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Sonstiges: Vergnügen

Lob des Lesens

Vorlesekoffer für Kinder - eine Initiative der Deutschen Bahn AG

©Rainer Sturm/pixelio
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Lesen und Reisen, das gehört zusammen. Wie könnte man besser eine lange Fahrt mit der Bahn nutzen, als dabei ein gutes Buch oder eine interessante Zeitschrift zu lesen? Lesen und Kinder, das gehört ebenfalls zusammen. Wer erinnert sich nicht gern an seine eigene Kindheit, wenn Vater oder Mutter, Oma oder Onkel spannende Geschichten vorgelesen haben, am knisternden Kamin oder zum Einschlafen? Auch verregnete Urlaubstage im Hotel oder naßkalte Herbsttage sind klassische Gelegenheiten, bei denen man sich doch gern mit einem heißen Tee, etwas Gebäck und einem guten Buch auf das Sofa oder in den Sessel zurückzieht... - und dabei oft Unwetter, Alltagssorgen und anderes um einen herum vergißt.

Lesen lernt man, indem man die Lust am Lesen lieben lernt. Daß Kinder hier ganz wesentlich das Vorbild der Erwachsenen brauchen, liegt auf der Hand. Wer seine Eltern und Großeltern als lesend wahrgenommen hat, der will es ihnen gleichtun. Selbst bei der Auswahl der Bücher für Kinder und Jugendliche kann man eigentlich nichts falsch machen... - ein Buch, das als zu schwer oder als zu langweilig empfunden wird, wird bald wieder weggelegt und muß eben warten, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist; zumal zur Vermeidung einer falschen Auswahl ausreichend viele aussagekräftige Informationsquellen über die passende Literatur zur Verfügung stehen. Die Initialzündung, das Vorbild, sollte in aller Regel jedoch - bereits vor der Schulzeit - aus der Familie kommen.

Die Stiftung Lesen hat mit der Deutschen Bahn AG eine gute Idee in die Tat umgesetzt. Diese Zusammenarbeit hat lange Tradition: Die Deutsche Bahn AG ist bereits seit dem Jahr 1996 Fördermitglied der Stiftung Lesen und unterstützt dabei viele Leseförderungsprojekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im letzten Jahr wurde die DB-Initiative "Vorlesekoffer für Kinderheime" gestartet, deren Ziel es ist, bis zum Ende des Jahres 2010 über 3.000 Kinderheime und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland mit entsprechenden Koffern auszustatten.

Partner dieser Kampagne sind die Verlage Ravensburger, Carlsen, Velber sowie die Verlagsgruppe Beltz. Die Grundidee war:

"Kinder lassen sich für das Lesen begeistern - wenn sie mit geeigneten Büchern und anderen Printmedien in Berührung kommen und ihnen vorgelesen wird. Wer Begeisterung für das Lesen weckt, stellt die Weichen für Bildungs- und damit Lebenschancen."

Stiftung Lesen: Die DB-Initiative "Vorlesekoffer für Kinderheime"

In vielen Grundschulen ist es schon üblich geworden, daß lesebegeisterte Mütter und Väter regelmäßig nachmittags oder in Freistunden Lesekreise abhalten. Diese Vorlesepatenschaften lassen sich in vielen Zusammenhängen umsetzen; es muß auch beim Kindergeburtstag nicht immer nur das Kino, das Bowling-Center oder das neueste PC-Spiel sein, was als Hauptattraktion von den Kindern wahrgenommen wird.

©Rainer Sturm/pixelio
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Wer viel liest, hat es auch leichter in der Schule. Was wir oft tun, können wir besser als das, was wir selten tun. Außerdem steigt nicht nur das Wissen durch das Lesen, sondern die Verarbeitung des Gelesenen im Kopf ist Futter fürs Gehirn: Nachdenken und Nacherzählen fördert die Intelligenz, da ist der bloße Erwerb der Sprache oder die Verbesserung der Sprachkompetenz nur ein Teil im großen Ganzen. Auch der Rückzug ins eigene Selbst, die Beschäftigung mit dem inneren Erleben, ist gerade für Jugendliche ein ganz wesentlicher Faktor bei der Reifung. Nicht umsonst entdecken viele Jugendliche in diesem Alter das Tagebuch oder schreiben Gedichte.

Wer sich für die Arbeit der Stiftung Lesen interessiert oder bei einzelnen Projekten mitarbeiten möchte oder diese anders unterstützen will, findet dort weitere Informationen und Anregungen:

"Leseförderung lebt von der Vielfalt. Mit stets neuen Projektideen unterstützen wir deshalb alle, die Lesefreude wecken und Lesekompetenz stärken möchten. In jeder Altersgruppe - insbesondere aber bei Kindern und Jugendlichen.

Für alle Projekte gilt: Sie würden ohne das Engagement unserer Partner und Sponsoren und ganz besonders ohne die vielen Multiplikatoren vor Ort nicht die Breitenwirkung erlangen, die sie besitzen. Daher möchten wir uns herzlich bei allen Eltern, Lehrkräften, Bibliothekaren, Buchhändlern, Vorlesepaten und vielen anderen engagierten Leseförderern bedanken" (Quelle: Stiftung Lesen/Projekte).

  • Bildnachweis:
Beide Bilder ©Rainer Sturm via Pixelio

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Schlüsselwörter: Stiftung Lesen | Deutsche Bahn | Lesekoffer | Vorlese-Aktion | Berlin | S-Bahn
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Kommentare

357
am 24.03.2010 15:17:40 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Oh, über dieses Thema wollte ich auch gerade schreiben, dann muss ich das jetzt anders konzipieren Wink

Die Stiftung Lesen ist wirklich eine gute Idee!
286
am 27.03.2010 10:34:18 (217.92.25.xxx) Link Kommentar melden
Auch der Rückzug ins eigene Selbst, die Beschäftigung mit dem inneren Erleben, ist gerade für Jugendliche ein ganz wesentlicher Faktor bei der Reifung. Nicht umsonst entdecken viele Jugendliche in diesem Alter das Tagebuch oder schreiben Gedichte.
Das stimmt, ich habe damals schon Bücher vollgeschrieben, die habe ich heute noch. Wird dann mal aus dem Nachlass veröffentlicht Wink
300
am 29.03.2010 13:42:35 (69.162.66.xxx) Link Kommentar melden
ich bin mit Büchern aufgewachsen, daher versteh ich das Problem nicht. Ist aber ne gute Idee, das Lesen zu fördern, why not?
357
am 30.03.2010 02:54:28 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Das schaffst Du schon!

Grin Danke für die zuversichtliche Aufmunterung, ich denke auch, das könnte zu machen sein.

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