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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Es kommt Bewegung in den Bahnstreit

Schell und Suckale vereinbaren Gespräche im TV

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL wollen wieder verhandeln. Voraussichtlich am morgigen Dienstag wollen sich die Streitparteien wieder an den Verhandlungstisch setzen. Ein neues Angebot der Bahn liegt bisher nicht auf den Tisch. Also ist das ganze schon etwas fraglich, denn was soll bei diesen Verhandlungen herauskommen? Das eigentlich Bemerkenswerte an dieser Tatsache ist das Zustandekommen der Verhandlungen. Diese wurden live im Fernsehen, bei der ARD Talksendung Anne Will, getroffen.

Auf die Frage wann den nun endlich neue Gespräche stattfinden werden hatte Bahnvorstand Margret Suckale ein Ass im Ärmel. Sie lud die GDL an den Verhandlungstisch ein. So sagte sie wörtlich kommen sie an den Verhandlungstisch. Wir kriegen das gelöst. Der GDL Gewerkschaftschef Schell war offenkundig verwirrt. Das was bis zum Zeitpunkt der Sendung für unmöglich gehalten wurde, ein Gespräch zwischen den streitenden Bahnvorstand und der GDL, wurde nun öffentlich im Fernsehen angeboten. Schell äußerte auch gleich seine Skepsis über was denn eigentlich verhandelt werden solle und gab nochmals unmissverständlich zu verstehen, dass mit dem bisherigen Angebot der Bahn nicht verhandelt werden würde.

Auch wenn die Bahn bis zum jetzigen Zeitpunkt kein neues Angebot vorgelegt hat, ist dieser Showdown im Fernsehen dennoch der Höhepunkt der bisherigen Geschehnisse um den Streit. Die Bahn reicht der GDL die Hand und vielleicht werden wir alle überrascht sein, wenn in dieser Woche noch eine Einigung erzielt wird.

Was aber verwunderlich ist die Tatsache, das Suckale und Schell schon seid geraumer Zeit zu keiner substantiellen Verhandlung am Verhandlungstisch bereit waren, aber in eine Talkshow, öffentlichkeitswirksam vor laufenden Kameras fanden sie dann doch gemeinsam an einen Tisch, auch wenn es nicht der Verhandlungstisch ist.

Schell gab in der Talkshow auch die untere Grenze dessen bekannt, was die GDL mindestens erreichen möchte. So wurden Zahlen zwischen 10-15% Lohnerhöhung als akzeptabel genannt. Von einer Forderung wird die GDL aber nicht abrücken, der eigenständige Tarifvertrag zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft sei nicht verhandelbar.

Ob diese neue Gesprächsrunde nun wirklich Greifbares liefern wird, wird die Zukunft zeigen. Jedoch war zwischen den Zeilen zu erkennen das beide Seiten verhandlungs- und einigungsbereit sind.

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Schlüsselwörter: GDL | Lokführer | Lokführerstreik | Streik | Schell | Margret Suckale
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