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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Führungsqualität im Unternehmen heißt Mobbing erkennen

Immer mehr Unternehmen erkennen die Zeitbombe Mobbing

In immer mehr Unternehmen wird festgestellt, dass Mitarbeiter systematischem Mobbing ausgesetzt sind und sich in ihrer verzweifelten Lage individuell einmauern. Das heißt, sie geben weder dem Unternehmen, also der Führung oder Leitung, noch den so genannten Arbeitnehmervertretern sprich Betriebsrat oder Gewerkschaft – in Deutschland noch extremer, weil wir die Macht der Einheitsgewerkschaft haben, denn Vertreter dieser Organisationsform mobben generell immer gerne, denn sie haben keine Konkurrenz zu fürchten – noch den gesetzlichen Instanzen Hinweise auf Mobbing, Korruption und anderen Strafdelikten.

Im Fall der Bilfinger ist das aktuell zu analysieren, da haben wahrscheinlich hunderte von Mitarbeitern gewusst, was einige duzende von „Kriminellen“ nach dem Prinzip „Ostbau VEB“ gemacht haben, nämlich einfach Material nicht verbaut sondern weiter verscherbelt. Ein System das in der DDR einen privaten Datscha-Bau-Boom zum Beispiel ermöglicht hat.

„Nach Hinweisen auf Pfusch beim Bau der Kölner U-Bahn und einer ICE-Strecke in Bayern befürchtet der Konzern nun auch Unregelmäßigkeiten beim U-Bahn-Bau in Düsseldorf, wie Bilfinger am Dienstag mitteilte. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen sorgen sich einem Zeitungsbericht zufolge nun um die Sicherheit zahlreicher weiterer Bauwerke“. (1)

Und der Fall der Schweizer Whistleblower, die dem deutschen Staat Informationen über Steuerkriminelle geben, werden diese beleidigt, als kriminell hingestellt, gleichzeitig profitiert der deutsche Staat wir ein Parasit von dem mutigen Verhalten dieser Whistleblower, die ihre berufliche Existenz für immer aufgeben und meistens auch ihre Heimat und Staatsbürgerschaft an den Nagel hängen können, zeigt deutlich. Rede nur, wenn Du dich nach allen Seiten abgesichert hast.

Offenbar erkennt man nun in den Unternehmen diese Front des „Schweigens oder Wegschauens“ mehr und mehr und versucht dagegen anzugehen. So hat der Prof. Heinz Bartsch von der Uni Rostock einen bemerkenswerten Vortrag erarbeitet, der sich an Führungskräfte in Unternehmen richtet. Der Titel bringt eigentlich alles zum Ausdruck um was es heute mehr und mehr in der Leitung eines Unternehmens geht, Mobbing und Führungsqualität in Unternehmen. Leider fehlt eine Zeitangabe zum Erscheinen dieses Vortrags im Internet. Doch seine Inhalte gelten wahrscheinlich heute mehr denn je. Bartsch stellt zu recht fest, Mobbing wird mehr und mehr zur Hauptlast in der personell sehr aufwendigen Führung eines Unternehmens. „Durch zunehmende Informationen über Mobbing - Fälle aus fast allen Bereichen der Gesellschaft und deren sehr negativen menschlichen und ökonomischen Wirkungen, wird auch das gesellschaftliche Interesse daran immer größer. Da sich Mobbing sehr komplex darstellt, reicht es heute nicht mehr, diese Problemstellung ausschließlich aus der Sicht der Arbeitsmedizin und der Psychologie zu hinterfragen. Hierfür müssen in Zukunft vor allem auch die Volks- und Betriebswirtschaft, die Personalwirtschaft, die Organisationswissenschaft, die Rechtswissenschaften und nicht zuletzt die Arbeits- und Sozialwissenschaften ihren Beitrag leisten. Aus der Sicht des Personalmanagement stellt sich Mobbing als ein Indikator für eine defizitäre Arbeitsplatzkommunikation, für ungelöste Konflikte und für Führungsdefizite dar“. (2)

Auch der in Zukunft drohende Facharbeitermangel in vielen Unternehmen erhöht zum Glück den Druck auf diese, sich vehement in allen Bereichen gegen Mobbing zu wehren. Unternehmen, die den Ruf von Mobbing-Anstalten bekommen, werden in Zukunft mir einer drittklassigen oder viertklassigen und oft korrupten Belegschaft untergehen, siehe den fall Bilfinger. Von daher hat Bartsch zu recht die bereiche benannt, in denen in Zukunft Mobbing bekämpft werden muss und durch wen, nämlich „die Volks- und Betriebswirtschaft, die Personalwirtschaft, die Organisationswissenschaft, die Rechtswissenschaften und nicht zuletzt die Arbeits- und Sozialwissenschaften“. Und er hat erkannt, im Gegensatz zu der Blauäugigkeit der Justiz, die Mobbing noch immer nichts als Rechtsbegriff wahrnehmen will dass „so komplex wie sich Mobbing darstellt, so komplex sind auch seine Wirkungen“. (2) Einen Umstand den auch Prof. Bartsch erkannt hat und seinen Vortrag und Präsentation beenden lässt. Natürlich gibt es auch vom Gesetzgeber Vorgaben, die das Entstehen von Mobbing verhindern oder vorhandenes Mobbing eingrenzen und ahnden sollen. Wie schwierig es aber ist, gerichtsverwertbare Beweise für Mobbing zu erhalten, wurde bereits angedeutet. Bemerkenswert ist dabei auch die Tatsache, dass bisher die meisten Gerichtsverfahren wegen Mobbing nicht positiv für den Kläger beschieden wurden.(2) und (3) Mobbingopfer werden in Zukunft weniger von der Justiz, der Gewerkschaft und der Politik schon gar nicht Unterstützung erhalten, als viel mehr durch Unternehmer und Leitungskräfte, die ihre Fürsorgepflicht endlich so wahrnehmen, wie es mal der Gesetzgeber sich gedacht hat. Doch diese Generation von Juristen und Politikern, die in ihrem Leben den Mob aus Nazis und Stasi erlebt haben ist ausgestorben. (4):@

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Schlüsselwörter: Bilfinger | Steuerhinterzieher | Prof. Bartsch | Mobbing
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