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Lokales: Lokale Nachrichten

Siegfried ist in Xanten angekommen!

Eröffnung des Nibelungen(h)ort Museum in Xanten

Das Museum Nibelungen(h)ort Xanten öffnete am vergangenen Freitag (26.03.2010) seine Pforten und gibt der Siegfriedstadt damit Raum für ihren Nibelungenhelden.

Es war schon ein starkes Stück: Suchten Sie als Tourist in der Xantener Domstadt nach dem Drachentöter der Nibelungensage, nach einem Museum oder ähnlichen Spuren, war das bisher vergebens. Xanten, die sich als Siegfriedstadt tituliert, bot ihrem Helden bis zum vergangenen Freitag kein Forum.

Der Verein Nibelungen(h)ort Xanten, der 2003 gegründet wurde, schuf dem Misstand nun Abhilfe. So wurde der Verein ja auch ursprünglich speziell zu dem Zweck gegründet, ein Museum einzurichten. Den Vorsitz übernahm Bürgermeister Christian Strunk. Nach dem Auszug des römischen LVR-Regionalmuseums aus den Gebäuden am Dom in Xanten vor drei Jahren begannen aufwändige Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten. Das LVR-Regionalmuseum, die Stadt Xanten, die NRW-Stiftung, der Verein Nibelungen(h)ort und einige Sponsoren stellten die benötigten Gelder, insgesamt 655.000 €, zur Verfügung.

Museumsleiter, Dr. Ralph Trost, ist sich sicher, dass das Museum bald schwarze Zahlen schreibt. Bei 1 Million Besucher, die jährlich nach Xanten kommen, und der erstklassigen Lage des Museums im Stadtkern, direkt am Dom, dürfte eine sehr gute Auslastung gewährleistet sein. Das Museum ist täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Zum Museum gehört auch ein Vortragsraum und der Ziegelhof, die beide für weitere kulturelle Veranstaltungen genutzt werden können. Wechselausstellungen, Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen sind denkbar.

Die unterschiedlichen Bereiche des Museums sind durch sieben Tore zu betreten. Nach dem Durchschreiten des ersten blickt der Besucher auf eine originalgetreue Kopie der kostbaren Handschrift C des Nibelungenliedes. Zur Beschaffung der Faksimile aus den 60er Jahren trug der Rheinische Sparkassen- und Giroverband mit einer großzügigen Spende bei.

Dass das Nibelungenlied längst Einzug in die Popularkultur gehalten hat, veranschaulicht der nächste Raum. Zahlreiche Würfel sind scheinbar ungeordnet gestapelt und lassen den Betrachter auf Entdeckungsreise gehen. Die Ausstellungsgestaltung übernahm der Fachbereich Design der Hochschule Niederrhein in Krefeld unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Grahl.

Auf verschiedenen Monitoren laufen nebeneinander Filme, von denen man nicht behaupten würde, dass sie alle das gleiche Thema behandeln. Sowohl ein Klassiker des Animationsfilms von 1957 als auch eine Filmsequenz von 1924 zeigen, wie man sich Siegfried vorstellte.

Den Weg der Nibelungen entlang der europäischen Schauplätze kann man im nächsten Raum anhand einer überdimensionierten Wandkarte verfolgen. Über eine Treppe gelangt man in einen Wehrgang aus dem 14. Jahrhundert. Die aufwändig restaurierten Mauern sind die ältesten Originale der Stadtmauer von Xanten. Der schmale Gang gleicht einem Tunnel und bietet die passende Atmosphäre für eine Installation, die in neun Stationen das Nibelungenlied in Bild und Text nacherzählt. In weiteren Räumen wird dem Besucher das historische Umfeld des Nibelungenmythos von seiner Entstehung in der Völkerwanderungszeit bis zur Niederschrift im Hochmittelalter nahe gebracht.

Auf einem Schreibpult liegen die drei wichtigsten Nibelungenhandschriften in digitalisierter Form, die mit einem TouchScreen aufgeblättert werden können. Die Ausstellung zeigt auch Postkarten, Programmhefte, Erstausgaben von Bühnenfassungen der Nibelungensage und Fotografien.

Endlich ein würdiger Platz in der Siegfriedstadt für den Helden der deutschen Ilias!

Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr Eintritt: Erwachsene 5 €, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren 3 € Führungen können unter Tel: 02801/9820896 im Voraus gebucht werden.

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Schlüsselwörter: Xanten | Siegfried | Nibelungen | Alexander Knörr | Museum | Siegfriedstadt | Nibelungenlied
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