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Medien: Fernsehen

GEZ-„Abmahnungen“

Realsatire: wie die GEZ einmal dummdreist versuchte, die Sprache zu reglementieren

„Ja, ich bin Fernseher...“
„Ja, ich bin Fernseher...“
Manche komplexen Zusammenhänge kann man auf eine schlichte, griffige Formel bringen: Du bist Deutschland, wir sind Papst... - und ich bin Fernseher. Fragt mich also, alle Jahre wieder, ein Gebühreneintreiber der zuständigen Landes-Rundfunkanstalt, ob ich einen Fernseher habe, dann antworte ich ihm wahrheitsgemäß: „Ich bin ein Fernseher!“

Das irritiert jeden dieser GEZ-Fuzzis so gut wie jedesmal, und das ist ja auch der Sinn der Sache. Ich finde, über diese Form des Außendienstlers kann man sich eigentlich nur lustig machen. Man könnte sogar soweit gehen zu sagen, das sei eigentlich seine einzige Daseinsberechtigung: den Punchingball zu spielen. - Je nach Lust und Laune löse ich dann den Scherz auf oder lasse den Knaben stehen... - by the way, es sind immer nur Männer, die diesen Hilfsarbeiter-Job als Gebühreneintreiber machen, jedenfalls nach meiner persönlichen Wahrnehmung und nach einer kleinen Umfrage im Bekanntenkreis. Offenbar sind Frauen zu intelligent, eine solche Tätigkeit aufzunehmen?

Sei es wie es will, die GEZ versucht sich gelegentlich ja auch als Spaßmacher, allerdings im Stil der dümmlichen Blödelbarden, also in einer Mischung Aus Stefan Raab und Mario Barth. Sie schreibt nämlich anderen Menschen deren Sprache vor, zumindest versucht sie es. Das kennen wir ja nun aus anderen Zusammenhängen, und auch da ist es eher albern als daß es überzeugend funktionieren könnte:

Politik: Soziales & Bildung

„Mohammedaner“ - ein völlig korrekter Begriff

Warum wir uns gegen den Sprach- und Kulturimperialismus wehren sollten

Das Ganze funktioniert immer nach demselben Muster, das wir aus der Sprache der politically correctness kennen, das uns Journalisten und Politiker stündlich vorführen - gelegentlich führt das zu einem neuen „Unwort des Jahres“ - und das letztlich bereits literarisch zu großem Ruhm gelangt ist, in George Orwells Roman „Nineteen-Eighty-Four“: die neue Amtssprache „Ozeaniens“, das „Neusprech“ (englisch: Newspeak), in der Begriffe auch schon mal ihr Gegenteil bedeuten, auf jeden Fall jedoch der Gedankenkontrolle dienen.

Man muß sich das einmal vorstellen: da kaut jemand an den Fingernägeln vor Langeweile, um dann anderen Menschen den folgenden Brief zu schicken, mit einer strafbewehrten Unterlassungserklärung... - zu deutsch: verwendest Du die falschen Wörter, dann mußt Du mir Strafe zahlen, und diesem frei vereinbarten Vertrag zwischen uns stimmst Du jetzt mal zu, aber dalli:

Originalauszug aus der GEZ-Abmahnung mit Wortverbotsliste nebst strafbewehrter Unterlassungserklärung

(...)

1.) Falsche Einzelbegriffe

Hierzu zählt zunächst die Nutzung nicht existenter Begriffe, die offenbar nur dazu dient, ein negatives Image der GEZ hervorzurufen.

  • Falsch: GEZ-Gebühren
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebühren
  • Falsch: GEZ für PC zahlen
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebühr für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
  • Falsch: GEZ-frei
  • Richtig: von der gesetzlichen Rundfunkgebühr befreit
  • Falsch: GEZ-Gebührenpflicht
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebührenpflicht
  • Falsch: GEZ-gebührenfrei
  • Richtig: von der gesetzlichen Rundfunkgebühr befreit
  • Falsch: GEZ-Rundfunkgebühr
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebühr
  • Falsch: PC-"Wegelagerei-Gebühr" der GEZ
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
  • Falsch: GEZ-Gebührenfahnder
  • Richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
  • Falsch: GEZ-Fahnder
  • Richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
  • Falsch: GEZ-Zwangsanmeldung
  • Richtig: Begriff nicht existent, da bei einer gesetzlichen Gebührenpflicht keine Zwangsanmeldung möglich ist
  • Falsch: GEZ-Anmeldung
  • Richtig: gesetzlich vorgesehene Anmeldung von zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte
  • Falsch: GEZ-Abmeldung
  • Richtig: gesetzlich vorgesehene Abmeldung der angemeldeten zum Empfang bereit gehaltenen Rundfunkgeräte
  • Falsch: GEZ-Anschreiben
  • Richtig: Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
  • Falsch: GEZ-Brief
  • Richtig: Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
  • Falsch: GEZ-Briefserien
  • Richtig: mehrere Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit deren Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird
  • Falsch: GEZ-Gebührenbescheid
  • Richtig: Bescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr
  • Falsch: GEZ-Widerspruchsbescheid
  • Richtig: Widerspruchsbescheid der räumlich zuständigen Landesrundfunkanstalt über die gesetzliche Rundfunkgebühr
  • Falsch: GEZ-Antwortbogen
  • Richtig: dem Informationsschreiben der GEZ beigefügtes Formular zur Erteilung der Auskunft nach § 4 Abs. 5 RGebStV
  • Falsch: GEZ-Fälle
  • Richtig: Gerichtsverfahren zur Klärung der Rundfunkgebührenpflicht
  • Falsch: GEZ-Verweigerer
  • Richtig: offenbar sind hiermit Schwarzseher und/oder -hörer gemeint

2.) Nicht auf die GEZ bezogene falsche Begriffe:

Daneben verwenden Sie folgende weitere falsche Begriffe:

  • Falsch: PC-Rundfunkgebühren
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
  • Falsch: PC-Gebühr
  • Richtig: gesetzliche Rundfunkgebühren für neuartige Rundfunkempfangsgeräte
  • Falsch: Privatfahnder
  • Richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
  • Falsch: Gebührenjäger
  • Richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
  • Falsch: Gebührenhäscher
  • Richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
  • Falsch: Provisionsjäger
  • Richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter
  • Falsch: Fangprämie
  • Richtig: Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
  • Falsch: Kopfprämie
  • Richtig: Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
  • Falsch: Jagdrevier des Gebührenfahnders
  • Richtig: Bezirk des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten
  • Falsch: Mitglied der Rundfunkgebührenzahler
  • Richtig: Rundfunkteilnehmer aufgrund der gesetzlichen Rundfunkgebührenpflicht

(...)

Mit freundlichen Grüßen

.....................................................

(Abteilungsleiter Personal und Recht der GEZ)

Quelle: www.akademie.de

Hausverbot für GEZ-Fuzzis
Hausverbot für GEZ-Fuzzis
Ist das nicht lustig? Da sitzt ein Jurist, ein Akademiker - denn anders wird man nicht Abteilungsleiter „Personal und Recht“ - also einer, der sich nach zwei Staatsexamen als „Volljurist“ bezeichnen darf, und zieht sich einen solch lächerlichen Dreck aus der Nase. Der Mann verdient - einfach mal, um eine konkrete Zahl zu haben - mindestens 8.000 Euro im Monat, plus Dienstwagen usw. usf.; mit den Nebenkosten und den Spesen, die er produziert, sind wir im Monat bei 15.000 bis 20.000 Euro, die ein solcher Fachmann an Kosten verursacht.

Diese überqualifizierte, aber etwas unproduktive Fachkraft braucht also derzeit, bei einer aktuellen GEZ-Gebühr - oops, jetzt habe ich ja das böse Unwort hingeschrieben - von ca. 18 Euro im Monat so etwa 1.000 treudoofe TV-Gebührenzahler, die ihn Monat für Monat finanzieren. Eintausend Leibeigene dieses volljuristischen Abteilungsleiters „Personal und Recht“. - Unter anderem finanzieren sie damit solche sinnfreien Schriftstücke. Sinnfrei deshalb, weil diese kontraproduktiv sind; man kann Sprache nämlich nicht derartig reglementieren. Manche Menschen - ich schätze mich glücklich, mich dazu zählen zu dürfen - werden in ihrer kohlhaas'schen Lust am Kampf gegen solche Machtarroganz erst auf dumme Gedanken gebracht...

Laßt uns also wöchentlich ein neues Wort erfinden, um die GEZ zu verhöhnen! Ich fange heute mal an mit für die Kalenderwochen 19 und 20:

* GEZ-Verhöhnung für die KW 19

  • Richtig: GEZ-Fuzzi
  • Falsch: Beauftragte der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter

* GEZ-Verhöhnung für die KW 20

„Brathähnchen... - mmmmmh, lecker!“
„Brathähnchen... - mmmmmh, lecker!“
Bei Bienen nennt man dieses parasitäre und unproduktive Dasein „Drohnen“: sich vollfressen, nichts tun, es sich sehr gut gehen lassen, einmal die Königin versuchen zu „begatten“, und das war's dann.

Da sind ja selbst männliche Hühnerküken besser und sinnvoller in den biologischen und in den Warenkreislauf integriert... - die kann man wenigstens auf den Grill tun, nachdem sie gemästet wurden.

  • Bildnachweis:
„GEZ?“ - „Nein, danke!“
„GEZ?“ - „Nein, danke!“

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Schlüsselwörter: GEZ | Rundfunkstaatsvertrag | Gebühren | Eintreibung | neue Masche | Handy | Mobiltelefon | PC | öffentlich-rechtlich | Abmahnungen
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Kommentare

286
am 19.05.2010 10:41:00 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Ist der Fall mit der Abmahnung eigentlich versandet? Neue Infos dazu habe ich nirgends gefunden, nur das hier, auch sehr lustig:

http://www.spiege...64,00.html
300
am 19.05.2010 22:20:46 (89.187.142.xxx) Link Kommentar melden
Laßt uns also wöchentlich ein neues Wort erfinden, um die GEZ zu verhöhnen!
Wie wärs mit "Gottschalk-Knechte"?
286
am 19.05.2010 22:46:47 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Klingt geil. Wink
266
am 29.05.2010 15:17:31 (109.91.162.xxx) Link Kommentar melden
Frown Auf neudeutsch könnte man auch sagen:

GEZwangsfianzierte
266
am 15.07.2010 21:22:25 (109.91.162.xxx) Link Kommentar melden
Dann melde ich schon mal meinen Vorschlag für die kommende Woche an:

Günter Jauch, der „Traum aller Schwie-GErZ-Mütter

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