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Wissenschaft: Sonstiges

Puli – Der Mopp auf vier Pfoten

Der ungarische Hirtenhund wird zu Unrecht als ungepflegt angesehen

Foto: © J. Bredehorn, Pixelio.de.
Foto: © J. Bredehorn, Pixelio.de.
Die Ungarn sagen: „ez nem kutya, hanem puli“. Das heißt zu Deutsch soviel wie: „Es ist kein Hund, es ist ein Puli“ (zitiert nach Wikipedia). Beim Puli handelt es sich um eine von der FCI anerkannte ungarische Hunderasse, die speziell als Hirtenhund gezüchtet wird. Im Plural heißt es übrigens nicht Pulis, wie vielfach zu lesen ist, sondern Pulik. Wegen ihres Aussehens werden sie ironischerweise auch schon mal als „Mopp ohne Stil“ bezeichnet…

Der Mopp ist ein Staubbesen mit Fransen, der heute allerdings nur noch selten in den Haushalten zu finden ist. Er dient zur Trockenreinigung von glatten Fußböden, indem er den Hausstaub vom Boden aufnimmt. Der heute gebräuchliche Wischmopp wurde Mitte der 80er Jahre eingeführt und ist auch als „Französischer Mopp“ bekannt. Er ist dem ursprünglichen Mopp zwar nachempfunden, wird aber zur Feuchtreinigung der Fußböden verwendet.

Die für diese Hunderasse typische Bänder- oder Schnürenbehaarung entsteht dadurch, dass Pulik nicht gekämmt und/oder gebürstet werden. Die Haarspitzen des Fells werden lediglich auseinander gezogen. Dies nennt man Zotten. So erreicht diese Schnürenbehaarung, die als auffälligstes Rassemerkmal gilt, eine Länge, die bis zum Boden reicht. Da diese Behaarung auch den ganzen Kopf bedeckt und meistens nur die Schnauze daraus hervorschaut, ist rein optisch der Vergleich mit einem „Mopp ohne Stil“ entstanden (s. Foto).

Die Rasse an sich scheint schon sehr alt zu sein. So fand man in Mesopotamien bei archäologischen Ausgrabungen Amulette, die Abbildungen zeigen, die den Pulik sehr ähnlich sind und auf ein Alter von 4.000 Jahren datiert wurden. Es ist dem ungarischen Forscher Emil Raitsits zu verdanken, dass der Puli heute eine anerkannte Hunderasse ist. Schon 1915 bemühte sich Raitsits bei der FCI um einen Eintrag für den Puli. Es sollte aber noch bis zum Jahr 1924 dauern bevor der Puli endgültig als Rasse anerkannt wurde. Die FCI (Fédération Cynologique Internationale) ist der größte international anerkannte kynologische Dachverband. Dieser systematisiert alle durch sie anerkannten Hunderassen durch eine Aufteilung in Gruppen und Sektionen. Der Puli gehört zur FCI-Gruppe 1, Sektion 1, Standard Nr. 55.

Die Rasse ist äußerst willensstark, selbständig und wachsam. Mutig und laut bellend verteidigen sie ihre Herde oder Territorium. Fremden Menschen begegnen sie mit viel Misstrauen. Sie sind aber auch lernbegierig, ausdauernd und sehr schnell und beweglich. Weitere Informationen finden Sie im Internet beim Deutschen Puli Klub e.V.

Fotolegende: Pulik – Die ungarischen Hirtenhunde sehen aus wie lebende Mopps. Foto: © J. Bredehorn, Pixelio.de.

Weitere Fotos.

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Schlüsselwörter: Puli | Pulik | Pulis | Mopp | Hunde | Hirtenhunde | Ungarn
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Kommentare

286
am 06.02.2010 16:38:18 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Grin Die sehen ja süß aus Grin

Das folgende dürfte bestimmt was für Gata Linda sein:

Ildiko

ist eine 7,5 jährige kleinere Pulihündin mit langer Behaarung. Sie sucht ein neues Zuhause, weil sich in ihrer Familie viel geändert hat und sie darum dort nicht bleiben kann. Sie ist kein Hund für einen Anfänger, da sie einige Probleme mit sich bringt, die aber mit Geduld zu lenken sind. Ildiko fremdelt anfangs massiv, läßt sich von Fremden nicht sofort anfassen. Unsere inzwischen leichten Erfahrungen mit ihr haben gezeigt, dass Frauen bei ihr deutlich bessere Karten haben als Männer. So läßt sie sich von Frauen relativ schnell anfassen, bei Männern kann es schon mal 1-2 Wochen dauern....

http://www.puli.de/kontakt/Notpuli/not_puli.htm


Eine Dame lässt sich ja auch nicht von fremden Männern anfassen.

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