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Heute vor 100 Jahren (19): Samuel Langhorne Clemens stirbt in Redding

Er gilt als Begründer der amerikanischen Literatur – „Vorher gab es nichts…“

Mark Twain.
Mark Twain.
Samuel Langhorne Clemens – Der Name sagt Ihnen nichts? Aber sicher kennen Sie seine Bücher. Bücher, die auch verfilmt wurden und dessen Filmversionen bereits zigmal im deutschen Fernsehen gezeigt wurden: „Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. Samuel Langhorne Clemens ist nämlich kein geringerer als der berühmte US-amerikanische Schriftsteller Mark Twain.

Mark Twain wurde am 30. November 1835 als fünftes Kind von Jane Lampton Clemens und John Marshall Clemens in Florida/Missouri geboren. Das war 14 Tage nachdem der Halleysche Komet am Himmel sichtbar geworden war. Das ist deshalb erwähnenswert, weil Mark Twain später hoffte bei der Wiederkunft dieses Kometen zu sterben. Der Komet kam schließlich am 20. April 1910 wieder. Einen Tag später, am 21. April 1910, starb Mark Twain im 75. Lebensjahr in Redding/Connecticut.

Im jungen Alter von vier Jahren siedelte die Familie Clemens in die Kleinstadt Hannibal/Missouri um. Trotzdem sich die Eltern bemühten dort eine Existenz aufzubauen rutschten sie sozial immer mehr ab und mussten 1842 ihre einzige Sklavin Jenny verkaufen. Vier Jahre später zogen sie in das Haus eines Apothekers um, dass sie instand hielten und wo sie so keine Miete bezahlen brauchten. Dies war die Zeit, die Mark Twain entscheidend für seine späteren Bücher über „die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ prägte.

Seine Medientätigkeit begann Samuel Langhorne Clemens nach dem Tod seines Vaters, den er mit elf Jahren erlebte, bei der Zeitung Missouri Courier mit einer Ausbildung zum Schriftsetzer. Als sein Bruder Orion Clemens das Hannibal Journal kaufte, konnte Samuel dort seine ersten kleineren Artikel veröffentlichen. Bis zu seinem 18. Lebensjahr blieb er in Hannibal. 1852 veröffentlichte er „The Dandy Frightening the Squatter“. Das geschah unter seinem ersten Pseudonym W. Epaminondas Adrastus Perkins.

Seit 1852 reiste er auch als wandernder Schriftsetzer durch den Osten und den mittleren Westen der USA und schrieb Reiseberichte für die Zeitung seines Bruders. In Virginia City/Nevada versuchte er sich als Goldgräber und ab 1862 arbeitete er für den Territorial Enterprise in Virginia City, wo er Klatsch- und Saloongeschichten aus der Goldgräberstadt schrieb.

Die Autoren von Wikipedia schreiben dazu:

1863 musste er wegen eines Streits fluchtartig die Stadt verlassen. Jedenfalls hatte er mit seinen gut ausgeschmückten Reportagen für den Territorial Enterprise einen Anteil an dem Mythos, der sich rund um den „Wilden Westen“ bildete.

Zitiert aus: „Mark Twain“, Wikipedia.

Seine eigentliche Schriftstellerkarriere begann mit der Benutzung des Pseudonyms Mark Twain. Dies benutzte er erstmals am 3. Februar 1863. Die ersten Geschichten publizierte er in den Jahren 1864/65 in der Wochenzeitschrift The Californian, die von Charles Henry Webbs herausgegeben wurde. Die Geschichte „Jim Smiley and His Jumping Frog“ („Der berühmte Springfrosch von Calaveras“) brachte Mark Twain erstmals richtig ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Es folgten Reisebücher über seine Europareisen und nicht zuletzt seine Bücher über „die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn“, die ihn auch bei der deutschen Jugend bekannt machten. Er erhielt einen Master-of-Arts-Titel und 1901 verlieh ihm die Yale Universität den Ehrendoktortitel.

Ernest Hemingway sagte über ihn:

„All of American literature comes from one book by Mark Twain called Huckleberry Finn … There was nothing before. There has been nothing as good since.“

(Die gesamte amerikanische Literatur stammt von einem Buch von Mark Twain, genannt Huckleberry Finn, ab. Vorher gab es nichts. Seitdem gab es nichts, was dem gleichkommt.)

Zitiert aus: „Mark Twain“, Wikipedia.

Fotolegende: Mark Twain. Fotoquelle: Wikipedia, gemeinfrei.

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Schlüsselwörter: Mark Twain | Schriftsteller | Pseudonym | Autor | Tom Sayer | Huckleberry Finn
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Kommentare

349
am 21.04.2010 15:42:22 (76.76.104.xxx) Link Kommentar melden
Edgar Allan Poe habe ich immer gern gelesen, auch Mark Twain natürlich, als Kind die Übersetzungen, später dann im Original Smile
Alex Mais
am 21.04.2010 15:55:59 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Chaim am 21.04.2010, 14:04:10 Uhr:

Er gilt als Begründer der amerikanischen Literatur – „Vorher gab es nichts…“


Solche Verabsolutierungen tun mir immer ein bißchen weh...


Stimme ich im Grunde zu. - Ist auch nicht meine Meinung, sondern die von Ernest Hemingway (s. Zitat unten im Artikel)...

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