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Wissenschaft: Forschung

Das Projekt „Generationenbibliothek“

OZ24-Autor Alexander Knoerr und sein ehrgeiziges Projektvorhaben für die Nachwelt

Foto: © Franz Haindl, Pixelio.de.
Foto: © Franz Haindl, Pixelio.de.
Eine „Generationenbibliothek“? – Was soll man sich darunter vorstellen? Bei dem Projekt geht es speziell um den Aufbau einer Bibliothek zur so genannten „grenzwissenschaftlichen Thematik“. Diese soll u. a. die Bereiche UFO-Forschung, Prä-Astronautik, Mythologie, Okkultismus beinhalten und weiter mit verwandten wissenschaftlichen Bereichen wie Archäologie, Physik, Avionik oder Psychologie ergänzt werden. Eine Bibliothek also, mit der man dann innerhalb dieser Themen auch arbeiten kann und die jedem frei zugänglich gemacht werden soll.

Der Buchautor Alexander Knoerr beschäftigt sich bereits seit mehr als 20 Jahren mit grenzwissenschaftlichen Themenbereichen, insbesondere auch mit der UFO- und Prä-Astronautik-Thematik. Seit dem Jahr 2007 ist er 1. Vorsitzender der Deutschsprachigen Gesellschaft für UFO-Forschung (kurz: DEGUFO) in Bad Kreuznach. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch über die Geheimnisse Maltas und seine bevorstehende Reise nach Malta, zu der er die Leser herzlich einlädt. Letzteres hatte ich bereits Ende November in einem Artikel auf der OZ24 vorgestellt. Dieser Artikel führte Alexander Knoerr dann auch selbst zur OZ24, wo er seit dem 1. Februar dieses Jahres als Autor registriert ist und inzwischen das Portal mit interessanten Berichten zur Thematik bereichert.

Foto: © Grace Winter, Pixelio.de.
Foto: © Grace Winter, Pixelio.de.
Im Laufe der Zeit sammelte sich immer mehr Material an. Darunter waren nicht nur Bücher, Zeitschriften und Pressemeldungen sondern auch unveröffentlichtes Material wie Forschungsberichte, Augenzeugenberichte, Filme und Fotos sowie viel anderes an Datenmaterial. Das Archiv wächst nahezu täglich weiter. Und wie bei Alexander Knoerr ist es bei allen Forschern gleichermaßen. Das führte ihn schließlich zu der Überlegung wie man solche Archive der Nachwelt erhalten kann. Zuerst dachte er an eine Digitalisierung. Doch dann las er „einen Artikel über die Archivierungsmethoden der heutigen Zeit, und darüber, wie lange es dauert, bis die Daten auf den modernen Datenträgern verblassen, nicht mehr lesbar und damit für die Nachwelt verloren sind.“

Es ist nahezu erschreckend, wie sehr wir uns doch auf nahezu unverlässige Archivierungsmethoden wie CDs, DVDs usw. verlassen, von denen es einstmals hieß dort seien die Daten 100 Jahre sicher aufbewahrt. Heute gehen viele Experten davon aus, dass die so archivierten Daten maximal 15 bis 20 Jahre halten und andere wiederum sagen auf einer CD sind sie gar nicht sicher weil sie bereits nach 5 Jahren verloren bzw. nicht mehr lesbar sind. (Vgl. hierzu: „Archivierung von Daten“.)

Hinzu kam die Überlegung was eigentlich mit solchen Archiven passiert, wenn der Besitzer einst verstirbt. Für Alexander Knoerr sind dabei Ebay und Papiercontainer die hauptsächlichen Horrorszenarien. Schließlich reifte in ihm die Idee einer „Generationenbibliothek“, in der solche Archive gesammelt, aufbereitet, katalogisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

„Genau mit diesen Problemen habe ich mich auseinandergesetzt“, sagt Alexander Knoerr. „In aller Welt gibt es unzählige staatliche Bibliotheken, die das Wissen der Menschheit in sich bergen. Warum soll sich nicht eine eigens hierfür gegründete Gesellschaft, Stiftung, Verein oder ähnliches um den Aufbau und den Erhalt einer Spezialbibliothek bemühen, die sich explizit auf grenzwissenschaftliche Themen und deren wissenschaftliche Pendants beschränkt?“

Das Projekt „Generationenbibliothek“ war geboren! Sie soll dies alles in sich beherbergen. Die Gesellschaft soll Nachlässe aber auch sonstige Spenden von Forschern und Interessierten archivieren, verwalten und dafür sorgen, dass diese über Generationen hinweg erhalten bleiben. Und sie soll noch viel mehr. Jeder kann sie dann für seine eigenen Recherchen nutzen. Entweder als Mitglied mit unbeschränktem Zugriff oder im Einzelfall z. B. tageweise. Nach und nach sollen die Inhalte der Generationenbibliothek ebenso digital erfasst und online zur Verfügung gestellt werden.

Foto: © Thorsten Freyer, Pixelio.de.
Foto: © Thorsten Freyer, Pixelio.de.
Sollten sich in den Nachlässen unveröffentlichte Manuskripte befinden oder sollte der Erblasser ein Forschungswerk begonnen haben, konnte dies aber nicht fertig stellen, wird die „Generationenbibliothek“ sich dessen annehmen, wenn nötig fertig stellen und versuchen zu veröffentlichen. Finanziert werden soll dies eben durch solche Veröffentlichungen, durch Verkäufe von Doppeltausgaben und vor allem auch durch Mitgliedsbeiträge und Spenden – allerdings ohne Gewinnerzielung.

Ein wahrlich großes Projekt. „Für einen allein ist so ein Projekt nicht zu stemmen“, sagt Alexander Knoerr. „Aus diesem Grund suche ich hiermit Menschen, die sich mit diesem Projekt identifizieren können, die aktiv daran mitarbeiten wollen, die natürlich auch spenden können, die Mitglieder werden und die später einmal ihre Archive der Generationenbibliothek vermachen möchten. Aber auch wenn Sie gerade am umziehen sind und größere Teile Ihres Archivs auslagern müssen, können Sie die ‚Generationenbibliothek’ kontaktieren und diese Teile spenden.“

Zurzeit arbeitet Alexander Knoerr noch mit einem Rechtsanwalt und einem Steuerberater daran, die richtige Rechtsform einer Gesellschaft zu finden, die dieses Projekt beherbergt. „Am sinnigsten wäre eine Stiftung, wobei eine Stiftung eben auf ein Stiftungsvermögen aufgebaut wird, das aber nicht existiert. Also suchen wir nach Möglichkeiten, dieses Problem so zu lösen, dass das Stiftungsvermögen sich nach und nach aufbaut. Wie, das steht noch nicht fest. Nichtsdestotrotz können Sie jetzt schon Ihr Interesse bei mir anmelden, egal ob als Mitglied, als Wohltäter oder als Kandidat für eine spätere Vererbung Ihres Archivs.“

Alexander Knoerr würde sich freuen, wenn er gemeinsam mit Interessenten dieses Projekt auf den Weg bringen könnte und sich viele bei ihm melden. Interessenten können ihm über die OZ24 eine PN (Private Nachricht) zukommen lassen. Um diese schreiben zu können müssen Sie als Mitglied angemeldet sein.

  1. Fotolegende: Das altbewährte Bücherregal. So stellt sich wohl mancher eine Bibliothek vor. Foto: © Franz Haindl, Pixelio.de.
  2. Fotolegende: Ein doch recht unsicheres Speichermedium: die CD und DVD. Foto: © Grace Winter, Pixelio.de.
  3. Fotolegende: Auch nicht das wahre Speichermedium: Ein USB-Speicherstick. – Untaugliche Billigimporte aus China überschwemmen derzeit den Markt. Foto: © Thorsten Freyer , Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Generationenbibliothek | Bibliothek | Bücher | Zeitschriften | Dokumente | Filme | Fotos | Bilder | CD | DVD | USB-Stick
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Kommentare

Alex Mais
am 07.02.2010 07:54:13 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Chaim am 06.02.2010, 20:18:58 Uhr:
Okkultismus hat sicher nichts mit Physik zu tun, Mythologie nichts mit Psychologie.

Das ist im Prinzip richtig. Jedoch hat die Physik mit der UFO-Forschung zu tun, wenn es beispielsweise um Eigenschaften möglicher außerirdischer Raumschiffe geht - genauso die Psychologie im Zusammenhang mit UFO-Zeugen. Die Archäologie ist beispielsweise ein wichtiger Bestandteil der Prä-Astronautik...
Alex Mais
am 15.10.2011 11:10:47 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Der Verein "Generationenbibliothek e.V." steht jetzt unmittelbar vor der Gründung. Zur offiziellen Gründungsveranstaltung am Freitag, dem 28. Oktober 2011, in der Zeit von 17:00 Uhr - 19:00 Uhr im Berliner Hotel "Van der Valk" (Berliner-Ring) haben sich bereits zahlreiche Autoren der grenzwissenschaftlichen Thematik angemeldet - darunter sind beispielsweise neben dem Hauptinitiator und OZ24 -Autor Alexander Knörr auch Lars A. Fischinger, Gisela Ermel, Roland Roth und Frank Grondkowski.

Weitere Informationen gibt es inzwischen auch auf der bereits online stehenden Homepage der Generationenbibliothek oder unter unter der Facebookseite des Vereins.

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