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Politik: DeutschlandGünther Becksteins erneuter Vorstoß, was bringt er wirklich?

Bald nur noch mit Maut befahrbar? Foto www.pixelio
Was bringt das Becksteinmodell wirklich?
Günther Beckstein Vorschlag sieht vor, die Mineralölsteuer auf Diesel um 10 Eurocent je Liter und auf Benzin je 15 Eurocent je Liter zu senken. Die einzuführende Jahresvignette für die Maut soll nach seinen Planungen 120 Euro kosten. Nach den Berechnungen von Beckstein würden so die meisten Autofahrer in Deutschland entlastet. Wer mehr als 9000 km im Jahr fahre, zahle dann trotz einer eventuell benötigten Vignette weniger als bisher. Diese Regelung kommt vor allem stark belasteten Pendlern zugute.
Leider stimmt die von Beckstein vorgelegte Berechnung nicht wirklich. Berechnungen haben ergeben, dass man schon deutlich mehr als 9000 km im Jahr mit dem Auto zurücklegen muss, um mit dem vorgelegten Becksteinmodell wirklich Geld zu sparen. Lohnen tut sich diese Berechnung nur (9000 km im Jahr), wenn das Fahrzeug im Durchschnitt mehr als 8 Liter verbraucht. Fahrzeuge mit Dieselmotoren zahlen bei einer Fahrleistung von 9000 km im Jahr sogar drauf. Eine wirkliche Entlastung für Benzin-Pkw ergibt sich erst bei einer Fahrleistung von mehr als 10000 km im Jahr. Viel schlechter sieht es für Diesel-Pkw aus. Erst bei einem Verbrauch von 12 Litern auf 100 km würden die Gesamtkosten für Vignette und Dieselkraftstoff günstiger werden. Sollten sie im Besitz eines sparsamen Dieselkraftstoff-Pkw sein der nur ca. 6 Liter auf 100 km har dann müssen sie schon mehr als 20000 km im Jahr zurücklegen um preiswerter davonzukommen.
Fazit: Das Becksteinmodell bringt eine finanzielle Entlastung nur für Autofahrer, die viele Kilometer im Jahr zurücklegen. Wer - zum Beispiel, um die Umwelt zu schonen - einen sparsamen Pkw fährt (egal ob Diesel oder Benzin) und diesen dazu noch selten fährt, zahlt drauf. Was auf jeden Fall stimmt, ist der Umstand, dass mit einer Maut auch ausländische Fahrer einen Beitrag für die deutschen Straßen leisten werden.
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