
Zunächst sollte man sich jedoch in Erinnerung rufen, was ein Akzent überhaupt ist; in verschiedenen Sprachen hat der Begriff nämlich unterschiedliche Bedeutung und auch völlig unterschiedliche Auswirkungen für das gesprochene Wort! Erfunden haben ihn die Grammatiker im antiken Griechenland; als sogenannte „diakritische Zeichen“ kommen im Altgriechischen die drei Akzente „Zirkumflex“, „Gravis“ und „Akut“ vor. Diese sind übersetzt – aber mit einer völlig anderen Bedeutung und Auswirkung – dann im Französischen wiederzufinden: „accent circonflexe“, „accent grave“, „accent aigu“ . Während im Altgriechischen allerdings die Akzente die Sprachmelodie und den Sprechrhythmus steuern, verändern sich im Französischen durch den Akzent dagegen die Lautwerte – der Vokal, der einen Akzent trägt im Französischen, hat eine andere Aussprache, doch das Wort muß nicht seine Betonung auf der akzentuierten Silbe haben!
„Wahrig Deutsches Wörterbuch“ weiß über den Akzent folgendes:
Das Deutsche hat in der Schrift keine Akzente, im Gegensatz z.B. zum Französischen; die anderen romanischen und vor allem die slawischen Sprachen sollen in dieser Betrachtung aus Platzgründen unbeachtet bleiben. Bereits im Altgriechischen sind die Akzente von hoher Bedeutung, um den richtigen Sprechrhythmus zu finden. Im Unterschied hierzu gilt aber: die französischen diakritischen Zeichen (é), (è) und (ê) („accent aigu“, „accent grave“, „accent circonflexe“) werden zu den Akzentzeichen gezählt, da sie von der Form her den griechischen entsprechen und auch – verwirrenderweise – deren (übersetzte) Namen tragen. Tatsächlich jedoch sind diese französischen Beizeichen also zur zweiten Kategorie zu zählen, da sie die Qualität des bezeichneten Lautes verändern, jedoch nicht den Sprachakzent markieren.
Zusammengefasst:
