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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Erneut Korruptionsvorwürfe gegen die Ferrostaal AG.

Ohne Schmiergeld kein Rüstungsgeschäft?

Frau Merkel oder ihr Partner Guido Westerwelle, ja, der von der Bravo-Story um Johnny Depp, Suzi Quatro und dass Zungenküsse die nicht zur Schwangerschaft führen (*), mögen uns ja mit ihren Erfolgmeldungen von der Exportfront nerven. Doch haarsträubend wird es, wenn man weiß, dass Deutschland der Waffenexporteur Nummer 3 in dieser Welt ist, was ja noch kein Vergehen ist.

Doch schaut man sich alleine die Verdachtsmomente gegen Ferrostaal an, dann hat man irgendwo das Gefühl, dieser Platz 3 ist nur mit Schmiergeld erreicht worden. Auch wenn sich die Öffentlichkeit mit dem Interview von unserem Außenminister beschäftigt, „nie zuvor in den vergangenen 54 Jahren hat ein deutscher Politiker dem Heft ein Interview gegeben“* haben wir doch ein Korruptionsproblem ungeahnten Ausmaßes in Deutschland.

Sicherlich ist Herr Westerwelle nicht gerade der geeignete Politiker für eine saubere Weste, obwohl er auch in seiner Jugend Opfer von Mobbing wurde, "der aktuellen Bravo gesteht Guido Westerwelle (FDP..... wer ihn in der Schule wegen seiner Homosexualität gemobbt hat“. (*) Doch im Kampf gegen eine saubere Exportwirtschaft muss gerade die FDP mehr bieten, als Lippenbekenntnisse.

Ferrostaal AG ist ein deutsches Industriedienstleistungsunternehmen das wohl den Begriff Dienstleistungen als Freifahrschein zur Korruption und Schmiergeldzahlungen angesehen hat. Es tauchen immer neue Vorwürfe gegen das 1920 in Holland gegründete Stahlunternehmen auf, dass ab 1926 dann in Essen seine Stammsitz aufbaute und bis heute dort Zuhause ist.

In den Jahrzehnten hat das Unternehmen mehrere Phasen des Wechsels der Kapitalbeteiligungen und Arbeitsfelder durchgemacht, in der Zwischenzeit ist man ein Dienstleistungsunternehmen und bietet unter anderem Kontakte in alle Welt an, auch mit dem Hintergrund, Geschäfte per Schmiergeldzahlungen abzusichern.

„Die Ferrostaal AG ist ein deutsches Industriedienstleistungsunternehmen mit Sitz in Essen. Ferrostaal ist eine Tochtergesellschaft der International Petroleum Investment Company (IPIC) aus Abu Dhabi mit der Münchner MAN SE als Minderheitsaktionärin (30%). Im Jahr 2007 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro und beschäftigte weltweit rund 4.200 Mitarbeiter an über 60 Standorten“. (1)

Stand die Ferrostaal zuerst im Verdacht, ihre eigenen Geschäfte mit Kraftwerken und U-Booten per Bestechungsgelder generiert zu haben (2), kommen nun immer neue Vorwürfe ans Tageslicht.

Bisher war der Staatsanwalt aus München wohl der Annahme, „dass bei Ferrostaal über Jahre hinweg systematisch Schmiergelder gezahlt wurden – etwa bei Projekten in Ägypten, Portugal, Kolumbien, Argentinien und Indonesien. Die dubiosen Zahlungen sollen über so genannte Schein-Beraterverträge abgewickelt worden sein. Da es sich zum Teil um militärische Projekte handelt, sind oft auch politische Stellen mit im Spiel“ gewesen. (3)

„Dafür sollen sie laut Akten der Staatsanwaltschaft über Ferrostaal de Colombia die Bestechungsgelder an Entscheidungsträger bei Marine und Ministerium organisiert haben, zwischen 625.000 und 840.000 Euro“. (4)

„In den Akten der Ermittler heißt es, dass ein portugiesischer Honorarkonsul bei der Anbahnung des U-Boot Geschäfts behilflich war. Der Nebenjob-Diplomat habe im Sommer 2002 sogar ein direktes Gespräch zwischen einem Ferrostaal Vorstand und dem damaligen portugiesischen Premierminister José Manuel Barroso vermittelt. Insgesamt soll der Honorarkonsul für seine "zielführende Assistenz" letztlich gut 1,6 Millionen Euro kassiert haben“. (4) und es versteht sich von selbst, dass sie 1,6 Millionen Euro steuerfrei waren, oder was haben sie gedacht mit ihrer Papplohnsteuerkarte Made in Germany?

Nun liegen aber auch neuere Erkenntnisse vor, dass Ferrostaal seine „geschmierten Kontakte“ bis zu politischen Stellen auch anderen Firmen angeboten hat und somit Korruption zum Inhalt von Beratergeschäften gemacht hat.

„Der Korruptionsverdacht gegen den Ferrostaal-Konzern ist angeblich größer als bislang bekannt. ... Ferrostaal (soll) ... vermutlich auch für andere Unternehmen die Zahlung von Bestechungsgeldern organisiert haben. Das lasse der Fall des Gelddruckers Giesecke & Devrient vermuten. Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte Ferrostaal am vergangenen Mittwoch (24.03.10) durchsucht“. (4)

Somit hat der Fall „Ferrostaal“ eine neue Dimension im deutschen Sumpfland der Korruption aufgezeigt, dass nämlich eine Firma einer anderen per Schmiergeld den Verkauf ihrer Produkte ermöglicht haben soll. Korruption quasi als Beratertätigkeit, das ist bisher neu und zeigt, in welchem Umfang die Korruption heute in Deutschland die Wirtschaft regiert und beherrscht. (5)

Die Politik schweigt wie immer zu den Vorwürfen und hält es auch nicht für nötig ein klares Anti-Korruptionsgesetz zu verabschieden, noch eine SEC nach amerikanischem Vorbild einzurichten. Offenbar sieht man sonst die politische Erfolgsgeschichte vom „Exportweltmeister Deutschland “ für gefährdet, auch wenn der Verdacht sich mehr und mehr verstärkt, dass wir sowohl „Korruptions- als auch Exportweltmeister“ sind und Schmiergeldgeschäfte in alle Welt als Dienstsleistung anbieten.

Motto: Wer nicht schmiert ist blöd und geht unter.

* http://www.tagess...91424.html http://www.suedde...8600/text/

1) http://de.wikiped...Ferrostaal

2) http://www.ruhrba...ons-sumpf/

3) http://www.derwes...73123.html

4) http://www.chariv...195253.php http://www.spiege...42,00.html

5) http://www.derwes...73123.html

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Schlüsselwörter: Mobbing-Opfer Westerwelle | Homosexualität und Schul-Mobbing | dubiosen Zahlungen | Ferrostaal AG | Geschäfte mit Kraftwerken | Giesecke & Devrient | Inhalt von Beratergeschäften | Korruptionsverdacht | Korruptionsweltmeitser | Projekten in Ägypten | Schmiergeldzahlungen
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