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Sonstiges: ReligionIronie des Schicksals
Zur aktuellen Medienberichten zum Thema Kindesmissbrauch an katholischen Schulen gibt es bereits einige Erklärungsversuche, weswegen solche Dinge überwiegend gar ausschließlich in katholischen Einrichtungen passieren. Liegt es am Zöllibat? Liegt es an den strengen Dogmen, die die Anhänger der katholischen Kirche befolgen müssen? Zumal von der Tatsache ganz abgesehen, dass Homosexualität als eine Todsünde geahndet wird. Wohl bemerkt es sind Vorschriften des 21. Jahrhunderts, in dem man etwas weiter sein sollte als im Mittelalter. Hier eine Kurzgeschichte, die auf eine wahre Begebenheit beruht. Still, schweigend und leidend stellt sie die Schmerzen eines Kindes da und spiegelt somit die "Moral&" der Kirche wider.
Idyllisches Bild hat man vor sich , wenn man sie anguckt. Eine kleine wohlhabende Familie, mit einem Kind, das in sehr gesitteten Verhältnissen aufwächst. Die Eltern sind zwar geschieden, trotzdem hat das kleine Mädchen alles was es braucht. Eine gute Schulbildung, eine liebevolle Mutter, ein Haus mit Garten.
Immer wenn sich die Ferien nähern, geht´s zur Oma aufs Land. Da bietet sich einem eine noch schönere Silhouette.
Oma wohnte mit ihrem Ehemann in einem traumhaften Haus. Mit zwei stilvoll eingerichteten Stockwerken, mit einem kleinen Garten, was mit Blumen überseht war.
Die beiden wohnten in einer Zwillingshaushälfte. Sie hatten auch freundliche Nachbarn und verstanden sich gut mit ihnen. Sie wussten es auch. Oma hatte eine gute Freundin ihres Alters, die mit ihrem Mann zusammen wohnte. Auch bei ihr mangelte es nicht an Geld. Sie wusste es auch und schwieg. Wie alle anderen.
Das Mädchen hat bei Oma und ihrem Mann jede Ferien verbracht, auch als sie in den Kindergarten ging.
Dieser Mann mochte allgemein Kinder. Er bestaunte sie immer auf Kinderspielplätzen, in der Stadt, in Supermärkten. Er sprach sie an, gab ihnen was Süßes und die Kinder mussten sich bei ihm bedanken, da der alte Herr so nett zu ihnen war.
Seine Enkelin, wobei er nicht der leibliche Opa war, hat er auch sehr geliebt. Sie war ein ganz aufgeschlossenes kleines Mädchen und konnte sich für ihr Alter sehr gut ausdrücken und das imponierte jeden. Sie war hübsch und wissbegierig. Und das war ihr größter Fehler
Immer wenn sie mit ihm allein war, fühlte sie auf einmal ein Unbehagen. Er hat immer wieder das kleine Mädchen aufgefordert ihn zu küssen und sie war neugierig und wusste nicht was sie tat. Und sie tat es. Sie wurde an mehreren Stellen ihres Körpers berührt. Sie war doch nur neugierig und perverser Weise gefiel es ihr manchmal.
Und plötzlich kam Oma ins Zimmer herein. Blickte die beiden, lächelte und ging wieder raus.
Machen Sie sich keine Sorgen, das Mädchen wurde nicht vergewaltigt. Es wurde nur seit ihrem ersten bis zu ihrem 15. Lebensjahr von dem Ehemann ihrer Opa sexuell missbraucht.
Jeder wusste es, die Nachbarn, die Eltern, die Bekannte, die Freunde. Die Mutter. Und jeder schwieg.
Jeden Sonntag morgen musste das kleine Mädchen auch leise sein. Denn er hat sich jeden Sonntag morgen ins Wohnzimmer eingeschlossen um zu beten. Er nahm die Bibel in die Hand und nachdem er betete, legte er Hand bei seiner Enkelin an. Und Oma lächelte.
Dieser Mann unterlag nicht dem Zöllibat, er war ein freier Mensch. Er unterlag seinen eigenen Dogmen.
Zivilcourage wäre hier gefragt gewesen. Es ist nicht mal so, wie in der U-Bahn, wenn jemand von fünf anderen zusammengeschlagen wird und man traut sich nicht dazwischen zu gehen. Nein, das verlange ich auch gar nicht. Ein Wort, ein Blick hätte gereicht um das Kind zu schützen. Aber nein, sie waren feige und sind es bis heute. Amen.
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