypothese und kümmert sich um die Geschichte des IPU.

Was? Wer? Wie? Warum? Wozu? - Was ist denn IPU?

Das unsichtbare rosafarbene Einhorn (engl. invisible pink unicorn, Abk. IPU) ist die weibliche Gottheit einer Spaßreligion, die damit theistische Glaubensansichten parodiert. Zentrales Element ist die Einhorngestalt der Göttin, die paradoxerweise sowohl unsichtbar als auch rosafarben sein soll. Die Idee stammt aus der englischsprachigen Newsgroup alt.atheism, wo die Figur am 18. Juli 1990 erstmals erwähnt wurde.

Das Phänomen erreichte besonders auf Websites und in Online-Diskussionsforen mit atheistischem Hintergrund eine gewisse Popularität, die einerseits wohl auf dem humoristischen Element beruht, andererseits aber auch auf der beabsichtigten satirischen Kritik am Theismus. Durch das „Bekenntnis“ zum unsichtbaren rosafarbenen Einhorn soll auch gezeigt werden, dass es schwierig bis unmöglich ist, den Glauben an Phänomene, die sich außerhalb der gewöhnlichen menschlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten befinden, zu widerlegen.

Mit dem unsichtbaren rosafarbenen Einhorn soll auf die schlechte logische Untermauerung des Glaubens an Übernatürliches aufmerksam gemacht werden, beispielsweise durch die bloße Ersetzung des Wortes „Gott“ in theistischen Texten durch die Wörter „unsichtbares rosafarbenes Einhorn“. (...)

Mehr lesen...: Wikipedia, Unsichtbares rosafarbenes Einhorn

Die Religionssysteme brauchen nicht nur einen Gott, sondern haben oft auch noch Helfer, Boten, einen Gesalbten, Messias oder Heiland. In manchen - z.B. in der X-Religion - wird sogar die Mutter des Heilands als heilig verehrt, während der Messias selbst zum Gott wird (und umgekehrt, außerdem gibt es dort auch noch ein „Heiliges Gespenst“), während in anderen - z.B. der M-Religion, die sich selbst als I-Religion bezeichnet - der Prophet in ehrfürchtiger Verehrung dem Gott sozusagen gleichgestellt wird. Was insbesondere dazu führt, daß man von diesem bärtigen Boten namens M kein Bild erstellen darf, wenn man nicht den Zorn der M-Fans erwecken will. Auch ist es in dieser M-Religion strikt verpönt, eine Fußmatte in der Farbe grün, die verschnörkelte weiße Muster hat, vor der Tür auszulegen.

Vor jeder Tür... Schuhe aus!
Vor jeder Tür... Schuhe aus!
So ein Pech. Genau so eine grüne Fußmatte habe ich mir neulich extra anfertigen lassen. Es gibt nämlich Firmen, die einem eine Fußmatte in jeder beliebigen Form, in jeder beliebigen Farbe, und mit jedem beliebigen Motiv herstellen, und das auch noch für wenig Geld. - Es mag sein, daß dies nun wieder den einen oder anderen M-Fan grämt. Das tut mir natürlich aufrichtig leid; andererseits kann ich das mit der Fußmatte natürlich trotzdem machen, denn Verbot einer grünen Fußmatte mit verschnörkeltem weißen Muster gilt ja - logischerweise - nur für die Anhänger jener M-Religion. Nicht für mich. Ich kann wirklich nicht auch noch alle die Regeln berücksichtigen, die andere Leute für sich aufstellen oder für sich für verbindlich halten. Außerdem verbrennen die ja gelegentlich auch Fahnen anderer Länder - wie die der USA, Dänemarks oder Israels - und machen sonstige Aktionen des angewandten Sozialterrors, da finde ich eine nicht brennende grüne Fußmatte mit weißen Schnörkeln echt harmlos.

Nebenstehend ein Originalfoto unserer tollen Neuerwerbung: grün mit weißen Schnörkeln, dazu einige unserer aktuell getragenen Schuhe. Eine Momentaufnahme, mehr nicht. Aber dennoch aussagekräftig...

Apropos Sozialterror... - man sollte das pseudoreligiöse Werk des wahrlich leid-vollen Propheten Hornemann wirklich mal lesen, es ist spannend. Leidvoll schmerzlich wie die Passion - „Oh Haupt voll Blut und Wunden“ - des Gekreuzigten, aber wesentlich besser strukturiert:

Heinz-Dieter Wilhelm Hornemann

Sozialterror

Lebenslang Opfer von Medizinal- und Pogromverbrechen gegen die Menschlichkeit

Wird weiter bearbeitet und dann als Akte oder Buch publiziert.

(Stand 01.06.2010)

Meine Autobiographie (Sozialterror/www.sozialterror.de) darf nur im Gesamtzusammenhang veröffentlicht, kopiert, zitiert (angeführt) oder beurteilt werden.

Nur Passagen oder Kapitel zu veröffentlichen, zu kopieren, zu zitieren (anzuführen) oder zu beurteilen, ist unsinnig und deshalb verboten.

  • H 1 bis H 14 : = Hauptkapitel
  • H = Hauptkapitel
  • K = Kapitel : dreistellige Zahl (auch Verskapitel)

Inhaltsverzeichnis:

  • H 1 Meine Abstammung und Beispiele von von mir erlittenen Verbrechen in meiner Kindheit.
  • H 2 Beispiele von von mir erlittenen Verbrechen in psychiatrischen Kliniken
  • H 3 Soziale Konspiration gegen mich
  • H 4 Beispiele von originellen von mir erlittenen Menschen verachtenden Beleidigungen
  • H 5 Beispiele von originellen von mir erlittenen bestialischen Beleidigungen
  • H 6 Distanzaggressionen gegen mich
  • H 7 Beispiele von öffentlichen Körperverletzungen, Willkür und Übergriffen gegen mich
  • H 8 Terror von amtlichen, sozialen, kirchlichen und kommerziellen Dienstleistern gegen mich
  • H 9 Beispiele von von mir erlittenen Medizinalverbrechen
  • H10 Beispiele von ständigen nächtlichen Ruhestörungen und heimtückischen Verbrechen gegen mich
  • H11 Meine gesundheitliche Zerrüttung und Gesundheitsdefinition
  • H12 Wissenschaftliche, religiöse und soziale Erkenntnisse von mir
  • H13 Psychosoziale Grausamkeit und Menschenverachtung
  • H14 Bewiesene Realitäten
  • 001 Vorwort- Menschenrechtsverbrechen

Manchmal hört man die Worte des Propheten, aber es erschließt sich weder seine Botschaft, noch wird das Wesentliche - das proprium - seiner Religion klar, dann rätselt der Betrachter etwas ratlos und denkt sich im besten Fall nur noch: „the message well I hear, my faith alone is weak“ ("Die Botschaft hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube", aus: Faust. Der Tragödie erster Teil. Johann Wolfgang von Goethe).

Targum - lesen, lesen, lesen...
Targum - lesen, lesen, lesen...
Der Prophet sucht derzeit noch einen Verleger, der sich des Projekts annimmt. Aus wirtschaftlicher Sicht jedoch dürfte das literarische Werk - zu Lebzeiten des Propheten jedenfalls - allerdings kaum erfolgreich sein. Aber wer weiß?

Keiner kann sagen, wie das Projekt in 100 oder 1.000 Jahren beurteilt werden wird. Dann gibt es keine M-Religion mehr, aber vielleicht eine neue H-Religion? Allerdings müßte dafür doch noch - für die Gläubigen - die Heilsbotschaft und das Heilsversprechen etwas klarer herausgearbeitet werden. Ideal wäre auch eine Formulierung einer ethisch-handlungsorientierten Maxime (zum Beispiel die „Fünf-Hörner-Gebote“) und eines Glaubensbekenntnisses. Ebenso sollte die Theodizee-Frage und der Umgang mit den Ungläubigen geklärt sein.

Bekanntlich gilt der Prophet nichts im eigenen Lande. Das sollte Herrn Hornemann also ein Trost sein. - Und ich lese jetzt ein bißchen im Tanach. Denn mit Propheten bin ich persönlich bereits bestens versorgt!

  • Bildnachweis
  • „Invisible Pink Unicorn.“ - English: A depiction of the Invisible Pink Unicorn. Deutsch: Eine Abbildung des unsichtbaren rosafarbenen Einhorns im Stil eines Wappentiers. Français: Une représentation de la Licorne rose invisible. Italiano: Una rappresentazione dei Pink Invisibile Unicorno. Español: Una imagen del Invisible Pink Unicorn (Unicornio Invisible Rosa). Svenska: En skildring av Invisible Pink Unicorn. Nederlands: Een afbeelding van de Invisible Pink Unicorn. Datum: 26. Februar 2007. Quelle: Originally uploaded to :en by en:User:Bingo pajama bee on 12 August 2006, and released into the public domain. Reworked and colored with a simple gradient. Urheber: Yamavu. Via Wikipedia. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.
  • „Muhammad“ by Arne Soerensen. - Eine der 12 Karikaturen, wegen derer Mohammedaner mordeten und brandschatzten, weil angeblich ihre „religiösen“ Gefühle verletzt worden seien dadurch...
  • „Unsere Fußmatte“, eigenes Bild, ©Dr. Chaim Levinson 2010
  • „Targum“, via Wikipedia, public domain

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Schlüsselwörter: Wer ist eigentlich | Winfried Sobottka | Dieter Hornemann | Sozialterror | unsichtbares rosafarbenes Einhorn | PRHL | Verschwörungstheoretiker
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