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Sonstiges: Kultur & Religion

Die Stellung der Missionare

Warum den Christen „Bekehrung“ und „Erweckung“ so wichtig sind...

Missionare
Missionare
Jeder Mensch begegnet in seinem Leben irgendwann einmal einem Missionar; das läßt sich eigentlich gar nicht vermeiden. In Europa sind Missionare üblicherweise Christen, besonders häufig evangelikale und freikirchliche, Baptisten und Mormonen, aber auch „Jehovas Zeugen“; ferner natürlich Katholiken, die sich ohnehin für das Zentrum des „einzigen Christentums“ und für die „alleinseligmachende Kirche“ halten. Alle diese Christen berufen sich auf die Bibel und vor allem auf einen der ersten und wichtigsten Missionare, den Juden Scha'ul aus Tarsus (heute Türkei, an der Grenze zu Syrien), der ein eifriger Christ und unter dem Namen Paulus ein fanatischer Missionar wurde... - vielleicht schaut er deshalb auf Albrecht Dürers Bild so böse drein...?

Zur genaueren Betrachtung des Problems „Mission“ ist es sinnvoll, die Begriffsgruppen Bekehrung, Evangelisation, Mission einerseits und Buße, Reue, Umkehr zu Gott andererseits zu berücksichtigen; im Griechischen gibt es bereits hierfür unterschiedliche Wörter. In der deutschen Sprache, mehr aber in der gesamten christlichen Geschichte lassen sich die Begriffe besser noch unterscheiden hinsichtlich ihrer Zielrichtung: wendet sich der Gedanke der Umkehr reflexiv auf den Christen selbst oder richtet er sich auf die zu missionierenden Heiden und Juden? - Ja, in der Tat, hier hat das Christentum immer fein differenziert, im Gegensatz zu den Mohammedanern (die anderen sind, abwertend gemeint, die „Ungläubigen“, arabisch „kuffar“) und im Gegensatz zu den Juden (die anderen sind, völlig ohne jede Wertung, die „Völker“, hebräisch „gojim“).

Also, es existiert ein wichtiger Unterschied der Bedeutungen: zum einen Buße, Reue, Umkehr zu Gott; und zum andern Bekehrung, Evangelisation, Mission. Während das erste, die jeweils persönliche religiös motivierte Umkehr im Sinn einer Verhaltensänderung, keiner besonderen Erwähnung bedarf, ist das zweite, die Missionierung anderer, naturgemäß äußerst problematisch. Denn es ist eine gedanklich problematische Konstruktion als Voraussetzung nötig, die sich nicht mit unserer Auffassung eines freien, rationalen, aufgeklärten und selbstbestimmten Menschen verträgt: die Auffassung des Missionars, „ich habe recht, der andere hat unrecht, deshalb muß ich ihn bekehren.“ - oder, wie man auf neudeutsch sagen würde: Alle doof außer mich!

Einzel- und Massenbekehrung - Christliche Mission und Evangelisation wollen Bekehrung bewirken. Bekehrung bezieht sich auf die Hinwendung des einzelnen Menschen zu Jesus und damit zum Christentum, während Christianisierung die Verbreitung des Christentums auf geographischer oder ethnischer Ebene bezeichnet.

Taufe und Zwangstaufe - Die Bekehrung steht im Christentum in engem Zusammenhang mit der Taufe. Die zwangsweise Bekehrung unter Bedrohung des eigenen Lebens und Leibs, bei Tod, Strafe oder Gewalt auch für Freunde und Familienangehörige, steht in engem Zusammenhang mit christlicher Zwangstaufe und Antijudaismus.

Quelle: Wikipedia, Bekehrung (Christentum)

...aus Saulus mach Paulus...
...aus Saulus mach Paulus...
Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) hat eigens eine „Innere Mission“ und eine „Äußere Mission“. Mit der einen arbeitet man im Inland, sie ist also also eher ein an Christen adressierter Aufruf zur Umkehr in einer zwar christlich geprägten - jedoch an sich säkularen - Welt, mit der anderen verbreitet man das Evangelium über den Globus. - Des weiteren kamen - zum Teil nur zeit- bzw. phasenweise - Buddhisten, Sanyassins oder andere Splittergruppen hinzu; derzeit besonders beliebt ist die Konversion von ehemaligen Christen und Religionslosen unter die grüne Fahne des falschen Propheten... - die Mohammedaner verbreiten seit eh und je ihre - sinnentstellenderweise als „Islam“ bezeichnete Religion - gerne auch mit dem Schwert.

Für Christen ist die Mission nicht nur wichtig, sondern geradezu konstitutiv: Christsein besteht in einem ganz wesentlichen Teil aus Mission, die - je nach gerade vorherrschendem Zeitgeist - mehr ist als nur „Zeugnis ablegen“. Christen sehen darin eine Art „Nachfolge Jesu“, der ja als „Menschenfischer“ stilisiert wird in den entsprechend zurechtredigierten Evangelien. Insofern ist dann die Mission durch Christen deren geradezu lustvolles reenactment der Saulus-Paulus-Geschichte, in der der fromme Jude Shaul (latinisiert dann Saulus) nach seinem „Bekehrungserlebnis“ als Paulus zum begnadeten Propagandisten und theologischen Vordenker der neuen Splittergruppe „Christentum“ wurde. Um es an dieser Stelle - zwar nur am Rande, aber dennoch - ganz deutlich zu sagen: nicht Jesus hat das Christentum erfunden, sondern Paulus. Er trug auch ganz wesentlich zur „Vergöttlichung“ des Juden Jesus bei.

Das sind also - in groben Zügen - die religiösen bzw. theologischen Grundlagen des Missionseifers der Christenheit. In der Verfassung der Evangelischen Kirche Deutschland spiegelt sich das deutlich wieder:

Das Verfassungsrecht der Evangelischen Kirche Deutschland

II. Aufgaben

Artikel 15

  1. Die Evangelische Kirche in Deutschland und die Gliedkirchen sind gerufen, Christi Liebe in Wort und Tat zu verkündigen. Diese Liebe verpflichtet alle Glieder der Kirche zum Dienst und gewinnt in besonderer Weise Gestalt im Diakonat der Kirche; demgemäß sind die diakonisch-missionarischen Werke Wesens- und Lebensäußerung der Kirche.
  2. Die Evangelische Kirche in Deutschland fördert die in ihrem Gesamtbereich arbeitenden Werke der Inneren Mission, ungeachtet deren Rechtsform. Ihre Verbindung mit der Kirche und den Gemeinden sowie die freie Gestaltung ihrer Arbeit werden in Vereinbarungen und entsprechenden Richtlinien gesichert.
  3. (...)

Artikel 16

  1. Die Evangelische Kirche in Deutschland und die Gliedkirchen wissen, dass die Kirche Christi das Evangelium an die ganze Welt zu bezeugen hat. Im Gehorsam gegen den Sendungsauftrag ihres Herrn treiben sie das Werk der Äußeren Mission. Die Evangelische Kirche in Deutschland fördert die Arbeit der Äußeren Mission in Zusammenarbeit mit der von den Missionsgesellschaften bestellten Vertretung. Sie kann für diese Zusammenarbeit Grundsätze aufstellen.
  2. Ebenso weiß sich die Evangelische Kirche in Deutschland zum Dienst an der evangelischen Diaspora gerufen. Sie fördert die zur Erfüllung dieses Dienstes bestehenden Einrichtungen und die anderen kirchlichen Werke, soweit sie im Gesamtbereich der Evangelischen Kirche in Deutschland ihren Dienst tun. Sie kann ihnen unter Wahrung ihrer sachlich erforderten Selbständigkeit für ihre Arbeit und ihre Ordnung Richtlinien geben.

Quelle: EKD

...notfalls auch mit Gewalt...
...notfalls auch mit Gewalt...
Nachdem das jüdische Original - die unliebsame Konkurrenz-Religion, von der man sich auch absetzen mußte, um „universell“ werden zu können - zerschlagen, der Tempel in Jerusalem zerstört, das jüdische Volk versklavt und vertrieben sowie das Christentum Staatsreligion geworden war, ging es mit der Mission logischerweise steil bergauf. Als Huckepack-Ideologie nutzte man christlicherseits - ein nahezu genialer Vorläufer der heutigen Marketing-Strategie des cross-selling, der Doppelsinn ist vielsagend - das Imperium Romanum, um die Welt zu erobern. Dessen kulturimperialistischer Nachfolger mit dem Namen Römisch-(Katholische) Kirche tat sich besonders blutig hervor, rein missionarisch gesehen: einerseits die Inquisition, speziell zum Bekämpfen der Abweichler von der als „rein“ dekretierten Lehre wie auch zum Aufspüren versteckter Juden, ihrer materiellen Beraubung und ihrer physischen Liquidierung entwickelt, war eine wichtige Säule der praktischen Umsetzung des Missionsgedankens, andererseits die „Mission mit dem Schwert“, in Afrika und Lateinamerika besonders „hilfreich“, getreu dem Motto: „...und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein.“

Doch auch bei der Eroberung des baltischen Raumes und Osteuropas sowie der Unterwerfung und Abschlachtung slawischer Stämme taten sich die Missionare blutig hervor, und zwar in Gestalt des Deutschen Ordens. In Polen, Rumänien, Estland, Lettland und Litauen weiß man noch heute, was die Deutschordensritter und die Schwertbrüder an „Entwicklungshilfe“ geleistet haben.

Wie man sieht, ist der Begriff der „Mission“ untrennbar verknüpft mit Haß und Gewalt, mit Folter und Völkermord, mit Mißachtung und Chauvinismus, mit Rassismus und Antisemitismus.

Luthers antijüdische Hetzschrift
Luthers antijüdische Hetzschrift
Grund genug, es endlich sein zu lassen. Die Christen mögen Buße tun, Umkehr wagen und sich ihrem reinen Glauben hingeben, wie immer sie wollen. Sie mögen mit ihrem Gott vereinbaren wonach ihnen ist, sie mögen sich von ihrem Herrn Jesus geliebt wissen, alles schön und gut. - Doch möchten sie - bitteschön - dabei andere Menschen einfach in Ruhe lassen und diese von ihrer eigenen inneren psychodynamischen Befindlichkeit verschonen.

Es ist nämlich wirklich unlustig, wenn einer ständig von seinen Beziehungsproblemen mit anderen oder mit sich selbst berichtet, also von seiner Ehekrise oder von seinen psychotherapeutischen Sitzungen. Wenn Christen hier nicht die Schamgrenze in Bezug auf andere Menschen begreifen und respektieren, dann bedeutet das nur, daß sie bei ihrem reenactment der Story des verehrten Herrn Paulus andere als Kulisse oder als zwangsweise rekrutierte Mitspieler mißbrauchen.

  • Bildnachweis:
Sämtliche Bilder sind public domain
  • Albrecht Dürer (1526), Deutsch: Die Vier Apostel, rechter Teil, Szene: Die Heiligen Markus und Paulus, via Wikipedia
  • Michelangelo di Lodovico Buonarroti Simoni (1542), Conversion of Saint Paul, via Wikipedia
  • Schlacht bei Tannenberg am 15. Juli 1410 in der Berner Chronik des Diebold Schilling d. Ä., via Wikipedia
  • Martin Luthers antijüdische Hetzschrift „Von den Jüden und ihren Lügen“ (1543), via Wikipedia

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Schlüsselwörter: Dr. med. Christoph Biermann | Facharzt | Psychotherapeutische Medizin | Psychoanalyse | Judenmission | Paulus
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Kommentare

288
am 23.04.2010 21:14:07 (95.169.246.xxx) Link Kommentar melden
wendet sich der Gedanke der Umkehr reflexiv auf den Christen selbst oder richtet er sich auf die zu missionierenden Heiden und Juden? - Ja, in der Tat, hier hat das Christentum immer fein differenziert, im Gegensatz zu den Mohammedanern (die anderen sind, abwertend gemeint, die „Ungläubigen“, arabisch „kuffar“) und im Gegensatz zu den Juden (die anderen sind, völlig ohne jede Wertung, die „Völker“, hebräisch „gojim“).


das ist nicht richtig.
http://www.yaqoob...uffar.html
richtig ist folgende Erklärung:
FRAGE: Wie genau ist der Begriff Kuffar zu definieren und welche Menschen gehören zu den Kuffar? Zählen die Ahl-ul Kitab, im speziellen Christen, Juden und Sabäer, zu den Kuffar?

ANTWORT: Kuffar sind diejenigen, die an Allah und an die Botschaften seiner Gesandten nicht glauben.

Die Christen und die Juden sind Monotheisten; sie werden auch in der Zeit des Propheten Mohammad (s.) als "Ahl Althimma" bezeichnet (die freien Nichtmuslimen, die damals in muslimischen Staaten gegen Entrichtung der Kopfsteuer Schutz und Sicherheit genossen). Sie sind also im Schutze der Muslime gewesen, und sie unterscheiden sich von den Kuffar; sie sind für uns, im Gegensatz zu anderen, rein.

jeder, auch ein Muslim, der nicht GLÄUBIG ist, ist kuffr.
Hingegen gläubige Christen und Juden nicht.


die Auffassung des Missionars, „ich habe recht, der andere hat unrecht, deshalb muß ich ihn bekehren.“ - oder, wie man auf neudeutsch sagen würde: „Alle doof außer mich!“

trifft ja im Wesentlichen auf alles zu, was der Autor hier niederschrieb.
man kann den von ihm so als "völlig neutral" definierten Begriff Gojim" auch anders interpretieren:
Heute wird das Wort meist als generelle Bezeichnung der Nichtisraeliten („Nichtjuden“, lo-jehudim) verwendet, obwohl der Begriff auch in der ursprünglichen Bedeutung („Volk“, „Nation“) gebräuchlich ist.

Symbolische Bedeutungen des Wortes aus der Zeit der Entstehung der jüdischen Bibel sind weiterhin „Heuschreckenschwarm“ und „alle Arten von Bestien“ sowie „Herden“ und „Tierschar“. In heutiger Zeit ist die Assoziation von goyim und "Bestien" im Kontext der radikal-jüdischen Rassentheorie bekannt, insbesondere in der jüdischen Siedlerbewegung

http://de.wikiped...chtjude%29

Im Deutschen ist die Verwendung von Goi auch in pejorativer Form bekannt.[7] Wenn der Ausdruck Goi von Juden auf andere Juden angewendet wird, ist dies ein Hinweis auf „unjüdisches“ Verhalten wie etwa Missachtung von jüdischen Vorschriften, auf Verhaltensweisen im Widerspruch zum traditionellen Judentum oder ein Hinweis auf lasterhaftes oder unintelligentes Verhalten: Beispielsweise bedeutet Er hot a jidischen Kopp („Er hat einen jüdischen Kopf“, jiddisch) „Er ist intelligent“, wobei im Gegensatz Er hot a gojischen Kopp („Er hat einen gojischen Kopf“) für „Er ist dumm“ steht.

Als Schabbesgoi, Shabbesgoi oder auf Deutsch auch Sabbat-Goi wird eine nichtjüdische Hilfskraft bezeichnet, die für einen jüdischen Haushalt während des Sabbats untersagte Arbeiten ausführt. Ein Nichtjude, der in ansonsten rein jüdischen Gemeinschaften vorgeblich eine Art Alibifunktion erfüllen soll, wird auch abschätzig als Renommiergoi bezeichnet.

Quelle:Hans Peter Althaus: Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft. Beck, München 2003. ISBN 3-406-49437-4. S. 86f., 174f.

Beispiel: „Auch voll assimilierte Juden, die sich nichts mehr gewünscht hätten als Anerkennung seitens der Nichtjuden, konnten bei Gelegenheit, etwa bei einer Provokation – wenn auch nur bei sich – das Wort Goi murmeln, jene verächtliche Bezeichnung für den Nichtjuden, den Außenstehenden, die stumpfe Seele.“ Fritz Stern: Gold und Eisen. Bismarck und sein Bankier Bleichröder. Ullstein 1978. S. 573.


Mancher Mensch wartet darauf, dass ihm jemand offen von seinem Glauben erzählt.
Die Mission ist weitaus mehr, als uns dieser Artikel vermittelt:
Missionsarbeit heisst, am eigenen Beispiel einem anderen den Weg zu Gott zu weisen.
Und dabei geht es nicht um "Erzählen vom eigenen Leben" sondern um echten Beweis tätiger Nächstenliebe, wie sie z.B. ehrenamtliche Helfer, Sozialarbeiter und Nachbarschaftshilfe zeigt.
"Dich schickt der Himmel" ist darum ein Ausruf, der Menschen zuteil wird, die dem stummen Schrei nach Hilfe gefolgt sind, und die den Menschen unterstützen, ohne explizit darum gebeten zu sein.
"Selbstlose Nächstenliebe" ist die praktische Form der Mission, Menschen finden auf verschiedene Art zu Gott, insofern verstehe ich nicht die Kritik an den Christen.
Niemand wird schliesslich mit Gewalt in eine religiöse Vereinigung gezwungen.
Mit gutem Beispiel voranzugehen ist sicher nichts falsches, auch wenn bei so manchen jede Hoffnung auf Umkehr verloren sein mag.
286
am 24.04.2010 10:38:14 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
ANTWORT: Kuffar sind diejenigen, die an Allah und an die Botschaften seiner Gesandten nicht glauben.
Also, das bezieht sich doch eindeutig auf Juden und Christen, denn die glauben nicht an die Botschaft von Mohammed.

Logisch argumentieren, gell?! Du bestätigst das, was in dem Artikel steht. Ist ja immerhin schon mal etwas.
288
am 24.04.2010 11:04:17 (95.169.230.xxx) Link Kommentar melden
hallo dorota,
auf einen sachlichen kommentar bekommst du eine sachliche antwort:
die moslems glauben, dass Mohammes UND alle anderen wie Jesus proheten waren. im Gegensatz dazu glauben die Christen zwar nicht an Mohammed, aber eben an alle anderen Propheten. waere das anders, wáren ja auch die Christen Moslems, eigentlich logisch, oder?Wink
da die Moslems aber die Christen fuer ihren Glauben an den einen wahren Gott, ebenso wie die Juden, als GLäUBIGE respektieren, OBWOHL sie nicht an Mohammed als Prophet glauben, ist dein Rückschluss leider nicht richtig.
denn es steht da ja nicht " die an Allah und an die Botschaft seiner Gesandten, inklusiv Mohammed, glauben", sondern es steht da
"an seine Gesandten", damit sind auch Engel z.B gemeint.
Es bezieht sich auf die allgemeine, alle Religionen einende Tatsache, dass sowohl Juden, als auch Christen, an die zum Zeitpunkt der Verkündung entstandene Glaubenslehre glauben. Dass die Moslems die letzte, und damit neueste Glaubenslehre empfangen haben, welche durch den Koran und Mohammed ergänzt wurde, ist davon ja unberührt und schmälert nicht die Akzeptanz der anderen, vorausgegangenen Religionen.
288
am 24.04.2010 11:05:21 (95.169.230.xxx) Link Kommentar melden
ups: proheten=propheten natürlich. Vertippt..
288
am 24.04.2010 11:30:31 (95.169.230.xxx) Link Kommentar melden
Mit dem Begriff Kufr, welcher nämlich oftmals mit „Unglauben“ ins Deutsche übersetzt wird, wird in deutschsprachigen Publikationen üblicherweise eine geistig-religiöse Haltung beschrieben, die alles ablehnt, was gemäß dem Islam von Gott über seinen Propheten Muhammad (saw) offenbart und geboten worden ist. Dabei basiert diese Auffassung eher auf einer Übertragung christlicher Glaubensvorstellungen auf koranische Konzepte und gibt nicht die Bedeutung des Begriffs wieder. In diesem Sinne wird „Unglaube“ nicht im Koran, aber im Katechismus der Katholischen Kirche beschrieben: „Unglaube besteht in der Mißachtung der geoffenbarten Wahrheit oder in der willentlichen Weigerung, ihr zuzustimmen.“1 Im Koran hat der Begriff Kufr einen anderen Bedeutungsinhalt. Um die Bedeutungen und Konnotationen des Wortes Kufr bzw. Kâfir näher zu umschreiben, muss sowohl die sprachwissenschaftliche als auch die theologische Ebene berücksichtigt werden.


Kufr bedeutet unter anderem „undankbar sein“, „zudecken“, „verhüllen“, „Lossagung“, „Ignoranz“.2 Dass hiermit nicht einfach Unglaube gemeint ist, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass in der Sure Hadîd von den Bauern als „Kuffâr“ gesprochen wird, ohne dass eine negative Konnotation gegeben ist: „Wisst, dass das irdische Leben nur Spiel und Scherz und Flitter und Prahlerei unter euch ist und Wetteifern um Vermögen und Kinder. Dies gleicht dem Regen, dessen Wachstum die Bauern (Kuffâr) erfreut. Dann aber welkt es und du siehst es gelb werden. Dann zerbröckelt es. Und im Jenseits ist strenge Strafe ebenso wie Verzeihung von Allah und Wohlgefallen. Doch das irdische Leben ist nur ein trügerischer Nießbrauch auf Zeit.“3[57:20]




[b]Es ist also nicht richtig, den Begriff Kufr einfach als Unglauben im Sinne von Atheismus, Gottlosigkeit und Heidentum zu verstehen. Denn laut den oben zitierten Koranversen müssten dann auch Christen und Juden also gottlos betrachtet werden, was für diese aber nicht zutreffen würde. Gemäß dem koranischen Konzept, dass mit dem Begriff Kufr verbunden ist, soll der Mensch „Dankbarkeit […] gegenüber seinem unermüdlichen, niemals ruhenden Schöpfergott empfinden. Wer klaren Verstandes den Kosmos betrachtet und nicht tiefe Gefühle der Dankbarkeit empfindet, der leugnet das Wirken des einen Gottes, der ist ungläubig. Den Dank verweigern, ihn nicht abstatten wollen, das ist die Grundbedeutung des arabischen Wortes, das wir mit „ungläubig“ übersetzen. […] Ungläubig, d. h. undankbar gegen den Schöpfer sein, bedeutet im Koran stets auch soviel wie: nicht in Gott den einzigen Quell aller Gnadengaben zu erkennen, anders als ihm die für den Menschen günstigen Auswirkungen der Natur zuzuschreiben.“8


wie du sehen kannst, ist die im Artikel verwendete Übersetzung des Begriffs unzutreffend, daher der Wortsinn verfälscht.
http://www.igmg.d...-kufr.html
Wer arabisch spricht, kann das leichter nachvollziehen als Menschen, denen die Vielfalt der arabischen Sprache nicht bewusst ist. Leider ist es sehr schwer, solche Feinheiten in schriftlicher Form darzulegen. Ich hoffe mit diesen Erklärungen geholfen zu haben.
266
am 24.04.2010 12:31:03 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Smile Netter Versuch, allerdings nicht gelungen.

Wenn die Christen und Juden Mohammed nicht - wie von dessen Anhängern gewünscht, als letzten in der Reihe der Propheten ansehen, dann ist eben die von Ihnen zitierte UND-verknüpfte Bedingung nicht erfüllt. Dies und nur dies war die Aussage von Dorota; selbstverständlich hat sie damit recht. Oder wissen Sie nicht, was eine UND-Bedingung ist?

Sodann hatte Chaim Ihnen doch schon aufgezeigt, daß es eben nicht richtig ist, den *allah* der Mohammedaner als identisch mit dem Gott der Juden und der Christen anzusehen. Daher sind sowohl nach mohammedanischer Logik als auch nach ihrem Zitat sowohl die Juden wie auch die Christen aus Sicht der Mohammedaner natürlich *Ungläubige*; was im übrigen auch durch den gelebten Glauben der Mohammedaner erwiesen ist.

Es ist mir nicht nachvollziehbar, wie man solche klar erwiesenen Zusammenhänge leugnen kann.
288
am 24.04.2010 15:49:45 (95.169.235.xxx) Link Kommentar melden
Sodann hatte Chaim Ihnen doch schon aufgezeigt, daß es eben nicht richtig ist, den *allah* der Mohammedaner als identisch mit dem Gott der Juden und der Christen anzusehen.

das ist CHAIMS persönliche Ansicht. Wie die Moslems sagen, gibt es eben nur EINEN Gott. Und die Moslems nennen das Wort Gott eben Allah, Chaim nennt ihn Jahwe und die Christen eben Vater im Himmel.

als auch nach ihrem Zitat sowohl die Juden wie auch die Christen aus Sicht der Mohammedaner natürlich *Ungläubige*; was im übrigen auch durch den gelebten Glauben der Mohammedaner erwiesen ist.

FALSCH.
Denn die richtige Wortbedeutung anstatt "ungläubig ist "undankbar"
Gemäß dem koranischen Konzept, dass mit dem Begriff Kufr verbunden ist, soll der Mensch „Dankbarkeit […] gegenüber seinem unermüdlichen, niemals ruhenden Schöpfergott empfinden. Wer klaren Verstandes den Kosmos betrachtet und nicht tiefe Gefühle der Dankbarkeit empfindet, der leugnet das Wirken des einen Gottes, der ist ungläubig. Den Dank verweigern, ihn nicht abstatten wollen, das ist die Grundbedeutung des arabischen Wortes, das wir(vereinfacht Anm. von mir) mit „ungläubig“ übersetzen. […]
286
am 24.04.2010 18:17:46 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
ANTWORT: Kuffar sind diejenigen, die an Allah und an die Botschaften seiner Gesandten nicht glauben.

Willst Du mich veräppeln?

Dieser Satz bedeutet logischerweise, dass Christen, da sie nicht an Mohammeds Gesandtschaft glauben, für die Mohammedaner Ungläubige sind. Zumal sie Jesus bzw. Christus nicht für einen Gesandten halten, sondern für Gott bzw. Gottes Sohn.

Du musst andere nicht für blöder halten als Du selber sein willst.
357
am 24.04.2010 20:14:35 (80.237.152.xxx) Link Kommentar melden
Gata Linda, Du legst zweierlei Maßstäbe an, beim arabischen Wort gehst Du auf die "eigentliche" oder "ursprüngliche" Bedeutung als die angeblich richtige, bei "Gojim" dagegen interessiert Dich diese eigentliche Bedeutung nicht.
266
am 24.04.2010 20:58:15 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Frown Tja:

"So fühlt man Absicht und man ist verstimmt."

(Goethe, Torquato Tasso, zweiter Aufzug, erster Auftritt)
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