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Politik: Deutschland

Bundesregierung verheimlicht Staatsbankrott der Bundesrepublik Deutschland

Zur Desiformationskampagne der Medien über Griechenlands Finanzprobleme

Schuldenstand 8.3.2010
Schuldenstand 8.3.2010
BERLIN. In den 70er Jahren kursierte mal folgender Witz. Zur Verteidigung seiner wirtschaftswissenschaftlichen Doktorarbeit erklärte der Kandidat dem Prüfergremium in der damaligen Sowjetunion den Vorzug des Sozialismus wie folgt: „Der Kapitalismus steht am Rande des Abgrunds. Mit unserer erfolgreichen sozialistischen Wirtschaftspolitik werden wir ihn bald überholen.“ Das ist dann in der Tat auch geschehen. JUBEL – TRUBEL – HEITERKEIT. Der Kapitalismus hat gesiegt und den Sozialismus als STAATSMACHT gibt es nun seit ca 20 Jahren nicht mehr.

Die Bürger der Ex-DDR haben zwar jetzt die lang ersehnte „Reisefreiheit“, können sich aber wegen „HARTZ IV“ leider keine Bananen mehr kaufen. Und grossartig verreisen können sie deswegen leider auch nicht mehr. Vorbei - der billige Urlaub am bulgarischen „Goldstrand“ oder auf der Krim. Schon der Wochenendausflug an den doch so nahe gelegenen Strand der Ostsee bleibt für Berliner „HARTZ IV-Familien“ trotz „Wochenendticket der Bundesbahn“ ungefähr genau so weit entfernt, wie seinerzeit trotz „Ryan-Air“ für den arbeitslosen Kumpel aus dem Ruhrgebiet der Wochenendtrip nach New York. Doch hier – im Unterschied zu „da“ – herrschte schon damals der Kapitalismus und das ist noch heute so.

Was hat das alles mit der gegenwärtigen Staatskrise in GRIECHENLAND zu tun ?

Griechenland war irgendwann mal auch ein Königreich. Aber keineswegs „sozialistisch“. Und die dort lebenden Menschen waren auch keineswegs „dumm“ oder „faul“ - sonst wären seinerzeit wahrscheinlich bestimmt nicht so viele Griechen als „Gastarbeiter“ nach Deutschland gekommen. Und deshalb gibt es wahrscheinlich in Deutschland auch in jeder nennenswerten Stadt mindestens ein griechisches Restaurant. Von den türkischen Döner-Geschäften ganz zu schweigen (vom Erfolg des griechischen Gyros gelernt). Doch den „Luxus“ dieses Essens können sich HARTZ IV-Empfänger in Deutschland eigentlich auch schon lange nicht mehr leisten. Auch höchst selten noch eine italienische Pizza, obwohl die doch einmal in Italien eine Speise für Arme war. Und Italien war auch kein „sozialistisches“ Land. Ärger lass nach ... Aber Griechenland sei – dank oder mit Hilfe des „Euro“ - bankrott, so kann man es inzwischen tagtäglich in den bürgerlichen Zeitungen lesen. Dem KAPITALISMUS sei Dank

Viel bankrotter, als es Griechenland je sein könnte, ist unser eigenes Land: Die BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND.

Das beweist die nachfolgend zitierte Pressemittelung des gewiss nicht links-verdächtigen „Bund der Steuerzahler“: „Würden AB SOFORT (von der „öffentlichen Hand“) keine Schulden mehr aufgenommen und würde die „öffentliche Hand“ GESETZLICH VERPFLICHTET, jeden Monat 1.000.000.000 Euro an (vorhandenen) Schulden zu tilgen, so würde dieser Prozess 138 Jahre lang (jeden Monat!!!!) andauern müssen, um den Schuldenberg vollständig abzutragen.“ (Quelle: Leggewie, Claus, und Welzer, Harald: Das Ende der Welt, wie wir sie kannten, Seite 55, herausgegeben von der „Bundeszentrale für politische Bildung“, Bonn 2010 - Leggewie ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen ).

Von Götz Bockmann

Bildquelle: Screenshot von www.steuerzahler.de

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Schlüsselwörter: Griechenland | Staatskrise | Euro | Staatsbankrott | Deutschland | DDR | Hartz IV
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