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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Lokführer nach Angebot der Bahn verhandlungsbereit!

Nach Lage der Dinge ist ein weiterer noch längerer Streik der Lokführer erst einmal abgewendet. Die Lokführergewerkschaft GDL will an den Verhandlungstisch zurückkehren. Laut Aussagen des Gewerkschaftschef Manfred Schell auf der heutigen Pressekonferenz, soll am kommenden Montag den 3.12.2007 über die Frage des von der Gewerkschaft geforderten eigenständigen Tarifvertrages verhandelt werden. Sollte eine Übereinkunft erzielt werden, werde die Gewerkschaft mit dem Vorstand der Bahn über Lohnerhöhung und Arbeitszeitverbesserungen verhandeln. Kommt es aber zu keiner Einigung hinsichtlich des geforderten eigenständigen Tarifvertrages, provoziere der Vorstand der Bahn weitere Streiks.

In der Pressekonferenz lies Schell verlauten, dass er unzufrieden mit dem neuem Angebot der Bahn AG sei. Die Bahn hatte im Vorfeld der Pressekonferenz mitgeteilt, dass sie der GDL ein Angebot von Lohnerhöhungen von bis zu 13% unterbreitet habe in Verbindung mit einen "eigenständigen Vertrag im Rahmen der Tarifeinheit des Konzerns". Das bedeutet, dass die Bahn der GDL keinen eigenständigen Tarifvertrag geben will. Und das dürfte der Knackpunkt der Verhandlungen am kommenden Montag sein.

GDL Führung besteht auf einen eigenen Tarifvertrag

Über das jüngste Angebot der Bahn hatten die Verhandlungsparteien Stillschweigen vereinbart. Bahnvorstandsvorsitzender Mehdorn lies es sich nicht nehmen, am vergangenen Wochenende vorab medienwirksam Details über das Angebot in Umlauf zu bringen. In gewisser Weise hat er mit seinem Verhalten dazu beigetragen die GDL an den Verhandlungstisch zu zwingen. Nachdem Mehdorn nur Bruchstücke des Angebotes an die Öffentlichkeit durchsickern lies, konnte die GDL am heutigen Tage nur ihre Bereitschaft zu Verhandlungen kundtun. In diesem Verhalten von Mehdorn ist durchaus Absicht zu erkennen. Da in der Öffentlichkeit seit dem Wochenende nur die Schlagzeilen "Lohnerhöhung von 13%" zu lesen waren, ohne die genauen Umstände wie z.B. Arbeitszeitverlängerung u.a., musste die GDL nun, ohne das Verständnis der desinformierten Bevölkerung zu verlieren, an den Verhandlungstisch zurückkehren. Für Streiks hätte dann nur noch eine Minderheit der Bevölkerung Verständnis gehabt.

Dennoch besteht die GDL auf ihrer Hauptforderung nach einem eigenständigen Tarifvertrag. Schon nach Mehdorns gewollter Indiskretion vom Wochenende meldeten sich mehrere GDL Funktionäre zu Wort. Grundaussage aller Äußerungen war, dass der eigenständige Tarifvertrag Hauptvoraussetzung ist und bleibt. Sollte darüber keine Einigung zustande kommen, sind alle anderen Angebote der Bahn Makulatur.

Schell wollte einen Durchbruch in dem Tarifkonflikt dennoch nicht ausschließen. Auf dem Gewerkschaftstag des Deutschen Beamtenbundes äußerte er, den Optimismus lasse er sich nicht nehmen.

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Schlüsselwörter: Lokführer | Streik | Lokführerstreik | GDL | die Bahn | Mehdorn | Schell | eigenständiger Tarifvertrag
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