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Politik: Deutschland

Karl-Theodor von Guttenberg, Minister der Verteidigung der BRD

Hoffnungsträger oder Bluff?

Herr von Guttenberg verkörpert in Ausstrahlung und Charisma den aufrechten, deutschen Offizier und Adligen, der in der deutsch-preußischen Tradition heute neue Werthaltigkeit vermitteln könnte und das nationale Ansehen, bereinigen könnte. Insoweit ist die Besetzung als Minister der Verteidigung eventuell ein Glückgriff und bringt vielleicht Stabilität und Vertrauen in die Truppe.

Deshalb muß einmal geschaut werden, ob Herr von Guttenberg diese Kriterien erfüllen kann oder überhaupt erfüllen will.

Sein Credo des Dienens, kommt glaubwürdig rüber und seine Art, Dinge anzusprechen und Aufrichtigkeit zu vermitteln, ist immer noch glaubhaft. Lieder schleichen sich in jüngsten Äußerungen jedoch Zweifel in seine Person ein, die die Dinge um seine Werthaltigkeit für Deutschland, in einem anderen Lichte erscheinen lassen.

Die jüngste Äußerung im Zusammenhang des Protestes der Linken in Sachen Kundus, „die seien Wohl durch die Kinderstube geflogen“, ist ein Fehlgriff. Denn das personelle Herauskehren einer „anderen Klasse“, die er verkörpert an dieser Stelle politischen Geschehens im Bundestag derart abzuwatschen, läßt Zweifel an dem Verständnis seiner Stellung als Minister im Dienen des Souveräns aufkommen. Es ist völlig egal, wo man steht. Die Sache mit dem Auftreten der Unmutsäußerungen einer ganzen Parlamentsgruppe ohne Krawall aufgrund der Aktualität, ist sehr wohl erlaubt und im Rahmen des Anstandes vor dem „vermeintlichen Hohem Hause“ Da mag Herr Lammers zwar anderer Meinung sein, sie entspricht jedoch nicht der Wahrheit und dem Anspruch des Parlamentes, noch ist Ausdruck der Bevölkerung.

Denn gerade im Bundestag, wo Volksvertreter sitzen, gibt es keine Neutralität der Äußerung. Und auch das Aufziehen einer Bekundung des Geschehens ohne Krawall, der nun von Herr Lammers provoziert wurde, ist Ausdruck der Volksvertretung. Der Bundestag ist kein neutraler Raum des Anstandes, wo durch lauter Anstandsregeln die politische Meinung und Stellungnahme des Geschehens auf der Strecke bleibt und Herr Lammers resp. eine gerade bestehende Mehrheit, die Wahrheitsfindung vorgibt.

Hier sei an die Auftritte des „großen Vorsitzenden aus Bayern“ Franz Josel Strauß erinnert, der in seiner Art und Provokation viel mehr „Krawall“ erzeugt hat, als es das Ausrollen von Transparenten einer Fraktion als einhellige Bekundung der Betroffenheit mit Geschädigten, unabhängig der Frage der politischen Stellung, bewirkte. Und „les Art“ kann sich nicht entsinnen und findet auch keinen Hinweis in Archiven, daß Herr Strauß jemals wegen seiner Entgleisungen und Mißachtung „des hohen Hauses“ des Saales verweisen wurde. Hier wird offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen.

Und leider hat sich Herr von Guttenberg hier zu einer undemokratischen Gesinnung hinreißen lassen, die seine Glaubwürdigkeit doch arg erschüttert.

Und dann kommt ein weiterer Punkt hinzu, der seine Glaubwürdigkeit beschädigt. Herr von Guttenberg hat Hoffnung bei Deutschen erweckt, er könnte Hoffnungsträger einer neuen deutschen Kultur verkörpern, die an die Gradlinigkeit und Aufrichtigkeit eines von Treskow, von Stauffenberg, Canaris, von Einsiedel und anderer Standhafter, erinnert. Und man hatte schon Hoffnung, er sei in der falschen Partei und könnte sich der „Deutschen Bewegung“ öffnen. Seine letzen Äußerungen der Angepasstheit aus Zweckdienlichkeit z.B. in der „Phönix-Runde“ zum Afghanistanthema von vor ein paar Tagen, haben diesen Eindruck jedoch zu Nichte gemacht.

Leider hat sich Herr von Guttenberg zur Lüge hinreißen lassen. Zur Lüge an seinen Soldaten die er vertritt, zur Lüge dem deutschen Souverän gegenüber und zur Lüge seiner Eigendarstellung. Herr von Guttenberg behauptet gegen besseres Wissen und allen Ernstes, seine Soldaten und deren Einsatz basieren auf der Grundlage der „deutschen Verfassung“

Schade. Denn ein Herr von Guttenberg weiß um diese Dinge und Irrtum ist ausgeschlossen. Es gibt keine „deutsche Verfassung“ für die BRD und die BRD ist nicht Deutschland.

Und die Darstellung seines Krieges ist zwar der Sache nach richtig, jedoch noch immer nicht so, wie es sich geziemt. Und der Grund ist ein ganz einfacher. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die BRD den NATO-Betrag pro Soldat, den die NATO ausschüttet, den Bund kassieren lassen und einen äußerst geringen Teil an seine Soldaten weitergegeben. Es ist offenes Geheimnis, das die Kameraden der Soldaten aus Polen, Holland, Schweden, wesentlich besser gestellt sind als die BRD-Soldaten. Aufgrund dieser Änderung wurde der Satz zwar jetzt angepasst, aber er kommt nach wie vor nicht voll den Soldaten zu Gute.

Es ist ein Kreuz mit dieser Scheinheiligkeit des BRD-Politetablissements und ihres Lügengerüstes. Und es wäre zu wünschen, würde Herr von Guttenberg sich seiner Stellung und seiner Möglichkeiten bewusst und in seiner Erscheinung als Hoffnungsträger der Eingangsvorstellung, gerecht. Danach müsste er sich jetzt an Herrn von Treskow und der vielen aufrechten Kameraden erinnern und mit der Bundeswehr das Politetablissement und deren Zirkus beenden und diese ganzen Leute verhaften.

Die Nation wäre ihm dankbar.

Und wenn er sich dann noch um die inneren Strukturen der so genannten Parlamentsarmee kümmern würde, die von „Unfähigkeit, Mobbingtum und Wettbewerb der Versager“ geprägt ist, die Alle, die Gut und Engagiert sind, behindern und weggraueln, könnte vielleicht aus dem Haufen BW, wieder eine Truppe werden, die man so bezeichnen kann.

Wohin wird der Hoffnungsträger Herr von Guttenberg nun gehen?

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Schlüsselwörter: BW | Kundus
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