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Politik: Deutschland

Norbert Denef fordert "Aufstand der Opfer"

"Jetzt bricht eine neue Ära an! Opfer wehren sich!!!"

Norbert Denef
Norbert Denef
Norbert Denef wurde als Kind jahrelang von einem katholischen Pfarrer und einem weiteren Kirchenmitarbeiter sexuell missbraucht. Als erstes deutsches Opfer bekam er finanzielle Entschädigung – gegen die Verpflichtung, dass er nicht öffentlich über das Geschehene sprechen sollte.

Doch Denef hielt sich nicht daran und sprach - und zwar deutlich: Denefs "Fall" ging duch die Presse. Und noch weiter: Denef startete eine Petition: ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben". Sein Versuch blieb erfolglos und wurde von den Abgeordneten des Ausschusses abgelehnt. Doch Norbert Denef gibt sich auf: Er richtete mit Hilfe seines Anwalts eine Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof und klagt gegen die Ablehnung seiner Petition. Eine Entscheidung des Gerichts steht indes noch aus.

Der aktulle Skandal um sexuellen Missbrauch und Misshandlungen am Berliner Jesuitengymnasium Canisius-Kolleg rückt Norbert Denefs Schicksal und seine Intention näher in den Blickpunkt der Öffentlichkeit - und den Medien: Denef ist mehr denn je begehrter Interviewpartner beim Spiegel, Stern, dem Radio und TV.

Nun geht Denef noch einen Schritt weiter: Er bietet Betroffenen die Möglichkeit an, ihre Geschichte auf seiner Webseite zu veröffentlichen. Denefs Motto lautet: "Opfer wehren sich!", weiter hießt es: "Jetzt bricht eine neue Ära an!" "Norbert Denef fordert einen "Aufstand der Opfer".

Auf seiner Webseite heißt es: "Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung sind Opfer sexualisierter Gewalt – Es reicht!

Wir Betroffenen wenden uns an alle anderen Gewaltopfer und alle Gutwilligen, die die Kraft haben, die Barbarei, die sexuelle Gewalt bedeutet, wahr zu nehmen und sich ihr entgegen zu stellen. Viel zu lange hat uns unsere Scham den Mund verschlossen.

Aber so werden wir nie etwas ändern. Es wird immer so weiter gehen, immer weiter wird es Kinder geben, die dran glauben müssen, wenn wir unsere Erfahrungen bei uns behalten, als würden sie nur uns etwas angehen. Nein, sie gehen alle an!

Stigmata bleiben so lange, wie das Tabu um sexuelle Gewalt bleibt. Und das wird so lange bleiben, wie wir Opfer uns als Zumutung betrachten, weil wir die Zumutungen durch die Täter nicht thematisieren dürfen.

Wir müssen der WAHRHEIT endlich Gesichter geben. Wir brauchen ein Coming-Out der Opfer. Hören wir auf, uns für das Falsche zu schämen: Für das, was uns geschehen ist, und dafür, dass so etwas geschehen kann.

Fasst Euch ein Herz: Was in einem Klassenzimmer, einer Sporthalle, einem Gemeindezentrum geschehen konnte und kann, das geht jede/n an. Nur wir können, ja müssen dafür sorgen, dass man anfängt nachzudenken. Dass die Gesellschaft – Richter, Staatsanwälte, Ärzte, Eltern, Nachbarn – die Existenz und die Schädlichkeit sexueller Gewalt vorstellen kann und sich ihr entgegenstellt. Dass sie gefährdete und auffällige Kinder wahrnimmt und schützt und Tätern endlich den Blankoscheck entzieht.

Wer sich am „Coming-Out”der Opfer beteiligen möchte (möglichst mit Foto und ohne Pseudonym), wendet sich mit einer kurzen Darstellung ihrer/seiner Wahrheit an diese Mailadresse norbert.denef.com.

Gemeinsam können wir die Schweigemauer durchbrechen!

Quelle: http://norbert.denef.com

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Schlüsselwörter: Norbert Denef | Sexuelle Gewalt | Sexueller Missbrauch | Verjährungsfrist | Zivilrecht | Medien | Presse | Aufstand | Opfer
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Kommentare

357
am 16.02.2010 10:08:46 (84.19.169.xxx) Link Kommentar melden
Hier sollte es wirklich, wie bei Mord, keine Verjährungsfrist geben!
122
am 17.02.2010 03:43:31 (217.83.124.xxx) Link Kommentar melden
Auch diese Fälle zeigen, wir in Deutschland haben immer einen Politische Kultur, die die Täter schützt und die Opfer schikaniert.
Bei Mobbing ist das genauso.
Harry Gambler
266
am 17.02.2010 12:10:08 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Das Christentum und vor allem die katholische Kirche hatte schon immer Probleme mit der Sexualität (oder hat sie hervorgerufen).
122
am 17.02.2010 14:06:09 (217.83.94.xxx) Link Kommentar melden
Die Frage bei der KIrche ist keine juritische, sondern eine moralische. Wie kann eine Institution wie die katholische Kirche von jungen und geschlechtsreifen menschen erwarten, dass sie gegen ihre natürliche Veranlagung handlen und keinen Sex haben dürfen.
Luther hat deshalb auch für die Reformorierung dieser falschen Moralvorstellungen vehement angekämpft, denn weder in der Bibel noch sonst wo hat "Gott" dieses gefordert.
Es wurde im Mittelalter von einem nach macht gierigen Vatikan eingeführt, nach dem damals Päpste bis zu 10 oder mehr Frauen hatten und daher wohl auch erpressbar waren.
Die Frage heute ist, warum hebt der Vatikan diese falsche und unwürdige Forderung nach Enthaltsamkeit nicht auf, dann hätte der Herr Pfarrer auch das Recht auf erotisches Liebesleben.
Weiterhin wissen wir, dass Homosexualität genetisch bedingt ist und jeder Mensch ein Recht auf seine Gene hat. Warum dürfen Priester nicht ihrte Homosexualität frei leben, wenn Gott das leben geschaffen hat, also auch die Gene, die unsere sexuelle Orientierung bestimmen.
Der Vatikan soll sioch endlich den Gesetzes des Lebens öffnen und dann würde auch der Missbrauch von Schutzbefohlenen in der Katholischen Kirche abnehmen. Kluge Menschen machen kluge Rgelen, wann wird man endlich im Vatikan klug.
Einrichtunmgen wie das elitäre "Berliner Jesuitengymnasium Canisius-Kolleg" sollten von den Jugendämtern und Schulbehörden verstärkt kontrolliert werden.
Falsch finde ich die These "hier sollte es wirklich, wie bei Mord, keine Verjährungsfrist geben", denn auch Mord verjährt bei uns.
Es geht um den Opferschutz und nicht um Gesetzesorgien und von daher ist der Schritt von Herrn Denef richtig und mutig.
Seine Erfahrungen mit petitionen ist typisch für den Wellness-Park Deutschland, in dem sich Parlamentarier nur um ihre eigenen Belange, sprach Nebenjobs kümmern.
Außerdem werden Petitionen vom Bundestagsausschuss an eine "Outsorcinggruppe namens Petitionsausschussdienst" übergeben, die keine geeignte Ausbildung haben, nicht die Gesetze kennen und bei kentnissen von Strafhandlungen auch keine Strafanzeige erstatten.
Womit wir dann wieder bei weiteren Problemen wären, an denen auch Herr Denef wir so veile gescheitert ist.
Gut ist, dass es sich an den EU-Gerichtshof wendet, für viele Opfer nicht möglich, weil sie keine "Kohle" haben.
In unserem Land stimmt so vieles nicht, nur warum berichten medien immer darüber, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Die akthlische Kirche sollte endlich in den Fällen von hern Denef ihre volle Schuld eingestehen und versuchen, wenigstens durch eine hohe finanzielle Entschädigung so etwas wie Reue zu zeigen.
Den psychischen oder seelsichen Schaden kann eh niemand mehr beseitigen, Mobbing.OPfer wissen was das heißt, ein Leben lang von Albträumen verfolgt zu werden.
Wir brauchen eine mächtige Opferoragnisation, die leuten wie Herrn Denef unter die Arme greift und ihnen wengstens im Ansatz ihre Würde zurück gibt.
Wie gesagt, wir haben eine Kultur des Schutzes der Täter und nicht der, der Opfer und das ist das Grundproblem.
Außerdem sollte man von einer Vorsitzenden eines Petitionsausschuss namens "Kersten Steinke, ehemals naumann nicht zu fiel erwarten, als SED_MItglied wusste sie was Dikatur heißt, ob sie weiß was Demokartie heißt, würde ich stark bezweifeln. Aus meiner Erfahrung mit diesem unsäglichen Outsourcingclub Bundestagspetitionsausschuss kan ich nur sagen, hier hat man den Bock zum Gärtner gemacht.
Für den sexuellen missbrauch für Kinder sollte schon längst ein Ombudsmann mit Handlungsbefugnis in der Bundesregierung installiert werden, der den Damen und Herren Ermittlern gehörig auf die Finger schaut und für die Opfer ein Ansprechpartner wäre. SOlche Ombudsmänner gibt es bei uns nicht.
Damit wären wir bei der Möwenpickregierung einer Frau Merkel, ehemals Kasner und Elitemitglied der FDJ an der Akademie der DDR, o die jemals begriffen hat, was Parlamentasrismus heißt, würde ich auch stark bezweifeln. Doch das wäre dann ein weiteres Thema im Mosaikspiel, warum wir in Deutschalnd so viel Probelme mit der Demokratie haben.
Harry Gambler
http://harrygambler2009.wordpress.com/

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