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Politik: Soziales & Bildung

Der Bürgerjournalismus ist salonfähig geworden

Die "altehrwürdige Tante" FAZ ist moderner, als mancher denkt

Tobias Geberth/Wikipedia Cc-by
Tobias Geberth/Wikipedia Cc-by
Es tut sich was auf dem Gebiet des Bürgerjournalismus! Der Graswurzel-Journalismus, auch Bürger-Journalismus oder partizipativer Journalismus genannt, wird so langsam, aber sicher salonfähig. Die professionellen Journalisten versuchen - je nach Sichtweise und Haltung zu dem Phänomen - den Schwung zu nutzen. Einbinden statt bekämpfen, heißt die Devise. Der Professionalisierung der Bürgerjournalisten kann das nur nutzen.

Worum geht es überhaupt? - "Partizipativer Journalismus ist die Tätigkeit eines Bürgers oder einer Gruppe von Bürgern, die eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einnehmen. Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen, verlässlichen, genauen, ausführlichen und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt." - So lautet die Definition von Shayne Bowman und Chris Willis in "We Media - How audiences are shaping the future of news and information" (Juli 2003, S. 9, zitiert nach Wikipedia).

Immerhin möchte die alt(ehrwurdig)e Tante FAZ, die Mutter des intellektuell-bürgerlichen Journalismus, hier mit im Boot sein, und fungiert als Gastgeber einer interessanten Konferenz:

Internationale Medienkonferenz 2010: Community Medien

Am 18.03.2010 | 9:30 bis 14:30 Uhr

Berlin, Atrium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mittelstraße 2-4

Das Internationale Institut für Journalismus der Inwent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH und die Frankfurter Allgemeine Zeitung laden Sie herzlich zur internationalen Medienkonferenz

Am Wendepunkt: Mit Community Medien in die Zukunft. Wie gemeinsamer Journalismus Neues schafft

am Donnerstag, den 18. März 2010, in 10117 Berlin (Mitte), Atrium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Mittelstraße 2-4 ein.

Dreh- und Angelpunkt der Konferenz werden der sogenannte Citizen Journalism und die Frage sein, wie die neuen Medien dazu beitragen können, benachteiligten Gruppen eine Stimme zu geben. Wir werden auf die Entwicklung hin zu einem kooperativen Journalismus eingehen, der Nutzer-Beiträge mit journalistischem Handwerk verknüpft, und danach fragen, wie sich die Medien durch den Bürger- und Community-Journalismus verändern. In die Debatte fließen sowohl Erfahrungen aus den Industrieländern als auch aus Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Entsprechend international wird auch der Kreis der Sprecher. Eingeladen sind:

  • Werner D'Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Deutschland
  • Daoud Kuttab, Gründer und Chefredakteur von AmmanNet, dem ersten Internetradio in der arabischen Welt, Jordanien
  • Ritu Kapur, Executive Producer der "Citizen Journalist Show" von CNN-IBN, Indien
  • Rezwanul Islam, Leitender Redakteur von Rising Voices, einer Projekttochter von Global Voices, Bangladesch
  • Adam Mukendi, Geschäftsführender Redakteur von citizenjournalismafrica.org, Südafrika
  • Saqib Riaz, Assistenzprofessor an der Fakultät für Medien und Kommunikation der Allama Iqbal Open University, Islamabad, Pakistan

sowie als Keynote-Speaker

  • Solana Larsen, Geschäftsführende Redakteurin von Global Voices, USA
  • Steven Lang, Chefredakteur von Grocott's Mail in Grahamstown, einem Trendsetter auf dem Gebiet des Bürgerjournalismus, Südafrika

Die Konferenz wird vom Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Hans-Jürgen Beerfeltz, sowie vom Geschäftsführer der FAZ, Dr. Roland Gerschermann, und Inwents Hauptgeschäftsführer, Dr. Sebastian Paust, eröffnet.

Es ist zu hoffen, daß es interessante Berichte über diese Konferenz auch bei OZ24 geben wird! Hier einstweilen noch einige weiterführende Informationen:

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Schlüsselwörter: Bürgerjournalismus | Konferenz | Berlin | Professionalisierung | inwent | BMZ | BMWi | iij2010 | Rhein-Zeitung | FAZ
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Kommentare

Hartmut Holz
am 17.03.2010 17:52:29 (217.80.215.xxx) Link Kommentar melden
Der Bürgerjournalismus ist wirklich eine sehr gute Sache.

Und das nicht nur bei den Zeitungen, sondern auch im Rundfunkwesen. So hat z. B. der Offene Kanal Schleswig-Holstein, mit seinen in Kiel, Heide, Flensburg und auch Lübeck immer weiter ausgebaut.

Und auch die Qualität, dieses Senders, hat sich immer weiter erhöht. Gut so.
357
am 18.03.2010 08:19:07 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Das journalistische Handwerkszeug zu verbreiten ist sicher keine schlechte Sache. Denn das ist die Grundlage jedes Anspruchs auf Qualität und Zuverlässigkeit.
Hartmut Holz
am 19.03.2010 15:59:09 (217.80.233.xxx) Link Kommentar melden
Und auf Qualität wird, beim Offenen Kanal Schleswig-Holstein
und auch bei den anderen Offenenn Kanälen geachtet.
357
am 19.03.2010 18:57:23 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Mit Community Medien in die Zukunft. Wie gemeinsamer Journalismus Neues schafft
Sehr interessant, bin auf die Berichte gespannt.
Axel Heyne
am 20.03.2010 07:09:40 (217.88.173.xxx) Link Kommentar melden
Ich bin der Meinung, dass Bürgerjournalismus aus der Unzufriedenheit mit der Tätigkeit der professionellen Journalisten entstand. Leider gibt es immmer noch zu wenig wirklich unabhängige Journalisten.
Ich empfehle Euch die Internetseite www.hintergrund.de. Schaut da mal rein, echt interessant.
357
am 20.03.2010 10:45:14 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Wink Man sollte aber auch mal ins Impressum schauen, wer das ist und was man dort sonst noch so herausgibt:

http://www.hinter...essum.html

Dasselbe findet man dann dort: http://911researc...impressum/
Hartmut Holz
am 14.04.2010 16:59:40 (217.80.234.xxx) Link Kommentar melden
Leider ist es so, dass es fast gar keine unabhängigen Journalisten mehr gibt.

Denn die meisten Journalisten werden von den Lobbyisten wie der Neuen Sozialen Marktwirtschaft gesponsert.

Und diese Lobbyisten Vereinigung manipuliert doch schon sogar Fernsehsendungen und auch Talkshows wie Anne Will oder auch Maybritt Illner.

Das Ganze hat dann mit Pressefreiheit überhaupt rein gar nichts mehr zu tun.

Gut, dass ich mich, bei unserem Sender, mit Musik und Unterhaltung befasse. Da habe ich mit Politik rein gar nichts im Sinn.
Hartmut Holz
am 14.04.2010 17:16:43 (217.80.234.xxx) Link Kommentar melden
Dass ist es nicht. Denn wie gesagt, beim Sender befasse ich micht nicht damit.

Das ist ein Fall für unsere Aktuell Redaktion.

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