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Sonstiges: Gesundheit

Beständige Zunahme von Nahrungsmittelvergiftungen in Thailand

Eine Studie von Prof. Apisek Pansuwan belegt: Schuld sind vor allem die Garküchen

Foto: © Wilfried Steinacker, Pixelio.de.
Foto: © Wilfried Steinacker, Pixelio.de.
In einem Seminar am 2. März 2010 in der Pattaya City Hall, dem Rathaus von Pattaya, rief Prof. Apisek Pansuwan die Stadtväter dazu auf ein Pilotprojekt ins Leben zu rufen, durch das der Nahrungsmittelvertrieb zentralisiert werden soll, um so den ständig steigenden Lebensmittelvergiftungen und akuten Durchfallerkrankungen vorzubeugen. Prof. Pansuwan hatte eine Studie geleitet, die nun vorgelegt wurde und beweist, dass die Lebensmittelvergiftungen in Thailand drastisch angestiegen sind. Schuld daran sind vor allem die mobilen Garküchen.

Bei den Garküchen handelt es sich um zumeist kleine, offene Kochstellen auf Karren, auf denen die verschiedensten Gerichte zubereitet werden. Von Reis über Gemüse und Salate bis hin zu Fleischspießen ist da fast alles zu bekommen. Diese mobilen Garküchen bieten äußerst preiswerte Mahlzeiten an und sind deshalb vor allem bei den Thais beliebt. Aber auch viele Touristen nutzen sie.

Foto: © Wilfried Steinacker, Pixelio.de.
Foto: © Wilfried Steinacker, Pixelio.de.
Wie es jetzt in der Studie der Silpakorn Universität von Prof. Pansuwan heißt, ist der stete Zustrom der Landbevölkerung in die Städte mitschuldig an der Misere der Lebensmittelvergiftungen. Viele kommen vom Land in die Städte um dort ein schnelles Geschäft mit einem Restaurant zu machen. Das geschieht meistens ohne jeglichen finanziellen Rückhalt. So bleibt vielen nur noch die Möglichkeit sich mit einfachsten Mitteln einen provisorischen Essensstand – eine mobile Garküche – zusammenzuschustern und damit über die Runden zu kommen. Dabei bleiben die Sauberkeit und die Hygiene zumeist auf der Strecke. Die Zutaten liegen offen und sind Insekten und der mit Abgasen verpesteten Luft permanent ausgesetzt.

Die Zahl der akuten Durchfallerkrankungen in Thailand stieg in den letzten Jahren rapide an und liegt derzeit beim absoluten Hoch von 1,3 Millionen Erkrankungen mit 83 Toten im Jahr. Als Hauptursachen wurde der Verzehr von verdorbenen und nicht fachgerecht zubereiteten Speisen ermittelt. Dabei spielen die Garküchen eine maßgebende Rolle. „Diese Zustände“, so Prof. Pansuwan, „werden dem Image Thailands gegenüber den Touristen solange schaden, bis endlich etwas dagegen unternommen wird.“ Der Professor würde es zudem gerne sehen, wenn sich vor allem Pattaya für das von ihm vorgeschlagene Pilotprojekt begeistern ließe.

Verawat Khakhay, der stellvertretende Bürgermeister von Pattaya, sagte dazu: „Die Stadt Pattaya überprüft fortlaufend die Nahrungsmittelbestimmungen und Hygienevorschriften in Restaurants und bei Nahrungsmittelverkäufern. Durch die ständig steigende Zahl von selbstständigen, mobilen Essensverkäufern, ist es aber nicht möglich, jeden Winkel der Stadt zu überprüfen.“ Allerdings wolle man die Studie noch genauer prüfen und dann sehen, ob es sich für Pattaya lohne ein Food Center einzurichten…

  1. Fotolegende: Eine typische Garküche (ganz links im Bild) an einer Straße in Thailand. Foto: © Wilfried Steinacker, Pixelio.de.
  2. Fotolegende: Die Garküche eines Straßenrestaurants in Thailand. Foto: © Wilfried Steinacker, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Thailand | Lebensmittelvergiftungen | Garküchen | mobile Essensstände | Straßenverkäufer | Nahrungsmittel | Thai Food
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