Eines der bekanntesten Tiere mit einem Horn ist beispielsweise das Nashorn, das den Begriff des Horns schon in seinem Namen trägt. Die Chinesen glauben, dass dieses Horn, genauer gesagt das Horn in pulverisierter Form, die Manneskraft stärkt und machen daraus Medizin. Das führte zum massenhaften Abschlachten der Nashörner, von denen dann lediglich das Horn benötigt wird.
Was aber diesen Monat durch die Weltpresse ging ist kein verfrühter Aprilscherz. Einer alten Chinesin, der 101 Jahre alten Zhang Ruifang, die in dem kleinen chinesischen Dorf Linlou in der Provinz Henan lebt, wachsen jetzt, im hohen Alter Hörner. Das fing vor etwa einem Jahr an. Das erste Horn ist bereits sechs Zentimeter lang. Auf der anderen Seite der Stirn ist bereits eine Anomalie zu erkennen, von der ihr Sohn Zhang Giozheng sagt, dass es genauso auch auf der anderen Seite angefangen habe. Es scheint sich hier also ein zweites Horn zu bilden.
Zhang Ruifang, die deswegen von den Dorfbewohnern schon als Ziegenfrau, Einhorn oder gar Teufelstochter betitelt wurde, hat ansonsten keinerlei gesundheitlichen Probleme oder gar Schmerzen.
Die britische Zeitung Daily Mail berichtete über die Chinesin. Die Zeitung spekuliert, dass es sich um einen Hautkrebs oder eine Irritation in Folge von verdichtetem Keratin handelt. Das Keratin kommt bei Menschen in den Haaren und Fingernägeln vor und sorgt bei Tieren für eben jene Hornbildung. Wie die Daily Mail weiter berichtete neigten ältere Damen mit heller Haut, die zudem in ihrem Leben viel der Sonne ausgesetzt gewesen seien, zu solchen Hautirritationen. In dieser Größe, wie bei Zhang Ruifang, sei so etwas jedoch äußerst selten. Eine medizinische Diagnose gibt es bisher nicht.