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Politik: Politische Meinung

Entwicklungshilfe einstellen, Hartz IV kürzen

Warum es so nicht weitergehen kann... – oder: Gunnar Heinsohn hat eigentlich doch recht!

Manches erreicht die Wurzel nicht...
Manches erreicht die Wurzel nicht...
Pflanzen brauchen Wasser, und das Wasser wird vor allem von den Wurzeln aufgenommen. Diese schlichte und banale Weisheit führte in Israel, das seit 1948 erfolgreich die – ehemals von Arabern und Phöniziern erzeugte – Wüste wieder zum Blühen gebracht hat, zu bahnbrechenden technologischen Entwicklungen, die allerdings auch darüber hinaus sozialpsychologische und volkswirtschaftliche Deutungen zulassen. Wer die Materie und auch das aride Klima kennt, der weiß, daß die übliche Methode der Dauerberegnung – die aus dem europäischen Bewußtsein, mit Wasser überversorgt zu sein, entstanden ist – in der Wüste kläglich versagt und allenfalls zur Versalzung des Bodens führt; denn 80% des zur Beregnung verwendeten Wassers würden verdunsten, bevor sie die Wurzeln der Pflanzen erreichen. Daher wurde in Israel die unterirdische Tröpfchen-Bewässerung entwickelt und zur hochtechnologischen Industriesparte ausgebaut.

Daraus lassen sich zwei Erkenntnisse gewinnen:

  1. Man muß den Nährstoff direkt dorthin bringen, wo er wirklich benötigt wird.
  2. Man darf nicht zuwenig, aber auch nicht zuviel geben.

Gunnar Heinsohn hat bekanntlich – ebenso wie Thilo Sarrazin – bemerkenswerte Vorschläge gemacht, wie die festgefahrene Sozial- und Arbeitsmarktpolitik wieder flott gemacht werden kann und wie vor allem die Selbstverantwortlichkeit der faul gewordenen Hartz-IV-Genießer wieder gestärkt werden kann. Hierzu hat er einen bemerkenswerten Essay geschrieben, der die positive Entwicklung des US-Politik nach einer unpopulären Entscheidung Bill Clintons am 22. August 1996 analysiert und als Modell für eine bundesdeutsche Kehrtwende in einer verfehlten, durch rot-grün ausgereizten Sozialpolitik beschreibt. – Heinsohn verweist in diesem Zusammenhang auf Charles Murray, der bereits 1984 in seinem Buch „Losing Ground“ sein heute berühmtes Gesetz formulierte, daß Versorgungszahlungen an Sozialhilfemütter deren Kinder nicht besserstellen, sondern lediglich immer mehr von Sozialhilfe abhängige Mütter und Kinder hervorbringen. Seinerzeit wurde dieser Ansatz selbstverständlich verteufelt, heute bestreitet diesen Zusammenhang jedoch kein ernsthaft diskutierender Fachmann mehr.

FDP-Chef Guido Westerwelle hatte vor einiger Zeit die schon seit langem notwendige Sozialstaats-Debatte angestoßen und kritisierte die „spätrömische Dekadenz“, mit der Stütze-Empfänger sich auf Kosten der Steuerzahler seiner Meinung nach ausruhten. Am Montag äußerte sich Westerwelle nach der Präsidiumssitzung seiner Partei erneut ohne Polemik, sondern ganz sachlich: „Wir wollen den treffsicheren Sozialstaat, der den Bedürftigen hilft und nicht den Findigen.“ Der FDP-Chef weiter: „Auch die Sozialdemokraten haben erkannt, daß der Sozialstaat einer Reform bedarf.“ – So weit, so gut. Wenn es nicht darum geht, den Sozialstaat abzuschaffen, sondern seine Effizienz zu erhöhen, dann sollte man frei von ideologischen Glaubenssätzen die Gesamtproblematik nüchtern untersuchen. Es geht darum, daß der freie „Raubtier“-Kapitalismus ebenso wie der infantile Traum des Sozialismus längst ausgedient hat, es geht darum, das soziale Element der freien Marktwirtschaft zu stützen und zu stablisieren. Dazu gehört natürlich dann auch, das unsoziale Treiben der Hartz-IV-Genießer zu beenden. Denn diese sind es, die das Prinzip aushöhlen und zerstören, so wie es bereits mit der Krankenversicherung – durch eine konzertierte Aktion von kurzsichtig auf den Vorteil bedachten Patienten, von willfährigen Ärzten, von überbezahlten „Pharmareferenten“ und einer gewinnsüchtigen Industrie – geschah und seit vielen Jahrzehnten vorgemacht wurde. Ähnliches gilt auch für die geplünderte Rentenversicherung, mit der Spätaussiedler ebenso alimentiert wurden wie repatriierte Türken oder – nach dem Anschluß von 1990 – Nichtzahler aus der ehemaligen DDR.

Effektivität und Effizienz, also das Richtige tun und das dann auch richtig tun, das ist hier gefragt und noch lange nicht ausgereizt; es ist noch nicht einmal begonnen worden. Da die beiden Begriffe in der deutschen Sprache gerne vermischt und verwechselt werden, hier zwecks Klarheit:

  • Effektivität (engl. effectiveness) heißt: die (strategisch) richtigen Dinge tun
  • Effizienz (engl. efficiency) heißt: die Dinge richtig tun (Input/Output oder Kosten/Nutzen müssen stimmen)

An diesen Maßstäben gemessen dürfte Hartz-IV für Minderjährige natürlich nur noch als Gutschein für Essens-, Bekleidung- und Schulbedarf ausgehändigt werden, um zu verhindern, daß Eltern von diesen Bezügen, die sie nur für ihre Kinder treuhänderisch einzusetzen haben, ihre Nikotin- oder Alkoholsucht finanzieren. Zum zweiten sind solche absurden staatlichen Garantien und Geldspritzen, wie diverse Banken oder Autofirmen sie inzwischen fast regelmäßig erhalten, eine kurzsichtige und widersinnige Umsetzung des zynischen Prinzips:

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren

Und drittens: ein solcher Unfug wie Entwicklungshilfe müßte einfach ersatzlos eingestellt werden. Das deutlichste Beispiel für die destruktiven und letztendlich mörderischen Effekte der sogenannten Entwicklungshilfe sind die hochgerüsteten Diktaturen der Dritten Welt, deren Menschen verhungern, während das Militär jener Staaten modernste Waffen kauft, ununterbrochen und endlos. Ebenso als negatives Beispiel dient die Dauersozialhilfe der EU und der UN für die Pallis in Gaza, die damit nichts anderes zu produzieren wissen als Unterdrückung und Gewalt, Terror und Krieg, während sie sich ansonsten fröhlichem Nichtstun hingeben.

...Krankes heilen...
...Krankes heilen...
Es es hohe Zeit, daß das Subsidiaritätsprinzip wieder in den Vordergrund rückt: Hilfe zur Selbsthilfe, aber nur dann, wenn eine aktive Mithilfe desjenigen, der die soziale Hilfe anderer in Anspruch nehmen will, auch real vorhanden ist. Diesen Gedanken muß man den Hartz-IV-Genießern ebenso nahebringen wie denjenigen, die immer wieder gerne die Hand aufhalten und sich bereits daran gewöhnt haben, daß sie fürs Nichtstun oder für Destruktivität auch noch bezahlt werden: Bank-Managern ebenso wie Pallis, Terroristen ebenso wie Dritte-Welt-Diktatoren.

Die dahinterstehende Struktur ist bei all diesen Gruppen immer dieselbe: parasitär leben auf Kosten anderer, die diese Gelder erst durch ihre Arbeit erwirtschaften müssen, und die für ihre Arbeit netto oft weniger haben als die, denen sie bei deren Nichtstun helfen müssen, per staatlichem Zwang. Wer also ein konkretes Beispiel für die Umsetzung des Wortes Perversion sucht, der findet sie in genau diesem Bereich staatlicher Fehllenkung und Geldvernichtung.

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Schlüsselwörter: Gedankenfreiheit | Meinungsfreiheit | Grundgesetz | Einwanderung | Integration | Thilo Sarrazin | Leitkultur | Hartz IV
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Kommentare

334
am 20.06.2010 11:31:13 (80.187.103.xxx) Link Kommentar melden
Chaim hat Folgendes geschrieben:
Die Sozialneid-Debatte wird doch von den Hartz-IV-Genießern ausgerechnet gegen diejenigen geführt, denen sie ihren Hartz-IV-Luxus fürs Nichtstun verdanken.
Das hätte ich auch nicht besser formulieren können.Wink
kommt123
am 20.06.2010 22:24:37 (92.231.127.xxx) Link Kommentar melden
Chaim schrieb:
Ich hätte die Zahl noch höher vermutet, danke für die Aufklärung.- Fakt ist, daß jemand, der 5 Pferde unterhält, in einem Luxus lebt, der sich nicht mit Hartz-IV-Bezug verträgt.


Als Selbstversorger ist es immer billiger,macht aber auch viel Arbeit.Wink
Na,und manche gehen dann halt nicht arbeiten oder arbeiten schwarz und kassieren noch zusätzlich.



Desweiteren schrieb Chaim:

P.S. Roßschlachter gibt es auch in Süddeutschland reichlich, die Schwaben essen gerne Pferdefleisch. Ich kenne Städte im Großraum Stuttgart, da hängt dann ein Schild "Heute frisches Fohlenfleisch" über der Tür, und die Schlange der Kunden geht bis auf die Straße. So viel ist an den zwei oder drei Fohlen, die der Mann in Handarbeit alle zwei Monate mal schlachtet, ja auch nicht dran.


Es spricht ja auch nichts dagegen,ich mag es nur nicht,wenn diese Tiere tagelang transportiert werden und zusätzlich leiden müssen.


und letzter Absatz von Chaim:Wink

Pferdefleisch ist nicht koscher (kein Wiederkäuer, keine gespaltenen Hufe), deswegen kann ich da weiter nichts dazu sagen. Ich bleibe lieber bei Hühnern, Hähnchen, Puten, Schafen und Rindern. Sowie natürlich bei Fischen. So oft wie nötig, so selten wie möglich. Es sind immer Lebewesen, und ich bin auch ohne Fleisch auf dem Teller glücklich...

Hartz-IV-Genießer kaufen bei ALDI und LIDL immer die TK-Truhe mit billigstem Schweinefleisch leer, oft sieht man das den Leuten auch an.


Bei mir auf dem Speiseplan steht auch fast nur Rind oder Geflügelfleisch.
Aber auch nicht jeden Tag,ich esse auch mal gerne einfach nur einen leckeren Salat.

Neulich konnte ich das beobachten.
Eine Frau,ich betitel sie mal so,sah aber eigentlich nicht wie eine aus,völlig ungepflegt,fettige Haare,aber schön fette Bratwurst und und Bauchfleisch hat die eingesackt.
Aber die hat richtig zugelangt,ich sage es dir.
Und das "Schönste" war,die hatte 'ne Hose mit Gummizug an(passt ja immer)Grin und Adi*as Latschen.Shock
Ist das nicht widerlich?Sad
kommt123
am 21.06.2010 12:30:36 (92.224.98.xxx) Link Kommentar melden
Chaim schrieb:
Auszug aus den Kommentar

Da gibt es eben Unterschiede in der Kultur. Der über 80jährige Herr, von dem ich neulich sprach, hat zwar nur zwei preiswerte Anzüge, und (geschätzt) 5 Hemden mit 10 Krawatten, doch er geht niemals aus dem Haus, wenn er nicht korrekt gekleidet ist. Zuhause reicht dann die Strickjacke über dem Hemd mit Krawatte, um das Anzugjackett zu schonen. Die Ellenbogen der Strickjacke hat er selbst mit Lederflicken repariert, weil sie nach 10 Jahren eben durchgescheuert waren. Der Haushalt ist sauber, und das seltsame: er jammert nie. Das hat wohl auch etwas mit Würde zu tun.


An den Herrn,da konnte ich mich gleich erinnern,ich habe nur ,um mich zu vergewissern,noch einmal den Link angeklickt.

Ich bewundere ihn,ehrlich,so wie du ihn beschrieben hast,da muss es ein ganz toller Mensch sein,mit viel Lebenserfahrung(nicht des Alters wegen),und ich schätze er ist einfach nur nett und ehrlich.

Auch wenn man wenig zur Verfügung hat,kann man sich benehmen,er macht es vor.

Solche Menschen,die achte ich sehr.
Deshalb habe ich auch keine Hemmungen,mich mit Obdachlosen zu unterhalten,wenn sie sich benehmen.

Ich bringe ja meine aussortierten Sachen,das habe ich ja schon einmal erwähnt,regelmäßig in eine Institution für Obdachlose und jedes Mal auch eine Tüte mit Lebensmitteln.

Die freuen sich immer so.
Da ist dann Schokolade drin,Schinken,Konfekt,Gummibärchen,die mögen sie so gerne.

Halt immer etwas besonderes.
Nicht viel,aber dafür was ausgefallenes.

Solchen Menschen,denen helfe ich gerne.
Wink

Zu deinem Absatz:
Die Kleidung ist auch "cool": Plastiklatschen wie beschrieben, und Jogging-Anzüge, die ja so praktisch sind: man kann sie einfach 4 Monate am Stück tragen, gleichzeitig dienen sie während dieser Zeit auch als Schlafanzug. Kultur ist alles.


Das kann man so oft beobachten,ich mache immer einen großen Bogen um solche Kategorie.
Die labern den ganzen Laden zusammen,tun so ,wer weiß was sie sind,und haun sich das fette Fleisch in ihren WagenShock,meistens immer wenn es gerade Geld gab.Sad

Wink
Hartmut Holz
am 21.06.2010 17:10:14 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Die menschenverachtende Arbeitsmarktreform ist sofort abzuschaffen. Denn sie treibt die betroffenen Menschen in die Armut und macht sie unselbständig.

Es sollte die alte Arbeitslosenhilfe wieder eingeführt werden, da sie gerechter war.

Dann sollte es keine Hilfe mehr für marode Banken geben, dann endlich einen Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt werden und Subvenstionen wie die verminderte Mehrwertsteuer für Hotels wieder gekappt werden.

Auch sollten die Reichen verstärkt zur Bewältigung der Krise herangezogen werden.
kommt123
am 11.08.2010 11:14:38 (92.230.250.xxx) Link Kommentar melden
Auf Malorca, da ist es so, wer nicht arbeitet oder arbeiten will, der bekommt keinerlei Unterstützung.
Demnach können sich solche Sozialschmarotzer auch nicht lange in dem Land aufhalten, nur so lange, bis ihr in Deutschland schmarotztes Geld aufgebraucht ist.
Und das ist auch richtig so, es spart dem Staat da jede menge Kosten.

Also kein Land zum ausruhen, wer dort leben will, der muss arbeiten, finde ich völlig korrekt.
Die Gesetzte da, die sind eh viel strenger, dennoch funktioniert da die Wirtschaft, sehr gut sogar.
kommt123
am 11.08.2010 12:45:29 (92.230.250.xxx) Link Kommentar melden
Na, so schwer ist das doch nicht.
Es lehrt uns, wo nichts gezahlt wird, da müssen die Menschen ja arbeiten, es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig.

Sollte hier auch mal eingeführt werden, ebenso härtere Gesetze.
Wenn auf Mallorca z.B. jemand etwas mitgehen lässt, das kommt da oft vor, die Polizei da, die kennt ihre Pappenheimer genau, sie erwischen denjenigen aber nicht, dann nehmen sie kurzerhand einen Verwandten mit, irgendeinen der gerade zu Hause ist, der wird dann verhaftet, bis sich der Schuldige stellt.

Dort sind keine Häuser verschlossen, so was schreckt ab, die haben das da schon gut im Griff.

Und wird ein Kind angefahren, wegen Tempoüberschreitung, der kann sich gleich einen Strick nehmen.
Die Gassen da, die sind ja ziemlich eng , wegen der Sonne, gibt gut Schatten.
Die Kinder,die spielen dann auch schon mal in den Garagen, rennen dann auch mal raus, aber die Autofahrer, die sind verdammt vorsichtig, denn Kinder, die haben da einen Status, das kannste dir nicht vorstellen.
Tut man einem Kind etwas zuleide, dann, wie gesagt, kann man sich lieber gleich einen Strick nehmen, wenn du weißt was ich meine.
349
am 14.12.2010 17:29:23 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Dafür braucht man aber immer einen, der sie vollstreckt; und den macht man damit zum Mörder.
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