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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Gewerbeimmobilienblase steht mit 1,5 Billionen Dollar vor dem Big Bäng!

Hurra, hurra, die nächste Blase die ist da

Seit der Finanzkrise 2008 um die Subprime-Darlehen, die die USA und den Rest der Cash-Welt ins Chaos stürzte, wurde es in den letzten Monaten sehr ruhig. Zu ruhig, wie man heute feststellen muss, denn die nächste Blase ist am Platzen und der wurde kräftig gepustet.

Diesmal geht es um die Gewerbeimmobilien wie Hotels, Büro- und Einkaufzentren, die insbesondere in den USA wie Pilze aus dem Boden schossen. Finanziert oft nur durch Darlehen und ohne Eigenkapital durch Banken über dubiose Fonds. Ja, da sind sie wieder unsere Banken, denn die Gewerbeimmobilienblase wirft auch ihre Schatten auf Deutschland. So sind der Frankfurter Euro-Tower genauso Kandidaten wie das Berliner Sony-Center, das jetzt dringend verkauft werden muss, denn die Heuschrecke (1) Morgan Stanley blutet aus oder torkelt dem Bankrott entgegen. Und wir, wir sind wieder dabei, als Zahler für den Bankencrash Teil 2. Denn wer die Hotelneubauorgie in Berlin verfolgt, pro Woche eine Hotelburg nach der anderen, der weiß, was da aufgepustet wird.

Man muss auch mal an dieser Stelle auf den Unfug der EU-Subventionspolitik verweisen, die da jedes neue Hotelbett in Berlin subventioniert, und nicht nur hier. Denn solche Projekte gehen dann immer den Bach runder, wenn die Einnahmen weg brechen und die Kosten weiter laufen, kennt jeder Privatmann. „Weil ein Immobilienfonds der US-Bank Morgan Stanley in akute Schieflage geraten ist, steht das Berliner Sony Center kurz vor einem Notverkauf“ (2) Und es geht um noch mehr als um die Millionen des Sony-Centers in der Hauptstadt, quasi vor der Haustür von Frau Merkel. Insgesamt haben diese neuen Schrottimmobilien Made by Gier 40 % ihres Wertes in letzter Zeit verloren und „feige Politiker“, wie sie Alexander Hagelück in seinem Artikel“ in der SZ vom 16.04.2010 bezeichnet, haben uns mal wieder falsch informiert oder gar nicht.

Neben der US-Bank Morgan Stanley reiten auf der Blase auch wieder Banken wie Hypo Real Estate, Commerzbank und die Deutsche Bank von Joe Ackermann mit. Wie gesagt, es sind immer die gleichen Lügen, die gleichen Mitspieler und der gleiche Grund für das Platzen einer Blase, nur eines steht schon immer zu Anfang an fest, wer die Zeche bezahlt, und das sind wir Bürger. Das Volumen der neuen Blase aus „falsch finanzierten Darlehen“ für Gewerbeimmobilien soll sich genauso wie die erste Heuschreckenblase auf 1,5 Billionen Dollar belaufen und dann kann man den Schaden ja selber abschätzen, denn was uns die Finanzkrise 1 beschert wissen wir ja nun zu gut in der Zwischenzeit.

Das Thema „einstürzende Neubauten“, Joe Ackermann und den Rest der coolen Gang, voll gepumpte Immobilien nur auf Kreditbasis wird uns also die nächsten zwei Jahre ein treuer Begleiter sein. Der Sony-Center ist nicht der einzige Dominostein in der Heuschreckenplage, Teil 2, live in Germany, der demnächst stürzen dürfte. Und bekanntlich folgt einem Dominostein immer der nächste.

1) http://www.finanz...44180.html 2) http://news.immob...m-verkauf/ * „Die nächste Blase platzt“, Süddeutsche Zeitung, Nr. 87, S. 17

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Schlüsselwörter: Commerzbank | Gewerbeimmobilienblase | Hypo Real Estate | Joe Ackermann | Sony Center | US-Bank Morgan Stanley
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