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Technik: Automobil

ADAC warnt: Vorsicht vor Billig-Reifen

Jetzt die richtigen Reifen kaufen - Billige No-Name Reifen sind oft teurer und lebensgefährlich

Foto: © Paul-Georg Meister, Pixelio.de.
Foto: © Paul-Georg Meister, Pixelio.de.
Wir leben auf der Nordhalbkugel der Erde. Und hier haben wir seit dem 1. März den meteorologischen Frühlingsanfang. Da kommt dann auch bald wieder die Zeit, in der die Autofahrer ihre Reifen wechseln. Die Winterreifen werden erst einmal wieder gut verstaut und die Sommerreifen ans Fahrzeug montiert. Achten Sie dabei aber auf die noch vorhandene Profiltiefe. Die in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Profiltiefe sind 1,6 Millimeter. Darunter dürfen die Reifen nicht mehr gefahren werden.

Ab einer Profiltiefe von 4 Millimetern, so die Experten, nimmt die Bodenhaftung bei Nässe bereits deutlich ab. Und der ADAC empfiehlt Sommerreifen spätestens bei einer Profiltiefe von 2,5 bis 2 Millimetern zu erneuern. Da wird in den nächsten Wochen wohl so manch Autofahrer vor der Neuanschaffung eines Reifensatzes stehen. Das geht je nach Fahrzeugtyp und entsprechender Reifengröße voll ins Geld. Die Versuchung billige Reifen über den Online-Handel zu bestellen ist groß. Von dem Fabrikat hat man allerdings auch noch nichts gehört. Doch was soll’s? Reifen ist Reifen…

Ist das wirklich so? Ist jeder Reifen gleich gut wie der andere? Der ADAC und die Stiftung Warentest haben aktuell wieder 36 Reifen getestet. Darunter Reifen der großen, bekannten Hersteller genauso wie die von meist unbekannten Fabrikaten. Das Ergebnis ist ebenso ernüchternd wie erschreckend und in der aktuellen Motorwelt veröffentlicht. Bei den No-Name Reifen ist es oft so, dass sich diese deutlich schneller abnutzen. So müssen öfters neue Reifen gekauft werden. Zudem gibt es Berichte, wonach es auch schon mal vorkommt, dass die Reifen nicht ganz rund sind. Diese reiben sich dadurch extrem unterschiedlich ab und während man auf der einen Seite noch 5 Millimeter Profil hat, befindet sich auf der anderen Seite bereits gar keins mehr.

Solche Reifen können in der Regel auch nur so billig hergestellt und verkauft werden, weil die Gummimischung aus minderwertiger Qualität besteht und oftmals auch mit Metallspänen gestreckt wurde. Solche Reifen nutzen sich ganz schnell ab und müssen viel früher erneuert werden als die teurere Qualitätsware bekannter Marken.

Hinzu kommt die Sicherheit. Während die Automobilhersteller die Fahrzeuge immer sicherer machen – mit Brems-, Lenk- und Schleuderhilfen oder Abstandsradar und was es sonst noch alles gibt – wird andererseits bei den Reifen gespart. Doch die besten Sicherheitstechniken nutzen nichts, wenn der Reifen schlecht ist. No-Name Reifen aus minderer Qualität haben, das hat der Test von ADAC und Stiftung Warentest eindeutig ergeben auch einen deutlich längeren Bremsweg.

In der Reifendimension 185/65 R15 lag der Unterschied im Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf 0 km/h auf nassem Asphalt zwischen dem besten Reifen (Pirelli Cinturato P6 mit einem Bremsweg von 54,1 Metern) und dem schlechtesten getesteten Reifen (Goodride Radial S06 M+S mit einem Bremsweg von 92,2 Metern) bei sage und schreibe 38,1 Metern. Der Interstate Touring IST-1 M+S lag mit 88,8 Metern dicht hinter dem schlechtesten.

Solche Bremswege sind lebensbedrohlich – für den Autofahrer selbst, für seine Mitinsassen und erst recht für unbeteiligte Personen, die gerade dann in der Nähe sind wenn es darauf ankommt. Das sollte sich jeder verantwortungsbewusste Autofahrer zu Herzen nehmen wenn der nächste Reifenkauf ansteht.

Weiteres zu den ADAC-Reifentest finden Sie auf der Website des ADAC unter „Tests“.

Fotolegende: Auf den richtigen Reifen kommt es an: Qualität und Profiltiefe sind entscheidend und können Leben retten – auch das eigene! Foto: © Paul-Georg Meister, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Reifen | Billigreifen | Reifenqualität | No-Name Reifen | ADAC | Profiltiefe | Reifentest
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