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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Die Abzockerliste der Bundestagsabgeordneten

Die Frage aller Fragen heißt, Beirat Ja oder Nein

Wer in den Bundestag als Abgeordneter kommt, dem können Wege und Türen offen stehen, dass einem nur noch so die Kohle aus der Tasche quillt.

Seit März dieses Jahres stehen nun die „berühmten Nebeneinkünfte“ der Abgeordneten im Internet, gereiht nach Stufen. „Die Stufe 1 erfasst einmalige oder regelmäßige monatliche Einkünfte einer Größenordnung von 1000 bis 3500 Euro, die Stufe 2 Einkünfte bis 7000 Euro und die Stufe 3 Einkünfte über 7000 Euro“

Zur Stufe 3 gehören so Stars wie Westerwelle, Frank Steffel (CDU) und Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, der nun mit Stufe drei im Parlament ganz hinten sitzt, bei den Einnahmen nach Stufe 3 ganz vorne ist.

Doch die Aussage dieser Liste ist begrenzt. So gibt wenigstens der Unternehmer Steffel und CDU-Frontmann aus Reinickendorf, Berlin seine über 20 Tätigkeiten vollständig an, vom Teppichhandel, dort ist er Geschäftsführer, bis zum Beirat der Spielbank Berlin, was immer er auch dort macht, hin zu den 20 Beteiligungen an Kapital- und Personengesellschaften.

Man fragt sich dann nur, wann ist der gute Mann Abgeordneter? Ein Monat hat höchstens 31 Tage, davon sind 4 Tage schon mal für den Sonntag gebucht und da arbeiten unsere Bundestagsabgeordneten zu 90 % generell nicht. Dann muss Herr Steffel seine vielen Tätigkeiten auf 27 Tage eingrenzen und ich würde sagen, da kann dabei nichts rauskommen.

Unser Außenminister, heimlicher Arbeitsminister und nun auch noch Finanzminister _ Schäuble ist ja bekanntlich krank, so was nutz Westerwelle immer gerne zu Attacken aus – gibt nur an, dass er natürlich in Stufe drei mitspielt, aber was er dort macht, gibt er nicht an. Somit kann man diese Liste der Nebeneinkünfte im Wesentlichen als Jux bezeichnen, denn interessant wäre ja nur, welcher Einnahmequelle könnte das nötige Wasser auf die Mühlen der Abstimmungsergebnisse sprudeln lassen.

So ist Ex-Wirtschaftsminister Glos Berater der „heimischen Stolzmühle“ mit Stufe drei auch im vorderen Feld der Nebeneinkünftler, dazu noch die üblichen Sitze im Aufsichts- und Beirat diverser Unternehmen, da kommt schon was zusammen.

Stellt sich dann eben wiederum die Frage, hängen Bundestagsmandat und Nebenjob doch enger zusammen, wenn man weiß, dass der CSU-Mann und Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs gleichzeitig auch im Beirat der Schweizer AKO Capital sitzt und ebenfalls im Immobilienhandel als Beirat IVG tätig ist. Die Heuschrecken lieben solche Netzwerker, sie sind das A und O der Finanzwelt.

Gerade die Tätigkeit im „Beirat“ ist bei Abgeordneten sehr beliebt und trennt die Spreu vom Weizen, nur was, wenn der Weizen faul ist? Beirat ist so was wie gehobenes Wellness-Zentrum für Netzwerker.

Die Liste der Nebeneinkünfte und deren Veröffentlichung hat aber nur dann Sinn, wenn auch alle angeben, für wen sie so tätig sind, ansonsten ist das Machwerk einfach mal gesagt Makulatur. Und soll dem Bürger „demokratische Offenheit“ vorspielen, nur ehrlich gesagt, wen interessiert das noch?

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Schlüsselwörter: Abgeordneten | Beirat der Spielbank Berlin | Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos | Frank Steffel (CDU | heimischen Stolzmühle | Makulatur | Nebeneinkünfte | Netzwerker | Stufen | Westerwelle
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