Sonstiges: Religion

Religionsfreiheit selbstverständlich, aber nur auf folgenden 6 Metern

09.03.2010 08:33:20 eingesandt von Lucienne für OnlineZeitung 24.de

Besonders in Bayern, wo ein sehr großer Teil der Bevölkerung eher katholisch geprägt ist, wir die Religionsfreiheit groß geschrieben.

Überall wird beteuert; man könne die eigene Religion ohne Einschränkungen ausleben, denn wir leben schließlich in einem freien Land, in dem Meinungs- und Religionsfreiheit selbst im Grundgesetz verankert ist.

So der schriftliche Teil der Realität.

Wenn man durch die aktuellen Tageszeitung blättert, wird eines sehr deutlich. Das Geschriebene wird in keinster Weise umgesetzt gar unterstützt. Neulich gab es einen Fall, in dem die Mutter eines Grundschülers von der Schule forderte, das im Klassenzimmer hängende Kreuz abzunehmen, denn es sei nur ein Symbol von vielen Religionen, das ihrer Meinung nach sehr dominant sei und kein Platz für andere Symbole ließe.

Der Fall ging bis zum Bundesverfassungsgericht und es fand bis heute kein Ende. Dies war nur ein Beispiel von vielen, in dem es deutlich wird, dass es ein sehr großer Unterschied zwischen Predigungen von etwas und tatsächliche Toleranz gibt.

Zudem ist es bemerkenswert, dass im Durchschnitt eher Agnostiker, die Menschen sind, die bereit sind die Ansichten von anderen zur Kenntnis zu nehmen und nicht zwanghaft versuchen Überzeugungsarbeit zu leisten. Oder haben Sie es schon mal erlebt, dass ein Atheist im Anzug vor ihrer Tür erschien, klopfte und fragte, ob Sie sich mit ihm über die Evolutionstheorie auf wissenschaftlicher Basis unterhalten möchten?

Wohl kaum. Religionsfreiheit, vor allem im katholisch geprägten Bayern, ist selbstverständlich möglich. Bei Ihnen zu Hause, im Zimmer. Verlassen Sie das Haus und üben Sie öffentlich Ihre Religion aus, werden Sie schiefe Blicke ernten.