Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Lokales: Veranstaltungen

Sonderausstellung: Mumien – Körper für die Ewigkeit

Gemeinschaftsausstellung des Naturkundemuseum und Sepulkralmuseum in Kassel

Foto: © Alf Ongs, Pixelio.de
Foto: © Alf Ongs, Pixelio.de
Wenn es um Mumien geht, denkt wohl mancher zuerst an Ägypten, wo früher die Pharaonen in einem besonderen Totenkult für die Ewigkeit mumifiziert wurden. Aber auch die zahlreichen Moorleichen aus Norddeutschland sind in den Mooren mumifiziert und selbst die Leiche des berühmten Dominikanermönches Albertus Magnus ist auf geheimnisvolle Weise vor der Verwesung verschont geblieben (1). Die bekannteste Mumie der letzten Jahre aber ist zweifellos Ötzi, der immer wieder mal für Schlagzeilen in der Presse sorgt…

Für alle, die sich für Mumien interessieren, gibt es noch bis zum 25. April 2010 die Gelegenheit sich umfassend zu informieren. In der gemeinschaftlichen Sonderausstellung „Mumien – Körper für die Ewigkeit“ zeigen das Naturkundemuseum und das Sepulkralmuseum in Kassel tierische und menschliche mumifizierte Körper von natur- und kulturhistorischem Interesse.

Im Naturkundemuseum werden naturwissenschaftliche Hintergründe für eine natürliche und zufällige Mumifizierung von Tieren sowie die künstliche und intendierte Erhaltung menschlicher Körper in verschiedenen Kulturräumen gezeigt. Herausragende Exponate dabei sind Mumien aus Ägypten, Asien und Südamerika. Eine Besonderheit ist dabei auch eine mehrere Hundert Jahre alte Mumie der Guanchen (= Ureinwohner der Kanarischen Inseln).

Die kulturhistorische Bedeutung von Mumien ist der Schwerpunkt des Ausstellungsteils im Sepulkralmuseum. Hier spielt der Totenkult des alten Ägypten genauso eine Rolle wie der Bezug zum europäischen Totenbrauchtum. So gibt es hier nicht nur ägyptische Mumien zu sehen, sondern auch solche aus verschiedenen europäischen Kloster- und Kirchengrüften sowie natürlich konservierte Moorleichen.

Auch Kryonikapparaturen sind ausgestellt. Sie sind Beispiel dafür, welche technischen Möglichkeiten es heute gibt einen toten Körper zu erhalten.

Ausstellungsorte:

Naturkundemuseum im Ottoneum der documenta-Stadt Kassel, Steinweg 2, 34117 Kassel.

Museum für Sepulkralkultur, Weinbergstraße 25-27, 34117 Kassel.

Öffnungszeiten:

Dienstag 10.00 – 17.00 Uhr, Mittwoch 10.00 – 20.00 Uhr, Donnerstag bis Samstag 10.00 – 17.00 Uhr und Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr. Am Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag ist das Museum geöffnet. Am letzten Ausstellungswochenende gibt es verlängerte Öffnungszeiten: Freitag, 23. April und Samstag, 24. April 10.00 – 24.00 Uhr, Sonntag, 25. April 10.00 – 21.00 Uhr. Die genannten Zeiten gelten in beiden Museen.

Vom 16. bis 18. April findet in Zusammenarbeit mit dem German-Mummy-Project der Reiss-Engelhorn-Museen (Mannheim) im Museum für Sepulkralkultur die Tagung zur „Geschichte und Tradition der Mumifizierung“ statt. Dabei handelt es sich um eine öffentliche Tagung in deutscher und englischer Sprache. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich, die noch bis zum 9. April 2010 möglich ist. Die Anmeldung kann per Email an getätigt werden. Der Teilnahme-Beitrag beträgt 90,00 Euro (Studenten 75,00 Euro) und ist inklusive Getränke und Verpflegung sowie einer Führung durch die Mumien-Ausstellung.

(1) Vgl. hierzu: „Das Mittelalter war ganz anders“. Dieses Buch erscheint in Kürze im Ancient Mail Verlag.

Fotolegende: Eine mumifizierte Katze. Foto: © Alf Ongs, Pixelio.de.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Ausstellung | Mumie | Mumifizierung | Moorleichen | Kassel | Sepulkralkultur | Tagung
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Kommentare deaktiviert.
Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
38,089,235 eindeutige Besuche