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Wissenschaft: Sonstiges

Von der Wissenschaftlichkeit der UFOlogie

Oder: Warum sich seriöse UFO-Forscher meistens vom Begriff der UFOlogie distanzieren

Foto: © Himi, Pixelio.de.
Foto: © Himi, Pixelio.de.
Obwohl auch schon vorher zahlreiche Meldungen über unbekannte Himmelserscheinungen und fliegende Objekte existierten, wurde der eigentliche UFO-Boom erst mit der Sichtung des Piloten Kenneth Arnold am 24. Juni 1947 ausgelöst. An jenem Tage sah er über den Rocky Mountains eine Formation von neun Objekten fliegen, deren Aussehen er später der Presse wie „auf den Kopf gestellte Untertassen“ beschrieb. Entsprechend titelten die Zeitungen ihre Berichte darüber mit dem Begriff „Flying Saucer“.

Die Berichterstattung löste in den USA einen gewaltigen Meldeboom von „Unidentified Flying Objects“ aus. Die Abkürzung davon, die aus dem Amerikanischen stammt, ist „UFO“. Das diese Abkürzung auch auf die deutsche Übersetzung – „Unidentifizierte(s) Flug-Objekt(e)“ – zutrifft, ist reiner Zufall. Ebenso verhält es sich bei der Bezeichnung „Unknown Flying Object“ bzw. im Deutschen „Unbekanntes Flug-Objekt“.

Die Berichte solcher Meldungen enthielten oftmals Beschreibungen von Flugeigenschaften, die für irdische Begriffe unmöglich schienen. Daraus resultierte schließlich die Hypothese, dass es sich hier um außerirdische Fluggeräte (Raumschiffe) handeln müsse. Da durch solche möglichen Besuche die Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährdet sein könnte, wurden seinerzeit militärische Stellen gegründet, die sich mit der Untersuchung solcher Meldungen befassten. Das geschah ursprünglich unter größter Geheimhaltung. Eines der ersten und bekanntesten dieser militärischen Projekte war das Project Blue Book.

Foto: © Wolfgang Pfensig, Pixelio.de.
Foto: © Wolfgang Pfensig, Pixelio.de.
Aber auch viele Privatpersonen waren von solchen Meldungen und der möglicherweise außerirdischen Herkunft fasziniert. So entstanden zuerst in den USA eine Reihe von privater Organisationen, die diese Meldungen sammelten, katalogisierten und publizierten. Mit der Gründung der Deutschen UFO-/IFO Studiengesellschaft e. V. (DUIST e. V.) im Jahre 1956 durch Karl und Anny Veit in Wiesbaden fing das „UFO-Fieber“ dann endgültig auch in Deutschland an. Die DUIST e. V. bekam im Laufe der Zeit zahlreiche Mitglieder; einige Quellen schreiben sogar bis zu 10.000, was allerdings ein wenig hoch gegriffen erscheint. Die DUIST e. V. gab eine im Zeitungsformat erscheinende Zeitschrift heraus, die „UFO-Nachrichten“.

Diese Studiengesellschaft war eindeutig Pro eingestellt zu der Hypothese der außerirdischen Herkunft. Dies bezeugt auch das „I“ (für „IFO“) im Namen der Gesellschaft, was hier für „Interplanetare (also außerirdische) Flug-Objekte“ steht. Heute wird der Begriff „IFO“ von seriösen UFO-Forschern zumeist für „Identifiziertes Flug-Objekt“ verwendet. Die Studien der DUIST e. V. beschränkten sich allerdings auf das Sammeln und Publizieren von UFO-Meldungen. Das ging teilweise soweit, dass über jede etwas merkwürdig erscheinende Wolke oder jedes Lichtpünktchen, das jemand mal am Himmel gesehen hatte berichtet wurde. Praktisch alles wurde als außerirdisch dargestellt. Durch die DUIST e. V. bürgerte sich wohl auch der Begriff der UFOlogie ein und diejenigen, die sich damit beschäftigten, wurden als UFOlogen tituliert. Eine wissenschaftliche Untersuchung oder gar Differenzierung zu offensichtlich natürlichen oder konventionellen Erscheinungen gab es praktisch nicht. Dies trug schlussendlich dazu bei, dass die Presse meistens negativ über UFO-Meldungen, die UFOlogie und die UFOlogen berichtete.

Eigentlich wäre ein Begriff mit der Endung „logie“ wissenschaftlich. Diese Endung stammt vom griechischen „lógos“, was soviel bedeutet wie „Wort“, oder auch „Lehre“, „Sinn“, „Rede“ und „Vernunft“. Sie bezeichnet in der Regel eine Wissenschaft zu einem Gebiet (z. B. Archäologie). Die Wissenschaftler, die sich damit befassen sind dann die „-logen“ (z. B. Archäologen).

Daraus müsste eigentlich resultieren, dass die UFOlogie eine Wissenschaft ist (auch wenn sie nicht als solche anerkannt ist und zu den so genannten „Grenzwissenschaften“ gehört). Doch nicht nur aus Zeiten der DUIST e. V. und der oftmals negativen Presseberichte ist der Begriff UFOlogie mit einem negativen Beigeschmack versehen. Im Laufe der Zeit bildeten sich regelrechte Sekten und Fanatiker, die angeblich mit außerirdischen Raumbrüdern Kontakt haben und Heilsbotschaften verkünden. Auch solcher Nonsens wird zumeist von der Presse mit UFOlogie und UFOlogen in Verbindung gebracht. Das alles wiederum trägt mit dazu bei, dass es kaum seriöse Wissenschaftler gibt, die sich ernsthaft mit dem Thema UFO auseinandersetzen wollen. Und wenn doch, dann geschieht dies meistens unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Somit bleibt die Thematik fast ausschließlich in privater Hand und die zahlreichen UFO-Organisationen, die es weltweit gibt, sind häufig ausschließlich privat betrieben. Wegen des negativen Beigeschmacks der Begriffe UFOlogie und UFOloge verwendet man viel lieber die Begriffe UFO-Forschung und UFO-Forscher.

Der allergrößte Teil aller UFO-Meldungen kann übrigens auf natürliche Phänomene oder konventionelle Dinge zurückgeführt bzw. aufgeklärt werden. Der Anteil, der als ungelöst verbleibt beträgt weltweit weniger als 2 bis 4 %. Diese können häufig nicht aufgeklärt werden, weil die Angaben dazu unzureichend sind oder die Fälle zu weit zurück liegen. Aber dies lässt auch noch hoffen, dass wir vielleicht doch schon einmal Besuch aus dem Weltraum hatten…

  1. Fotolegende: Eine Wolkenformation, die zu Zeiten der 1988 aufgelösten DUIST e. V. wahrscheinlich als Formation außerirdischer Raumschiffe interpretiert worden wäre. Foto: © Himi, Pixelio.de.
  2. Fotolegende: Auch solche ganz offensichtlich gefakten Fotos wären vermutlich für die DUIST e. V. ein „IFO“ (im Sinne von „interplanetarisch“) gewesen. Foto: © Wolfgang Pfensig, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: UFO | UFO-Forschung | UFO-Forscher | UFOlogie | UFOloge | UFO-Organisationen | Fliegende Untertassen
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Kommentare

173
am 07.02.2010 14:40:50 (188.193.223.xxx) Link Kommentar melden
Das Ufo-Phänomen ist nicht erst ein Produkt der Neuzeit. Unabhängig der Erfahrungen vieler Piloten im zweiten Weltkrieg, noch der vielen Erfahrungen danach. Auch die Radarüberwachungen des BRD-Militärs, Beispiel Jagel, hatten ständig Bewegungen auf dem Radarschirm, die dann mit 30000 Std-Km in den Raum entschwanden uvm. Von den offiziellen Anerkenntnissen der spanischen Regierung, der belgischen Regierung, der argentinischen Regierung und nach Auflösung der UDSSR auch des sowjetichen Militärs und seiner Geheimdienste, dürfte es keine Zweifel mehr geben.
Außer in der BRD, da da die offizielle amtliche Bestätigung noch ausssteht. Und was nicht amtlich oder durch den Kanzler oder einer Kanzlerin bestätigt ist, ist eben nicht.
So sind halt die Deutschen.
Aber viel interessanter sind die Flugzeugartefakte aus Südamerika, der Hubschrauber, Panzer und U-Boot im Tempel von Theben, die UFO-Höhlenzeichnungen in China, die berühmten Tonscheiben von dort, die Höhlenzeichnungen aus dem Atlas-Gebirge, die Götterüberlieferungen der Wissensbringer aus allen Kulturkreisen usw., usf. Die Überbleibsel von Röhrenverbindungen mit Radioaktivrückständen ähnlich einer Atomfabrik aus grauer Vorzeit in China, radiaktive Restabraumhalten in Afrika, archetiktonische Artefakte in Afrika und Südamerika von Sternensystemen, die unsere Vorfahren nicht kennen konnten aufgrund fehlender Sichtmöglichkeiten uvm. Was also gibt es da zu Leugnen? Wir sind die Dritte Menschheit auf diesem Planeten, so die Sagen und Geschichten der Vorzeit. Und die sonstigen Architkturüberbleibsel von vor der Sintflut weltweit, Pyramiden älter als 10000 Jahre etc. überall auf dem Planeten, sprechen ihre eigene Sprache.
wpfen2000
am 08.02.2010 02:41:06 (84.128.192.xxx) Link Kommentar melden
Wolfgang Pfensig, ich bin der Urheber des einen Ufo-Fotos

Folgende Erklärung ist mir schon wichtig!

Ich habe das Bild nicht produziert und publiziert um [b]gefaktes/b] Ufo-Material zu verbreiten, sondern bin in einer Foto-Community. Dort geht es u. A. auch um experimentelle Möglichkeiten eines bekannten Grafikprogramms und deren Beherrschung.

Es war übrigens ursprünglich ein Fernsehturm. Grin

Mit freundlichem Gruß,

Wolfgang Pfensig
wpfen2000
am 09.02.2010 16:17:35 (84.128.209.xxx) Link Kommentar melden
Fantasie ist eine kreative Tätigkeit des Menschen, bedeutet also schöpferische Kraft.

Im zwischenmenschlichen Bereich ist Fantasie die Voraussetzung sich in andere Menschen einzufühlen und diese zu „verstehen".

Außerdem ist sie eine wesentliche Voraussetzung für zweckgerichtetes Handeln jeder Art.
Auch im Kunstbereich sähe es ohne Fantasie mächtig traurig aus.
Ohne sie wäre Fortschritt auch im technischen Sinne unmöglich.
Problemlösungen müssten dann als Resultate des Zufalls oder des Instinktes angesehen werden.

Selbst das Schreiben ist ohne Fantasie nicht möglich. Da werden Wörter/Begriffe im Geiste geformt, also "Kreativität und schöpferische Kraft" eingesetzt.
Wenn natürlich Fantasie als unglaubwürdig abgewertet und ein "Fantast" als Spinner angesehen wird, dann ist es eine Vergewaltigung des Begriffes.

Erhalten wir uns doch unsere frische ungezwungene Kindliche "Fantastische" Fröhlichkeit, dann sähe die Welt anders aus.


Freundliche Grüße,
Wolfgang Pfensig
173
am 10.02.2010 09:17:49 (188.193.223.xxx) Link Kommentar melden
Wissenschaft bedeutet immer eine Infragestellung von....
Es gibt keine Endgültigkeit des Wissens.
Nur der Sucher ist der Wissenschaftler. Nach dem Prinzip: These, Antithese, Synthese. Wobei die Synthese schon wieder die These als Ausgangspunkt des kommenden Fragekreislaufes darstellt.
So einfach kann Wissenschaft sein. Und genau das passiert hier auch in Fragen der UFO-Problematik.
Daniel Marien
am 15.03.2011 20:06:43 (89.204.137.xxx) Link Kommentar melden
Also... Ich habe den Eindruck, dass Karow z. B. die Bücher von Erich von Däniken zu sehr für bare Münze nimmt.
Sicher sind Dänikens Theorien über Besuche Außerirdischer in grauer Vorzeit, die anschließend in Stein gehauen "dokumentiert" wurden, durchaus amüsant und in den 70er Jahren ein absoluter Renner (Ich habe damals alle Bücher von ihm gelesen, die bis dato erschienen sind).

Aber in der Wissenschaft läuft es so, dass Thesen und Theorien auf dem Prüfstand gehören und gnadenlos der Widerlegbarkeit standhalten müssen. Hier hat Erich von Däniken in der Vergangenheit etliche Irrtümer und sogar Manipulationen zugeben müssen, um sie - leider - zwei Jahrzehnte später einer neuen Generation frisch aufgewärmt wieder zu präsentieren, in der Hoffnung, dass sich keiner mehr an seine Eingeständnisse von damals erinnern wird.
Däniken und Co. geizen zudem mit Quellenangaben und wenn diese doch einmal vorhanden sind, stellen diese sich meistens als Luftnummer heraus.

Merkwürdig ist auch, dass UFO-Sichtungen nur in bestimmten Ländern gemacht werden. Während die USA recht häufig von UFOs (Ich nenne sie bewusst nicht außerirdische Raumschiffe) heimgesucht werden, bleibt das benachbarte Kanada nahezu UFO-frei. In Skandinavien sind UFOs auch so gut wie nie gesehen worden, im Gegensatz zu Russland.

An die Existenz von außerirdischem Leben glaube ich dennoch. Wie diese geartet ist und ob sie hier und da eine Intelligenz entwickelt hat, die sogar Raumfahrt entwickelt hat, kann keiner sagen.

Was ich jedoch für - milde ausgedrückt - äußerst unwahrscheinlich halte, ist dass sich jemand auf dem Weg macht, um auf gut Glück die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen - also uns - zu finden. Das wäre nicht gerade ein Zeichen von Intelligenz, sondern von unkalkulierbarem Wahnsinn.
Und sogar hyperintelligente Außerirdische, die uns eventuell tausende Jahre voraus sind, müssen sich den Gesetzen der Physik beugen.

Aber wer weiß... Ein Quentchen Ungewissheit bleibt immer.
Gabriel
am 04.09.2016 18:35:19 (79.242.116.xxx) Link Kommentar melden
@daniel marien, erich von däniken kenne ich nicht, aber viele andere durchaus glaubwürdige ufo forscher wie stanton friedman und viele mehr dazu auch viele soldaten und andere die sehr glaubwürdige sichtungen hatten. Ich glaube sehr wohl, das Außerirdische uns besuchen. Zu den sichtungen in nur manchen ländern, das ist so nicht richtig, es giebt in fast allen ländern sichtungen, selbst in japan oder in syrien. Laut einem der berater von eisenhower hatte der damals eine art vertrag mit den aliens abgeschlossen, ihre technologie gegen etwas von unserem genetischen materials, dass sie durch ein paar entführungen sich geholt haben (aus diesen wahrscheinlichen paar fällen entstanden dann ganze wellen von angeblichen entführungen) aber es gibt glaubwürdige fälle. Allen voran einer in australien bei dem zwei persongruppen unabhänging voneinander die gleiche entführung beschrieben haben, leute die sich nie gekannt haben also da muss was drann sein. Das sagen auch andere glaubwürdige quelle. Aber es ist war das nichts davon bewiesen werden kann. Aber andererseits kann auch nicht das gegenteil bewiesen werden und somit auch nicht als quatsch abgetan. Die mexikanische regierung hat maya artefakte vor 2 jahren veröffentlicht die eindeutig fleigende untertassen und aliens zeigen. Oder zumindest so aussehen. Diese aliens stammen wohl aus dem zeta retuculi system laut verscheidener quellen. Also "nur" 38 lichtjahre entfernt. Wir sind vllt die einzige intelligente spezies in ihrer näheren umgebung also ist es auch nicht unlogisch, dasssie uns besuchen und studieren. Und vllt sogar eines tages kontakt aufnehmen wollen. Sagen wir so. Es kann alles eine lüge sein aber es ist auch gut möglich, das die aliens existieren denn es gibt zwar keine beweise aber genügend indizien.

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