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Politik: Deutschland

Jetzt haben wir es offiziell: Es ist Krieg in Afghanistan!

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg spricht öffentlich von „Krieg“

Foto: © TiM Caspary, Pixelio.de.
Foto: © TiM Caspary, Pixelio.de.
Für die Bundeswehreinheiten in Afghanistan war der 2. April 2010 der „blutige Karfreitag“. Bisher starben 39 deutsche Soldaten beim Bundeswehreinsatz in Afghanistan. 20 von ihnen unmittelbar bei Gefechten oder Selbstmordanschlägen. Wer wollte da noch schönreden und das schlimme Wort „Krieg“ vermeiden? Zumal jetzt aktuell selbst unser Verteidigungsminister, Karl-Theodor zu Gutenberg (CSU), sich nicht mehr scheut und öffentlich von Krieg spricht…

Gegen 11.30 Uhr am vergangenen Karfreitag griffen rund 200 Taliban eine Patrouille der Bundeswehr südwestlich von Kundus im Norden Afghanistans an. Der Angriff aus dem Hinterhalt erfolgte, als die Soldaten gerade Minen entschärfen wollten, die die Taliban dort platziert hatten. Drei deutsche Soldaten kamen bei dem Gefecht, das eines der schwersten bisher überhaupt war, in das eine deutsche Einheit verwickelt war, ums Leben. Acht weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel sich erst einmal nur pauschal äußerte („Ich trauere mit ihnen um die Opfer.“) sprach SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier von einem „feigen und hinterhältigen Anschlag“. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Gutenberg brachte es dann endlich auf den Punkt, was alle schon so lange hören wollen: „…kann man umgangssprachlich von Krieg reden … Der Einsatz dort ist und bleibt gefährlich.“

Bereits im Februar hatte die Bundesregierung den Bundeswehreinsatz in Afghanistan neu bewertet und völkerrechtlich offiziell als „bewaffneten Konflikt“ eingestuft. Damit ist eine Gewaltanwendung nach offizieller Meinung eher gerechtfertigt – wenigstens solange dies als militärisch notwendig erachtet wird. Dennoch macht der Verteidigungsminister eine Einschränkung, wenn er sagt, das Wort „Krieg“ bedeute im juristischen Sinne eine Auseinandersetzung zwischen zwei Staaten. Aber immerhin könne man den Konflikt umgangssprachlich so bezeichnen…

Jedwede Kritik am deutschen Afghanistan-Einsatz wurde auch angesichts der jüngsten Ereignisse von Regierungsseite strikt zurückgewiesen. Zumindest vorerst wird die Bundeswehr weiter in Afghanistan bleiben.

Fotolegende: Transall der Bundeswehr in Afghanistan. Foto: © TiM Caspary, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Krieg | Nichtkrieg | Nichtkriegs-Krieg | Afghanistan | Taliban | Bundeswehr | Verteidigungsminister
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Kommentare

122
am 06.04.2010 13:16:29 (217.83.110.xxx) Link Kommentar melden
Es war nur eine Frage der Zeit, bis Deutschland wieder in einen Krieg verstrickt wird. Zu lange hat der "Scheinfrieden" nach 1945 gehalten, und seltsamer Weise sind wieder alle beteiligt, Sozis, grüne Friedensapostel, Christen und der Adel um Prinz Theo von der rohen Leber.
Erschreckend ist die Tatsache, dass nun auch auch der Präsident Hamid Karsai die "Nato" im Regen stehen lässt.
Auch kann sich Karsai vorstellen, mit den Talibans zusammen zu gehen.
http://derstandard.at/1269448892815/Washington-beunruhigt-ueber-Karsai
Was macht jetzt die Bundeswehr noch in Kabul?
Wer hat sie gerufen?
Nun zerpaltzen die Träume die vom "Helfer in der Not" zum Aggressor wir Seifenblasen in der Sonne.
Und was amcht eigentlich der adlige Popstar Karl Theodor von der rohen Leber als Verteidgungsminister seit September 2009?
Die Bundeswehr hat kein Konzept und folgt den USA wie ein Schaf. Wenn Obama seine Truppen schon längst zurück beodert hat, sitzen deutsche Soldaten noch immer in den Bergen von Kabul als Zielscheibe.
Auch die Auftritte von Thomas de Maizière (Dem Schredderer) und Entwicklungshilfeminister und Hauptmann der Reserve Dirk Niebel haben da nur Öl ins Feuer gegossen.
Hier spielen "dumme Jungs mit dem Feuer am Pulverfaß" und üben sich in Fledherrenart.
Zeit, dass Guttennberg geht und Scheine züchtet damit wieder genug rohe Leber da ist, als Verteidigungsminister ist der der Junge total überfordert, wie so viele in der Möwenpickregierung, doch in Kabul bezahlen Soldaten dafür mit ihrem Leben, ob nun Deutsche oder Afghanen.
Was will Deutschland am Hinduksuch eigentlich?
357
am 07.04.2010 23:04:52 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Was macht jetzt die Bundeswehr noch in Kabul?
Wer hat sie gerufen?


Frown Es gibt da ein UN-Mandat, oder?

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