Sport: Sonstiges

Telekom zieht Konsequenzen aus Dopingaffären im Radsport

Telekom beendet Engagement bei Team T-Mobile
27.11.2007 18:53:28 eingesandt von Tepes für OnlineZeitung 24.de

Lange hat es gedauert und eigentlich jeder hat es schon geahnt. Die Deutsche Telekom AG hat heute bekanntgegeben, dass sie ihr Engagement beim Profiradsportteam T-Mobile mit sofortiger Wirkung beendet. Den vom Konzern stark unterstützten Anti-Dopingkampf will das Unternehmen jedoch weiter mit einer nicht erheblichen Summe unterstützen. Diese Entscheidungen wurden von der Konzernleitung am heutigen Dienstag bekanntgegeben.

Fall Sinkewitz trug erheblich zu dieser Entscheidung bei

Auf der Internetseite des Radsportteams begründete Telekomvorstand Hamid Akhaven den Rücktritt des Telefonriesen vom Profiradsport: "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um uns und die Marke T-Mobile von den jüngsten Doping-Erkenntnissen im Sport und speziell im Radsport zu distanzieren."

Nach einer ganzen Reihe von Dopingvorwürfen und Geständnissen von Radsportgrößen, soweit man diese überhaupt noch so bezeichnen kann, wie Bjarne Riis, Erik Zabel, Rolf Aldag waren schon einmal Gerüchte über einen geplanten Ausstieg von T-Mobile an die Öffentlichkeit gedrungen. Doch Team und Sponsor versuchten einen gemeinsamen Neuanfang bei der Tour de France 2007 mit der Maßgabe ein dopingfreies Team an den Start zu bringen und gemeinsam gegen das organisierte Doping vorzugehen. Dann Schlug die Bombe Sinkewitz ein. Gerade der Fahrer, welcher als Synonym für den dopingfreien Neuanfang bei T-mobile stand wurde positiv getestet. Dieser Vorfall dürfte das Fass wohl zum überlaufen gebracht haben und letztendlich ein Hauptentscheidungsgrund für den Telekomvorstand gewesen sein.

Team wird vom Stapleton weitergeführt

Das Profiradsportteam steht aller Voraussicht nach, trotz des Rückzugs der Telekom nicht vor dem sportlichen Aus. Bob Stapleton will mit seiner Firma als Hauptsponsor einsteigen und mit unveränderter Besetzung weitermachen. Bei Weltradsportverband UCI laufen schon die entsprechenden Anträge für eine Umbenennung des Teams. Stapelton kündigte an, dass sein Team weiter eine entscheidende Rolle im Antidopingkampf einnehmen wolle. Mit welchen Erfolg werden wir in den nächsten Jahren sehen.

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